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Jouwatch wünscht frohe Weihnachten!

Liebe Leser,

gerne würde ich an Heiligabend etwas mehr Optimismus verbreiten, doch es fällt in diesem Deutschland von Jahr zu Jahr schwerer, in Weihnachtsstimmung zu kommen. Und das ist durchaus auch so gewollt: Zwei Winter lang hat uns diesbezüglich Corona das Leben schwer gemacht, und jetzt geht es nahtlos weiter. Energiekrise, Klima, ein zum Vorwand für alles bemühter “Krieg” und taktisch geschürte Zukunftsängste. Worum es tatsächlich geht: Sukzessive sollen uns Traditionen, von Kindheit an liebgewonnene Vertrautheiten, das, was uns Halt und Verwurzelung gab, ausgetrieben werden. Alles wird politisiert, alles mit dem Bleimantel eines schlechten Gewissens beschwert. Die Bevormundung kriecht in die letzte Winkel unseres privaten Alltags. Was man sagt, was man denkt, was man liest, was man isst, wohin man reist und womit, was man anzieht, ob, was und für wen man arbeitet,  mit wem man sich auf der Straße blicken lässt: Alles ist politisch.

Zwar muss man sich beim gemeinsamen Glühweintrinken inzwischen nicht mehr für rücksichtsloses Superspreading, mangelndes Social Distancing und unsolidarische Maskenlosigkeit anfeinden lassen; das ist, wenigstens vorläufig, passé. Dafür soll man sich für die Weihnachtsbeleuchtung schämen, weil sie zu viel Strom verbraucht. Für zu volle Gabentische, weil die Menschen in der Ukraine Not leiden. Für zu viel geheizte Behaglichkeit, weil es die Gasspeicher zu schnell lehrt. Der grüne Katechismus und das gutmenschelnde Haltungseinmaleins vaporisieren die letzten Freiheiten. Weihnachtsbäume stehen für Umweltzerstörung, Kaminfeuer für Feinstaub, Anreisen zur weihnachtliche Familienzusammenführung fürs Klimakillen. Und wem es bei alledem immer noch zu gut geht, dem wird eingebimst, dass 115 Millionen Menschen auf der Flucht sind, dass in China die Krematorien und bei uns die Kinderkliniken voll sind, dass Rassismus, Rechtsextremismus und Reichsbürger die Grundfesten unserer Gesellschaft bedrohten. Die eigentlichen Zusammenhänge werden verschleiert, dafür werden ständig neue Kausalitäten erfunden und immer neue Schuldige benannt. Ist es zu warm, liegt es am CO2 schuld. Ist es zu kalt, an Putin.

Der so zentrale christliche Gedanke der Nächstenliebe wird seit Jahren pervertiert durch eine selbstzerstörerische Migrationspolitik, die nichts mit Nächstenliebe, aber viel mit Selbsthass zu tun hat. Toleranz erstreckt sich zunehmend aufs Tolerieren der Intoleranten. Das Mantra der Vielfalt rasiert alles Gewachsene und Beständige weg, was neuerdings als “exkludierend” verfemt wird. Auf dem Altar des Hyperindividualismus wird jeder Gemeinnutz geopfert. Eine gemeinsame kulturelle Identität oder gar sozialen Zusammenhalt abseits neosozialistischer Zwecksolidarität zu beschwören ist hochverdächtig, weil “völkisch”. Die Missachtung der Schöpfung zeigt sich nicht nur im impfinduzierten Triumph der Gentechnik, sondern auch in der Leugnung wissenschaftlicher Tatsachen: Es gibt keine biologischer Geschlechter oder menschlichen Rassen (im unpolitischen ethnographischen Sinne) mehr. Es gibt auch keine Unterschiede in Befähigung, Talent oder Intelligenz; jeder muss alles mindestens gleich gut können, und wo sich die Besten doch noch durchsetzen könnten, wird eben mit Quoten gegengesteuert.  Mittelmaß ist die Messlatte. Das, was bei uns noch funktioniert, verdankt sich dem Verfrühstücken der noch übrigen Substanz, nicht der Schaffung von neuer.

Es ist Weihnachten, ich weiß. Doch auch wenn wir all das für die nächsten drei Tage vergessen und uns weihnachtlich besinnen wollen auf das, was diese so besondere Jahreszeit eigentlich ausmacht, so können wir doch den allgegenwärtigen Umbruch und die Auswirkungen der (nun sogar als “Wort des Jahres” verherrlichten) Zeitenwende nicht mehr leugnen: Christentum und Evangelium sind in Mitteleuropa Auslaufmodelle. Neue Werte halten Einzug, inschallah statt so Gott will. Die Moscheen schießen in den Himmel, christliche Kirchen werden profaniert. Unser kirchliches Bodenpersonal steht selbstverschuldet auf verlorenem Posten: Die Evangelen haben keinen Seelenfrieden mehr im Angebot, sie kennen nur noch Globalismus und moralinsauren Aktivismus von Seenot- bis Klimarettung. Die Katholen haben die bessere “Bühnenshow”, sie büßen dank ihrer fatal verhunzten Missbrauchsskandal-Aufbereitung jedoch Jahr für Jahr mehr an moralischer Autorität ein. Und wo Kirchenaustritte den Bedeutungsverlust nicht beschleunigen, wird er durch den Lauf der Dinge besiegelt: Perspektivisch stirbt das Christentum in Europa mit seinen letzten einheimischen Anhängern aus. Als Soundtrack des dekadenten Totentanzes erschallt statt Kirchengeläut immer häufiger der Muezzinruf.

Nichtsdestotrotz: Versuchen wir in unseren privaten wie familiären Rückzugsräumen, Weihnachten zu feiern, so lange wir es noch können und gefahrlos dürfen! Lassen wir uns nicht davon entmutigen, dass festliche Dekorationen und Festschmuck jenseits kommerzialisierter Weihnachtsmärkte inzwischen ebenso auf dem Rückzug sind wie Deutschlandfahnen bei internationalen Fußballwettbewerben, dass Weihnachten immer öfter nur noch “Winterfest” und dergleichen heißt und Politiker wie Firmen zu Weihnachten besonders kultursensibel Rücksicht auf jene nehmen, die nicht daran glauben! Wenn wir Weihnachten zum Anlass nehmen, uns auf das besinnen, was uns wichtig ist, was uns ausmacht, womit wir groß geworden sind – unsere kulturelle Identität, Herkunft und Seele: Dann erkennen wir vielleicht noch stärker die Notwendigkeit, sie zu verteidigen und zu behaupten gegen jene, die uns all das rauben wollen. Die uns den Boden unter den Füßen wegziehen, uns entwurzeln wollen. Wir erleben nicht weniger als einen Kulturkampf zwischen Licht und Finsternis. Und wir müssen uns ihm stellen, bevor alles verloren ist. Viel Zeit dafür bleibt uns nicht mehr.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen viel Kraft, Erleuchtung, Gesundheit und Gottes Segen.

Daniel Matissek

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