Bald auf dem Ku'damm zu bewundern (Foto: anmbph/Shutterstock)

Panzer sind rollende Särge

In Karikaturen wird manchmal spöttisch dargestellt, wie Reiter mit ihren Säbeln und unter Hurra-Geschrei gegen feindliche Stellungen anrennen und mit Maschinengewehren unter Beschuss genommen werden.

Von Meinrad Müller

Selbstmord geht einfacher. Und billiger. Panzer sind Dinosaurier aus einer anderen Zeit, die von kleinen Drohnen wie Fliegen abgeschossen werden können. Tausende von Videos zeigen, wie technologisch hoch entwickelte Drohnen der Marke Bayaktar aus der Türkei mit Laser-Präzision Panzer knacken, wie unsereins mit dem Luftgewehr an der Kirmes-Schießbude die kleinen Keramikröllchen.

Den Krieg zwischen Aserbaidschan und Armenien entschieden Drohnen. Doch was sich für uns wie in einem Computerspiel anfühlt, war in Wirklichkeit sehr real. Die Stahlkolosse, schwerfällig wie Dinosaurier, präsentierten sich wie aufgereihte Schießbudenfiguren. Sie wurden abgeschossen wie Hasen auf einer Lichtung.

Eine YouTube-Suche nach Bayaktar, so der Name der türkischen Drohne, zeigt traurige und beeindruckende Bilder. Panzer, die von Drohnen aus großer Höhe buchstäblich pulverisiert werden. Und die meist jungen Soldaten auf den Panzern gleich mit. Die Erkennungsmarken der Soldaten aus Blech sind danach nicht mehr mit den Teilen der Leichen in Verbindung zu bringen.

Quelle:

https://www.youtube.com/watch?v=-RiuxFGUQiQ

Panzer, ein großes Geschäft

Während die „Wunderwaffe“ Leopard II rund 7 Millionen Euro kostet, sind Drohnen wesentlich billiger zu haben. Außerdem sind sie „nachhaltig“. Sie gehen beim Angriff (je nach Bauart) nicht kaputt, sondern fliegen zurück zum Flughafen und werden erneut mit todbringenden Laser gelenkten Bomben bestückt.

Für die Waffenhersteller ist ein langer Krieg ein lohnendes Geschäft, denn die Kunden sind die Staaten. Der Aktienkurs der Panzerschmiede Rheinmetall stieg vom 30.12.2021von 83,06 Euro auf heute 229,70 Euro. Bezahlt werden die Waffen am Ende mit dem Geld von uns Steuerzahlern. Die Bevölkerung verarmt und die Aktionäre der Rüstungskonzerne reiben sich die Hände. Den Volkswirtschaften wird Kapital entzogen, das an anderer Stelle im eigenen Land dringend gebraucht würde. Für die Sanierung maroder Schulen und Brücken zum Beispiel.

Kriegspropaganda überall

Nach Jahrzehnten des „Nie wieder“ will es eine neue Generation, die die Schrecken des Krieges nicht am eigenen Leib erfahren hat, wissen. Millionen militärischer Killerspiele am Computer haben eine Generation heranwachsen lassen, die heute glaubt, auf dem Schlachtfeld zu sterben sei so einfach wie zu Hause vor dem PC mit einer Tüte Chips in der Hand.

Deutschland wird wieder in die Falle gelockt, denn die Volksempfänger von heute sind bunter, schriller und noch gefährlicher. Wir werden alle Opfer sein. Nein, den „totalen Krieg“ wollen wir nicht noch einmal. Dem Gebrüll dieser Kriegshetzer in den Medien wollen nicht folgen.

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