Satire oder Realität? - Screenshot Facebook

Dekadent, postdemokratisch, brandgefährlich: Die politisch-ideologischen Geheimzirkel von Davos

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos läuft ganz so, wie man es sich erwartet hat. Mit der Gates-Stiftung und den beide Klimasektenführerinnen Greta Thunberg und Luisa Neubauer waren einige der üblichen Verdächtigen dabei. Auch die Gattin des ukrainischen Präsidenten, Olena Selenska, trat hier auf – ihr Mann ließ sich in einem seiner Videoauftritte zuschalten und hatte, wie immer, vor allem Kritik und immer neue Forderungen gegenüber den Ländern vorzubringen, die sich bis hin zur Selbstaufgabe an die Ukraine gekettet haben.

Insofern also nichts Neues: Einmal mehr maßen sich Wirtschaftsbosse, Politiker, „Aktivisten“ und andere Wichtigtuer an, der Welt zu erklären, was ihre Probleme sind und wie sie zu lösen sind. Reiche und Mächtige predigen Durchschnittsmenschen Verzicht, um die Welt zu retten und amüsieren sich zwischendurch in den Luxusressorts, die sie währenddessen bewohnen, mit einer rekordverdächtigen Zahl von Edel-Prostituierten, um sich von der Weltretterei zu erholen. Damit die frohe Botschaft auch im Sinne der Veranstalter verbreitet wird, waren auch handverlesene Journalisten eingeladen, die sich die Teilnahme zuvor durch ihre unterwürfige Pseudoberichterstattung über das WEF verdient hatten.

„Trends lanciert und Papiere verabschiedet, die irgendwann zu Gesetzen werden”

Allerdings wächst auch in den Mainstream-Medien langsam die Abneigung an der immer unerträglicheren Selbstinszenierung des Davoser Zirkus. So gab nun etwa die „Berliner Zeitung” dem „Handelsblatt”-Journalisten und WEF-Kritiker Norbert Häring breiten Raum, um seine Kritik zu äußern. Die Bedeutung der Veranstaltung liege „irgendwo zwischen groß und riesig“, zürnt Häring. Das WEF habe „durchaus den Anspruch, die Rolle einer Weltregierung zu spielen“. Als anerkannte internationale Organisation sei es steuerbefreit, vertrete bei der UNO die Interessen der Konzerne, die WEF-Leute hätten Diplomatenstatus. Es würden Trends lanciert und Papiere verabschiedet, die oft irgendwann zu Gesetzen werden würden. Dadurch würden die Verfassungen der Länder ausgehebelt. Die fast überall auf der Welt einheitliche Corona-Politik sei auch auf das Wirken des WEF zurückzuführen, erklärt Häring.

Die Floskeln, die sie verwenden, sind das Instrument der Geheimhaltung: Sie sagen nicht ,Bargeldabschaffung‘, sondern ,finanzielle Inklusion‘. Oder sie verwenden für jede Maßnahme, die die Grundrechte einschränkt, Worte wie ,verantwortungsvoll‘. Damit wird verniedlicht, was sich am Ende als brutaler Eingriff in das Leben der Menschen erweisen kann“. Jede Kritik werde als Verschwörungstheorie gebrandmarkt. Das WEF werde von einigen US-Großkonzernen dominiert, „deren Börsenwert so groß ist wie der gesamte europäische Aktienmarkt“.

Elitenherrschaft der schlechtesten Sorte

Diese würden auch die Organisationen der UNO zu weiten Teilen finanzieren, die wiederum die Leitlinien der globalen Politik vorgebe. Es sei, so Häring, „lächerlich zu behaupten, dass die Konzerne die Welt im Sinne der Bevölkerungsmehrheit verbessern wollen“. Die IT-Konzerne zum Beispiel wollten „dank ihrer Macht auf jeder Stufe der Wertschöpfung ihren Wegzoll erheben“.

Allerdings sei die zunehmende Polarisierung der Welt eine Entwicklung, die es schwierig mache, den „globalistischen Schein“ aufrechtzuerhalten. Die USA würden ihren weltweiten Führungsstatus zunehmend einbüßen, auch der Dollar sei als Leitwährung in Gefahr. „Wir laufen ganz klar auf eine bipolare Welt zu, auf der einen Seite der Westen unter Führung der Amerikaner, auf der anderen Seite China und Teile des globalen Süden“, diagnostiziert er. Damit bestätigt sich, was viele seit Jahren kritisieren. So absurd dieser Jahrmarkt der Eitelkeiten auch ist, so gefährlich ist er auch. Seine Forderungen zerstören Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Souveränität ganzer Länder, um die Agenda von Konzernen durchzusetzen, als deren willfährige Helfer überforderte und opportunistische Politiker fungieren. am besten brachte es der damalige deutsche Bundesinnenminister Horst Seehofer bereits 2011 auf den Punkt: „Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden“. (TPL)

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