Bewohner der "smarten" urbanen Zukunft beim zugestandenen Freigang (Symbolbild:Imago)

Der Klima-Lockdown kann kommen: Mönchengladbach feiert sich schon als „15-Minuten-Stadt“

Die Welt der Zukunft, die sich die globalistischen Neufeudalisten und erlauchten Moral-Brahmanen auf  ihren Konferenzen wie derzeit in Davos erträumen, ist recht simpel erklärt: Eine Weltbevölkerung von Arbeits- und Konsumdrohnen eingepfercht wie Ölsardinen in „smarten” kombinierten Wohn- und Arbeitseinheiten, klima- und energieneutral, mit eingeschränktem Bewegungsradius. Homeschooling und Homeoffice für alle. Versorgung nur „wohnortnah“, idealerweise ohne jede Notwendigkeit, sich überhaupt noch wegzubewegen, was Mobilität und erstrecht Reisen gänzlich überflüssig macht. Virtuelle Realitäten sind ein hinreichender Ersatz für Urlaub, so wie Insektenpulver und in Vertical Farming gezogenes, mit der eigenen Scheiße gedüngtes Algengemüse im Selbstanbau Ersatz für traditionelle Lebensmittel sind. Das, was extern benötigt wird, wird flugrobotisch heimgeliefert, von Heizenergie über Strom bis Atemluft ist alles rationiert. Bargeld braucht es in dieser Welt nicht mehr: Wieviel von was konsumiert wird, reguliert der Staat.

Belohnungen gibt es für jene, die die „empfohlenen” Medien konsumieren, die ihre ökologischen „Fußabdrücke“ noch weiter drücken und sich in Verzicht üben. Verdächtigte Freigeister, Unsolidarische und Maßlose kriegen Punktabzug. Das Haus muss nur noch für Arztbesuche und zum Impfen verlassen werden – eine Art Dauer-Lockdown kombiniert mit permanentem Klima- und Sozialkreditsystem. So reichen die Ressourcen des Planeten dann auch für 30 Milliarden Menschen, die „klimagerecht” und „nachhaltig“ vegetieren dürfen, bis sie selbst irgendwann rückstandsfrei recyclet werden. Lebensqualität wird sowieso überbewertet, und alles ist ausgerichtet nach marxistischer Zweckmäßigkeit („jeder nach seinen Bedürfnissen, jeder nach seinen Fähigkeiten“).

Werkzeuge der Agenda

Allein auf die Elite von Technokraten, Visionären, Nachhaltigkeits-Oligarchen und Polit-Autokraten, die diese schöne neue Welt ersonnen haben, finden  diese Beschränkungen des Pöbels freilich keine Anwendung. Im Dienst der richtigen Sache wäre ihnen Verzicht nicht zuzumuten, weshalb für sie in ihrem selbstlosen Wirken andere – nämlich keine – Regeln gelten. Sie selbst und ihr Lifestyle sind viel zu systemrelevant und wichtig, um sich CO2-Budgets zu unterwerfen, auf Individualreisen und Luxus zu verzichten. Auf den von Autos, die sich keiner mehr leisten kann, befreiten Straßen der Zukunft rollen ihre Luxusschlitten noch sanfter und ihre Privatjets können – dank zum Erliegen gebrachtem Linienflugverkehr – die Lüfte noch kühner durchschneiden.

Wer das für ein paranoides Szenario hält, der hat sich noch nicht mit den politischen Umsetzungsplänen zu den UN-Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 beschäftigt und dem, was unter Nr. 11 der Sustainable Development Goals kurz „#SDG11”, als „Smart City“ definiert ist. Bei diesen Vorgaben handelt es sich – wie bei fast allem, was von demokratisch nicht legitimierten supranationalen Gremien (und souffliert von internationalen Lobbyisten und NGO’s) als „Entwicklungsziel“ vorformuliert wird – nicht etwa um eine Empfehlung oder unverbindliche Absichtserklärung, sondern um informelle Richtlinien, an denen sich die Regierungen und Legislativen fast aller westlichen Staaten in zunehmendem Maße orientieren und zunehmend versuchen, sie in nationale Gesetze zu gießen. Die demokratische Willensbildung erfolgt nicht mehr von unten nach oben innerhalb der Gesellschaften, sondern von außen: Eliten richten sich ihre politischen Handlanger ab und machen sie zu Werkzeugen ihrer Agenda.

So ist es überhaupt kein Wunder, dass auch deutsche Kommunen längst in eine Art unkritischen Wettbewerb darüber getreten sind, diese gruselig-dystopischen Ziele umzusetzen und das, was eine brandgefährliche und fortschreitende Beschränkung individueller Lebensmodelle der Bürger bedeutet, umzudichten zum „smarten“, „klimagerechten“ und „regenerativen“ Ideal der „Stadt von morgen“, der „Stadt der kurzen Wege”. Mit entsprechenden Teilverwirklichungen prahlen bereits die ersten deutschen Großstädte.

Mobilität und Freizügigkeit sind klima-asozial

So brüstete sich der SPD-Oberbürgermeister der 260.000-Einwohner-Stadt Mönchengladbach, Felix Heinrichs, jetzt damit, dass seine Kommune schon heute das Prädikat „15-Minuten-Stadt” verdiene. In der gestrigen Sitzung des Stadtteilparlaments Mönchengladbach-Ostam, über die ein Teilnehmer in den sozialen Medien berichtete, hob Heinrichs diese „stolze Leistung” seiner Stadt hervor und sagte wörtlich: „Was sich Paris wünscht, nämlich die 15-Minuten-Stadt, ist in Mönchengladbach bereits umgesetzt. Alles, was man braucht, lässt sich hier in einem 15-Minuten-Radius erledigen.“ Das größere Ziel wird hier bereits erkennbar: Die eigenen vier Wände braucht man irgendwann gar nicht mehr zu verlassen und soll es auch nicht – denn heldenhaftes Zuhausebleiben ist am nachhaltigsten und klimaneutralsten. Autos sind in dieser Zukunft natürlich überflüssig und Reisen darf dereinst sowieso keiner mehr (oder er kann es sich nicht leisten).

Und an was erinnert dieses nicht nur in Mönchengladbach beschworene Primat der kurzen Wege, der „regionalen” Vor-Ort-Versorgung, des Ideals, sich möglichst gar nicht mehr vom Wohnort zu entfernen? Natürlich an den Lockdown, der im Kontext Corona bereits hinlänglich erprobt wurde und uns früher oder später unter dem Vorwand des Klimaschutzes erneut blühen wird. Längst denken vor allem die Grünen ganz unverhohlen über solche Klima-Lockdowns nach (siehe hier oder hier), und sei es nur, um die Folgen der von ihnen selbst planvoll herbeigeführten Energiekrise zu bewältigen. Dazu passt wie die Faust aufs Auge, dass immer mehr deutsche Kommunen bereits den „Klima-Notstand“ beschlossen haben, der an die Generalprobe des „pandemischen Notstands“ auch administrativ nahtlos anknüpft. In Mönchengladbach wurde der „Klima-Notstand” übrigens bereits 2020 ausgerufen… (DM)

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