Forschungsreaktor in Fernost: Auch China ist in Sachen Kernforschung weit vorne mit dabei (Foto:Imago)

Fusion-Triumph in den USA: Deutschland schaut weit abgehängt aus der Ferne zu

Was ist die eigentliche – und zwar im Prinzip bittere – Nachricht um den nun erzielten Durchbruch bei der Kernfusion? Dass er nicht in Deutschland stattgefunden hat. In dem Land, das die Kernforschung eigentlich begründet hatte und das – wie in so vielen – auch in diesem Wissenschaftsgebiet einst die führendsten und fähigsten Köpfe der entsprechenden Grundlagenforschung hervorgebracht hat, ist auch diese Disziplin von grünen Ideologen und ihren linken Symbiosen vergrault, „defunded“ und schließlich außer Landes gejagt worden. An deutschen Hochschulen fristet dieser Zweig ein Paria-Dasein, während dort jetzt Genderwissenschaften gelehrt werden und für Sozialpädagogen, Soziologen und andere brotlose Künstle der „Laberfakultäten“ pro-forma-Abschlüsse einer wachsenden Kaste von staatsbediensteten Propagandisten, Systemjournalisten und Berufspolitikern des Linkstaats ausgespuckt werden (letztere brauchen ihr Studium zur Karriere gar nicht mehr zu beenden). Wirklich menschheitsrelevanter zivilisatorischer Fortschritt findet anderswo statt, nicht mehr in Deutschland.

Dass hierzulande das Wissen um die Kernenergie, basale Kenntnisse der Zusammenhänge und zumindest rudimentäre technische Details zum Stand der Technik auf dem Stand von vor 30-40 Jahren stehengeblieben sind – stets geprägt von dem Horrormärchen, jedes AKW könne wie Tschernobyl enden (obwohl dies schon damals bei den weltsichersten bundesdeutschen Kraftwerken unmöglich war) -, und dass seither ein ideologietriefendes, oberflächliches Halbwissen aus Ressentiments und Vorurteilen politikbestimmend geworden ist, zeigt sich nicht nur in der Ignoranz gegenüber moderneren Kraftwerkstypen und völlig neuen Sicherheitskonzepten bei AKWs. Sondern eben auch in der ebenso naiv-ahnungslosen wie staunenden Berichterstattung über die Fusionsforschung.

Grün abgetriebene Evolution

Dabei war eigentlich immer klar, dass die zivile Nutzung der Kernenergie durch Spaltung (Fission) – jene vor allem entsorgungsproblematische  Reaktion, die den heutigen Atomreaktoren zugrundeliegt – eine Übergangstechnologie sein würde, bis das Fernziel, die Fusion (die Verschmelzung von Atomkernen) erreicht ist. Dieses atomare Feuer der Sonnen, dem das gesamte Leben und letztlich Universum seine Energie verdankt, auf der Erde zu entfachen, war immer das Nonplusultra, die große Menschheitsvision der unbegrenzten und sauberen Energiegewinnung. In Deutschland hat man die Evolution auf den ersten Metern dieser Strecke bereits abgetrieben. Dafür forschen andere weiter; das maßgeblich französisch geführte ITER-Projekt, auch wenn es ständig zu Verzögerungen kommt, ist weiterhin ein vielversprechender Ansatz, wie eben auch die Arbeit in den USA, etwa an der staatlichen Forschungseinrichtung National Ignition Facility (NIF) am Lawrence Livermore National Laboratory in Kalifornien, wo der gestrige Fusionserfolg gelang.

Der nun in den USA erzielte Etappensieg ist ein Meilenstein auf diesem Weg, wenn auch vorerst noch ohne Praxisrelevanz. Deutsche Physiker hätten ihn ebenfalls erringen können und zwar im eigenen Land – gäbe es nicht hierzulande ein wissenschaftsfreundliches, zumindest verhalten positivistisches und nicht doktrinäre verseuchtes Forschungsklima und eine Sabotagehaltung der Politik, die schließlich nach Hü- und Hott-Kurs aus dem Bauch einer Katastrophenkanzlerin heraus mal eben den Ausstieg aus dem Ausstieg vom Ausstieg vollzog, weil 10.000 Kilometer östlich ein Tsunami inmitten eines Erdbebengebiets einen Störfall ausgelöst hatte.

Merkels desolates Erbe

Dass in Deutschland weder Erdbeben noch Tsunamis auftreten können, scherte Merkel damals nicht. Die Grünen setzten diesen Deindustrialisierungskult munter fort – und  so streichen die Meriten heute eben die Genies anderer Nationen ein, während sich die Deutschen mit ihrer Sackgasse und Totgeburt der „Erneuerbaren Energien“ immer weiter ins Abseits schießen. Und gerade bei Minusgraden mit akuten Stromabschaltungen rechnen dürfen.

Das, was deutsche „Leitmedien“ an der erfolgreichen Fusion vor allem berichtenswert fanden, war, dass hier „keine radioaktive Abfälle” anfallen und etwa  „die Gefahr eines Nuklearunfalls” nicht bestehe, wie etwa die „Tagesschau“ beeindruckt anerkennt: Die Fusion gelte „auch deshalb als potenzielle Energiequelle der Zukunft”.  Das tut sie in Wahrheit in erster Linie aus einem anderen Grund: Hier wird ungleich mehr Energie erzeugt als zuvor investiert – und das mit sauberen, nichtstrahlenden sauberen Rohstoffen (Wasserstoff-Isotopen). Auch die klima- und grünfixierte UN erkennt weniger die zivilisatorische und wirtschaftliche Tragweite als das Potential der Apokalypsenverhinderung: Sie erhofft sich von der Kernfusion eine „große Hilfe“ gegen Klimawandel und „begrüßt” das Forschungsergebnis ausschließlich „mit Blick auf die Klimakrise. Es handel sich um „eine äußerst wichtige Entwicklung, die im Kampf gegen den Klimawandel eine große Hilfe sein könnte„, so UN-Sprecher Stephane Dujarric in New York. Diese Interpretation wäre so ähnlich, als hätte man an der Erfindung des Rades zum wichtigsten kulturellen Beitrag erklärt, dass fortan endlich die Hufe von Pferden und Maultieren entlastet würden. (DM)

 

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