Bauernproteste im Sommer 2021: Jetzt sollen sich Deutschlands Landwirte vor den Karren der "Letzten Generation" spannen lassen (Foto:Imago)

Grüne Klima-Irre: Landwirte sollen die „Letzte Generation“ mit Traktorblockaden unterstützen

Was für eine miese Nummer: Die Grünen versuchen derzeit mit allen Mitteln, der Klimaradikalen-Bewegung „Die Letzte Generation“ nicht nur Akzeptanz, sondern auch weitere Unterstützerkreise zuzuführen. Dabei haben sie es anscheinend neuerdings auf die deutschen Landwirte abgesehen. Aus den Bauern sollen anscheinend Bauernopfer im „Kampf fürs Klima“ gemacht werden.

Mit einer ebenso durchschaubaren wie unverfrorenen Panik- und Stimmungsmache versucht der Ex-Grünen-Bundestagsabgeordnete und nunmehrige Präsident der NGO „Energy Watch Group“ Martin Fell in einem Gastbeitrag für die Branchenpublikation „Agrar-Zeitung“ – dort unter der bezeichnenden Rubrik „Gewaltfreier Widerstand“ – die deutschen Bauern zu den Hauptgeschädigten nicht etwa der abstrusen Klima- und Energieplanwirtschaft, sondern des „Klimawandels“ zu machen – und empfiehlt ihnen daher, unter anderem „mit ihren Traktoren“ die Straßenblockaden der Asphaltkleber zu unterstützen.

„Bestens gebildete Menschen“

„Die Dürren der letzten Jahre”,so Fell, hätten zu Ernteeinbußen geführt, anderswo tobe ein „Kampf ums Wasser”. Fell wörtlich: „Landwirte wissen, was Erdaufheizung bedeutet.” Deshalb müsse die Landwirtschaft „einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz liefern”, indem sie „mit entsprechenden landwirtschaftlichen Methoden die gesamten Emissionen von CO2, Lachgas und Methan” beende und „durch Humusaufbau zudem große Kohlenstoffsenken” schaffe. Allerdings gehe dies nur mit politischer Unterstützung – und die komme nur durch Druck.

An dieser Stelle kommen nun die selbsternannten Klimaretter ins Spiel  „Letzte Generation“ ins Spiel – und hier wird Fells Beitrag unwillkürlich urkomisch: „Die Letzte Generation – junge, bestens gebildete Menschen – sind verzweifelt, dass wir Menschen immer schneller die Erde aufheizen. Sie greifen zum Instrument des gewaltfreien zivilen Ungehorsams, weil alle bisherigen Proteste keinen Klimaschutz geschaffen haben”, schwafelt der Klimalobbyist. „Bestens gebildete Menschen”? Hat Fell zuviel CO2 inhaliert?

Zuviel CO2 inhaliert?

Auch seine sonstigen Behauptungen sind so krude wie zusammenhanglos: Jene, die „das jahrzehntelange Versagen im Klimaschutz” zu verantworten hätten – für Fell mit seinen aufgetauten 08/15-Feindbildern sind das „insbesondere konservative Politiker und die Springermedien”  –  würden sich auf die Klimakleberjugend mit „wüsten Beschimpfungen und vollkommen überzogenen Strafandrohungen” stürzen. Dasselbe würden auch protestierende Landwirte kennen: „Straßenblockaden mit Traktoren oder Gülleattacken sind ein Mittel des gewaltfreien Widerstandes.”

Der kleine, aber wesentliche Unterschied: Landwirte protestieren gegen konkrete politische Fehlentscheidungen, die ihre Existenz unmittelbar und akut bedrohen. Klimaaktivisten sabotieren den Verkehr und kritische Infrastruktur unter Verweis auf eine eingebildete, ihnen propagandistisch in die Köpfe gepflanzte hypothetische Bedrohung, die auf grotesk vereinfachten und unvollständigen Modellierungen fußt und zudem alle Züge eines wahnhaften Krisenkultes aufweist. Erstere für die Spinnereien Letzterer einzuspannen, kann nur jemandem einfallen, der diesem Krisenkult blind anheimgefallen ist.

Das übliche Geschwätz vom „Notstand“, der alles rechtfertigt

Die Rechtsfertigungslehre Fells ist dieselbe, mit der uns in den letzten drei Jahren schon arbiträre Gesundheitsschutzmaßnahmen diktatorisch aufs Auge gedrückt wurden: Die Gesellschaft sei angesichts der „Erdüberhitzung” – so der Ex-Grünen-MdB, „in einem Notstand” – und damit ist dann anscheinend alles erlaubt, denn: „ziviler Ungehorsam kann sogar straffrei sein”.

Man kann nur hoffen, dass die meisten deutschen Landwirte den schwachsinnigen Appellen dieses Klimaterror-Sympathisanten nicht Folge leisten werden und ihm bei nächster Gelegenheit die passende Antwort geben – zum Beispiel, indem sie mit der Güllekanone die Straßen von den Blockierern säubern. Damit würden sie der öffentlichen Wertschätzung der Landwirtschaft fraglos einen weitaus größeren Dienst erweisen. (DM)

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