Veggie-Terror (Bild: shutterstock.com/Pressmaster)

Evangelische Heimstiftung zwingt 14.000 Heimbewohner zum woken Veggie-Day

Die Evangelische Heimstiftung betreut rund 14.000 Menschen in landesweit 171 Pflegeeinrichtungen. Weil es kaum etwas devoteres und wokeres in diesem Land gibt, als die Evangelische Kirche, beteiligen sich deren Einrichtung nun am Veggie-Terror und will neuerdings kein Fleisch mehr auf die Teller der Pflegebedürftigen legen. Patientenschützer laufen Sturm.

Wenn es darum geht, sich dem „Zeitgeist“ möglichst devot anzudienen, dann steht die Evangelische Kirche in vorderster Front. Das war bereits unter Hitler so und hat sich auch in den woken Klimahysteriezeiten nicht geändert. Und deshalb hat die Evangelische Heimstiftung – einem der größten Heimbetreiber Baden-Württembergs – nun – um sich für „für Nachhaltigkeit, Gesundheit und Tierwohl einsetzen“ – für 14.000 unter ihrer Obhut befindlichen Menschen entschieden, dass sie einmal pro Woche nur noch Veggie-Kram auf ihre Teller bekommen.

Patientenschützer sind laut dem SWR gegen die selbstherrliche, woke Speiseplan-Initiative nun auf die Barrikaden gegangen: „Aus Sicht der Betroffenen ist es eine Unverschämtheit“, so Sabine Hindrichs, Regionalbeauftragte der Bundesinteressenvertretung für alte und pflegebetroffene Menschen (Biva). Hindrichs betonte angesichts der katastrophalen Infrastruktur und desaströsen finanziellen Lage der  Langzeitpflege, sowie dem massiven Fachkräftemangel ganz andere Probleme der Lösung harren. Auch wenn Klimaschutz und Nachhaltigkeit wichtig seien, sei dies aktuell kein Thema für die Pflegebranche, so die Biva-Beauftragte laut der Stuttgarter Zeitung.

Neben den Sachzwängen werde Hindrichs zufolge die Selbstbestimmung von pflegebedürftigen Menschen erheblich missachtet. „Jeder muss doch eine Wahlfreiheit haben“, so die Forderung. Zwar lässt die Heimstiftung gnädiger Weise an ihrem woken „Grünen Mittwoch“ auch Ausnahmen zu: „Wenn jemand unbedingt seinen Aufschnitt abends haben will, dann machen wir das selbstverständlich möglich“, teilte der Hauptgeschäftsführer des Veggie-Terrorladens mit.

Schrecklich aber wohl mehr als nur nahe an der grauenhaften Pflegeheimrealität: Viele der pflegebedürftigen Menschen würden das „bittere Salatblatt“ schlucken, weil sie froh sind, überhaupt einen Heimplatz zu haben. Außerdem sei es für viele Pflegebedürftige eine zu hohe Hürde, beim Speiseplan extra aktiv werden zu müssen, bemerkt Hindrichs.

Die selbstherrliche Anmaßung der Evangelischen Heimstiftung über die Ernährungsvorlieben seiner Kunden – denn nichts anders sind auch Pflegebedürftige in Pflegeheimen, da sie mit ihren lebenlang sauer verdienten Geld in die gesetzliche Krankenkasse einbezahlt haben und so auch diesen woken Laden am Laufen halten – halten manche Zeitgenossen für richtig.

So Heidrun Baur, die in ihrem Facebook-Kommentar Beifall spendet indem sie schreibt: „Man braucht nicht jeden Tag Fleisch zu essen, das ist vollkommen unnatürlich und unnötig. Man kann doch nichts dagegen haben, dass auch ältere Menschen gesunde Ernährung erhalten!! Es sollte noch mehr fleischlose Tage geben.“

(SB)

 

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