Klappt beides nicht: Deutschland und Sirenenalarm (Foto:Imago/UlmerPressebildagentur)

Bundeswarntag: Ein Volk in Dauerpanik, aber Alarminfos und Sirenen funktionieren nicht

Berlin war wieder mal „führend“ gewesen: Die Kapitale an der Spree lässt keine Gelegenheit verstreichen, um zu demonstrieren, dass es ein peinlicher failed state, nicht aber die Hauptstadt einer europäischen Industrienation ist, wenn auch einer, die sich mitten im Untergang befindet. Am Donnerstag wurden in einem bundesweiten Alarmtag die Sirenen für den Katastrophenfall getestet. Nach dem gefloppten „Bundeswarntag“ vor zwei Jahren war dies keine wirkliche Überraschung, obwohl Berlin hier wieder alles übertraf: So waren nur 28 der geplanten 400 Sirenen überhaupt installiert – und die funktionierten nicht. Die volle Anzahl der Warnvorrichtungen soll bis Ende nächsten Jahres installiert sein, 2024 sollen sie dann idealerweise sogar einsatzbereit sein. Dass dies so lange dauern würde, habe man nicht erwartet, ließ die zuständige Verwaltung dazu ahnungslos verlauten.

Anscheinend kam auch der lange angekündigte Warntag für das linksgrüne Shithole Deutschlands völlig überraschend – denn weil keine elektronische Verbindungsstelle vorhanden ist, war auch von den 28 installierten Sirenen nichts zu hören. Diese werden nämlich über ein bundesweites modulares Warnsystem gesteuert. Dieses nimmt den Betrieb jedoch erst 2024 auf. „Falls Sie sich wundern, warum es um 11:00 Uhr zum Warntag 2022 keinen Sirenenalarm in Berlin gibt: Die Technik wird erst aufgebaut und ist für den heutigen Probealarm noch nicht aktiviert“, erklärte die Verkehrsinformationszentrale Berlin beiläufig und ohne Ironie.

Auf Anhieb gefloppt

Über ein eigenes Amt für Katastrophenschutz verfügt Berlin natürlich auch nicht. Dessen Einrichtung ist zwar grundsätzlich geplant, wann, wo und mit welcher personalen Ausstattung es gegründet wird, ist aber völlig unklar. Lee-Jérôme Schumann, Beauftragter für den Katastrophenschutz beim Berliner Roten Kreuz, rief dem Berliner Senat in Erinnerung, dass man bei Evakuierungen darauf angewiesen sei, dass die betroffenen Menschen vorgewarnt seien und wüssten, was auf sie zukommt.

Zur Entlastung der Hauptstadt sei in diesem Fall angemerkt, dass der Alarmtag allerdings  auch im Rest des Landes nicht so funktionierte wie geplant (oder, wie man im Deutschland des Jahres 2022 wohl besser sagen muss: wie erhofft). Auch die Warnmeldungen über Handy kamen bei vielen Millionen Menschen gar nicht oder verspätet an. Diese hätten eigentlich über Warn-Apps wie Nina und Katwarn sowie über die angeschlossenen Rundfunk- und Fernsehsender und online erfolgen müssen. „Funktioniert” hat dies jedoch in etwa so effektiv wie in der Flutnacht im Ahrtal vor knapp anderthalb Jahren – nämlich überhaupt nicht. Getestet wurde 2022 erstmals der Cell Broadcast getestet, mit dem Handynutzer direkt gewarnt werden sollten; wie in Deutschland inzwischen gewohnt, floppte das System auf Anhieb. Anstatt einen Überblick über die Möglichkeiten von Warnungen im Katastrophenfall zu erhalten, darf man nun also wieder, wie bereits vor zwei Jahren, darüber rätseln, warum die entsprechenden System bestenfalls eingeschränkt funktionieren. Im Ernstfall können die Bürger dann sehen, wo sie bleiben. (DM)

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