Dieter Bohlen (Bild: IMAGO Bildnummer: 0094772608)

Oh, oh: Dieter Bohlen bleibt dabei: Mit Gewalt schafft man Ukraine-Krieg nicht aus der Welt

Das grenzt an Selbstmord: Dieter Bohlen bleibt bei seiner Einschätzung zum Ukraine-Konflikt. Auch wenn er keinerlei Sympathien für Putin hegt, ist er der tiefen Überzeugung, dass „immer noch mehr Panzer hinzuschicken“, keine Lösung des Konflikts sei.

„Umstritten“ seien Bohlens Aussagen zum Ukraine-Konflikt im letzten Oktober laut dem Mainstreamer n-tv gewesen, als der Poptitan bei einer Veranstaltung bemerkte: „Wenn man die Sanktionen nicht gemacht hätte und man hätte sich vernünftig an einen Tisch gesetzt, dann bräuchten die Leute nicht diesen ganzen Firlefanz machen“, so der sonst reservierte und in politischen Angelegenheit zurückhaltende Juror und Komponist Bohlen. „Jetzt müssen wir frieren, jetzt müssen wir dies und das – das ist doch alles Scheiße.“ Völlig unverständlich nannte es Bohlen, dass man in Kauf nehme, dass Russland das Gas jetzt noch teurer nach Asien verkaufe und der Rubel steigt, während der Euro sinkt und Europa Probleme mit der Inflation habe.

Jetzt legt Bohlen nochmal nach und stellte in einem Interview mit dem Boulevardblatt Stern klar, dass er  keinerlei Sympathien für Putin habe, er aber die Menschen in Russland, wie auch die Menschen in der Ukraine möge. „Ich finde diesen Krieg entsetzlich und die furchtbaren Bilder aus der Ukraine machen mich und meine Familie tief traurig“, so Bohlen. „Aber ich kenne Physik: Druck erzeugt Gegendruck. Mit Gewalt, damit, immer noch mehr Panzer hinzuschicken, schafft man diesen Krieg nicht aus der Welt – nur das meinte ich und nur das wollte ich sagen.“

Er habe „keinerlei Sympathien für Putin“, aber er möge die Menschen in Russland, wie auch die Menschen in der Ukraine. Über seine Beziehung zu Russland sagt er: „Meine Oma kommt aus Königsberg, das jetzt Kaliningrad heißt, und meine Mama kommt da auch her. Ich habe also das Russische ein bisschen in mir eingekreuzt, die Traurigkeit der russischen Seele, diese Melancholie auch.“

Auch seine Generalkritik an den Wohlstandsvernichter in der Regierung erneuerte der hoch erfolgreiche Musikproduzent. Es gebe viele Minister, die keine Ahnung hätten. „Ich wünsche mir zum Beispiel einen Wirtschaftsminister, der Ökonom ist oder zumindest einmal eine Führungsposition in einer Firma innehatte. Stattdessen haben wir Klugschnacker und die sagen uns, was wir machen müssen.“ Immernur höre er, dass man den Gürtel enger schnallen müsse. Aber wenn man an einigen Kreuzungen anders abgebogen wäre, bräuchte niemand den Gürtel enger zu schnallen. „Wenn du eine Firma so führst, wie Deutschland jetzt gerade geführt wird, gehst du pleite.“ (SB)

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