Poller (Bild: Piotr Opoka, shutterstock.com)

Grüne setzen gegen den Willen der Anwohner ihren „Kiezblock“ durch

Die Grünen wollen, dass immer mehr Wohngegenden für den Verkehr nicht mehr erreichbar sind, sondern zu sogenannten „Kiezblöcken“ transformiert werden. Ob die Kiezbewohner das wollen, oder nicht, das interessiert die grünen Gesellschaftsumformer nicht. Arrogant und selbstherrlich wie Grünen nun einmal sind, wird der Kiezmensch einfach nicht gefragt.

Ein Kiezblock ist ein stillgelegtes Wohngebiet. Das städtisches Viertel ist vom Durchgangs­verkehr dauerhaft abgeschnitten. Dies geschieht durch Maßnahmen wie Durchfahrtssperren – sogenannten Pollern, Einbahnstraßen oder Tempolimits wird verhindert, dass Autos- und Lastwagen in den Kiez gelangen können. Nur noch Fahrräder können den Kiez befahren.

Vorangetrieben wird die schöne, weil Autofreie Welt von den Grünen. In ihrer Wahlkampfzeitung (Berlin: „Grün Und Gerecht“) kündigen sie an, dass sie ein „Bündnis für ein ökosoziales Jahrzehnt schmieden“ wollen. Der grüne Traum: „Unsere Wohngebiete sollen nicht durchfahren werden. Mit dem Konzept der Kiezblocks kann dies zukünftig verhindert werden. Lieferungen werden mit Lastenfahrrädern gebündelt. Damit verbessert sich die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Kiez.“

Alle anderen müssen – egal ob die Kiezanwohner sie brauchen – draußen bleiben. Dabei ist es den grünen Welten- und Gesellschaftsumkremplern völlig egal, dass die Müllabfuhr und alle anderen Entsorger oder die Pflegedienste, die Handwerker, die Lebensmittel- und Arzneilieferanten, die Paketzusteller, Polizei und Feuerwehr usw. durch die grünen Kiezblocks erhebliche Umwege aufgezwungen erden. Der Wirtschaftsverkehr komme „nicht mehr pünktlich ins Ziel“, gibt die Industrie- und Handelskammer zu bedenken.

Noch egaler ist es den Grünen die Meinung jener, die sie zu beglücken suchen, nämlich die Kiezbewohner. Die werden erst gar nicht gefragt. Wie die BZ berichtet, ist das Eche der Anwohner mehr als nur „gemischt“.  Im Bellermannkiez (Gesundbrunnen) wurden auf Betreiben der grünen Stadträtin von Mitte, Almut Neumann, bereits zwei von vier Kreuzungen gesperrt. Anwohner, die auf ihr Auto angewiesen sind, sind massiv darüber verärgert. Wie die BZ berichtet, sammelte die oppositionelle CDU im Graefekiez (Kreuzberg) auf Anhieb 1600 Unterschriften von Kiezblock-Gegnern, um eine Anhörung zu erzwingen, die das grün geführte Bezirksamt nicht eingeplant hatte.

Wie sehr den Grünen die Meinung der Bürger am grünen Hintern vorbei geht, zeigt die Tatsache, dass die Grünen sich dafür feiern, 26 Wohngegenden mit Kiezblocks bereits still gelegt zu haben. 64 sollen es werden. Nirgends ist eine Beteiligung der Anwohner geplant.

Tatkräftig unterstützt werden die Grünen vom Klimakrisenprofiteur, dem Verein Changing Cities e.V. Der sich um den Verstand gendernde Internetauftritt zeigt, wohin die grünen Reise geht. Die grüne Vorfeldorganisation hatte bereits die Pläne für die Stilllegung der Friedrichstraße ausarbeitete, die sich dann aber als rechtswidrig erwiesen hatten. Die Grünen wären aber nicht die Grünen, wenn sie sich an Urteile halten würden, die ihnen nicht in den grünen Kram passen. Ab dem 1. Januar sollen in der Friedrichsstraße Fahrräder, E-Roller, Lastenräder und Motorräder kostenlos auf Autostellplätzen geparkt werden können. In der Begründung dafür heißt es, die generelle Befreiung von der Parkgebührenpflicht sei vorgesehen, „um die Nutzerinnen dieser Fahrzeugarten zu einer verstärkten Inanspruchnahme dieser Verkehrsflächen zu animieren. So wird die Freihaltung der Fußverkehrsflächen als geschützte Räume für die schwächsten Verkehrsteilnehmerinnen unterstützt und die Verkehrssicherheit auf Fußverkehrsflächen erhöht“. (SB)

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