Notarzt (Bild: shutterstock.com/Von Filmbildfabrik)
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Shithole Berlin: Rettungswagen kommt erst nach 20 MInuten – Jugendliche stirbt unter Bus

Das Chaos um den Berliner Rettungsdienst bezahlte jetzt eine Jugendliche offenbar mit ihrem Leben. Nach einem schweren Busunfall im Berliner Bezirk Lankwitz starb die 15-Jährige eingeklemmt unter einem Bus. Der Rettungswagen traf erst nach über 20 Minuten ein.

Nach einem schweren Unfall mit einem BVG-Doppeldecker-Bus der BVG ist am Sonnabend eine 15 Jahre alte Jugendliche gestorben, eine weitere wurde schwer verletzt. Um 18.42 Uhr ging laut Tagesspiegel der Notruf bei der Berliner Feuerwehr ein. Weil der Rettungsdienst der Berliner Feuerwehr wegen fehlender Rettungswagen zu diesem Zeitpunkt im Ausnahmezustand war, wurden gleich mehrere Rettungswagen sowie ein Hubschrauber und ein Technikwagen an den Unfallort geschickt. Als erstes traf ein Notarztwagen Um 18.54 traf ein Notarzwagen ein, danach drei Löschfahrzeuge. Erst um 19.05 Uhr, also mehr als 20 Minuten nach Eingang des Notrufs, waren zwei Rettungswagen zur Stelle. Um 19.09 landete der Rettungshubschrauber. Einige Minuten vor dem Unfall waren nur noch zwei von insgesamt 104 am Abend besetzten Rettungswagen verfügbar gewesen – für die gesamte Stadt, die fast vier Millionen Einwohner hat. Die anderen Fahrzeuge waren bereits in Einsätzen unterwegs.

Ein Rüstwagen der Feuerwehr musste den Bus anheben, um den zwei Mädchen helfen zu können. Die Besatzung eines alarmierten Rettungshubschraubers konnte nur noch den Tod des einen Mädchens feststellen. Der Unfallhergang ist noch unklar, auch der Busfahrer befindet sich den Angaben zufolge im Krankenhaus. Insgesamt sollen elf Menschen durch Notfallseelsorge betreut worden sein.

Der Rettungsdienst in Berlin ist seit Jahren stark überlastet, unter anderem weil Personal knapp und überlastet ist und viele  Notrufe eingehen, die keine Notfälle sind. Seit Monaten Beschäftigt sich die Berliner Politik mit dem Zustand, doch ändern tut sich nichts, denn die zuständigen Innensenatorin Iris Spranger (SPD) und Gesundheitssenatorin Ulrike Gote (Grüne) zoffen sich lieber untereinander und schieben sich gegenseitig die Schuld in die Schuhe, statt eine Lösung zu finden. Die von Spangen geplante Reform des Rettungsdienstgesetzes findet im Senat bisher keine Mehrheit. Der Streit dreht sich um die gepante verstärkte Kompetenz des Feuerwehrchef gegenüber dem Ärztlichen Leiter des Rettungsdienstes. Das der betroffene Feuerwehrchef in Zukunft mehr zu sagen hat, lehnt Gesundheitssenatorin Gote von den Grünen mit Verweis auf das Patientenwohl ab und stellt sich hinter den Ärztlichen Leiter, der bisher anscheinend die Weisung gibt, wegen jedem eingewachsenen Zehennagel auszurücken.

„Bei der Berliner Feuerwehr herrschen Unverständnis, Sprachlosigkeit und teilweise Entsetzen“, erklärte Feuerwehrchef Homrighausen im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses schon vor drei Wochen. Der Rettungsdienst stehe kurz vor dem Kollaps, inzwischen wird fast täglich der Ausnahmezustand im Rettungsdienst ausgerufen. Für Betroffene heißt das, daß sie länger als zehn Minuten auf Hilfe warten müssen. Eine Änderung der Situation ist -wie üblich in Berlin – nicht in Sicht. (MS)

 

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