Foto: Bundeswehr-Helme (über dts Nachrichtenagentur)

Ukraine-Krieg: Kaum einer will noch an die Ostfront

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Das wird Selenskij aber mächtig ärgern:

Die Zahl der Bewerber bei der Bundeswehr ist “tendenziell rückläufig”. Das teilte eine Sprecherin der Bundeswehr in Köln dem “Redaktionsnetzwerk Deutschland” (Freitagausgaben) mit. Dort hat das zuständige Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr seinen Sitz.

“Im Zuge des Ukrainekrieges erfuhr die Bundeswehr eine gesteigerte öffentliche Wahrnehmung und kurzfristig auch ein erhöhtes Interesse”, sagte die Sprecherin. “So konnten wir im März 2022 einen kurzfristigen Anstieg bei den Erstberatungen in unseren bundesweit 99 Karriereberatungsbüros verzeichnen. Aber schon ab dem Folgemonat April lagen die Zahlen wieder auf dem durchschnittlichen Vorkriegs-Niveau von etwa 7.000 Erstberatungen pro Monat – wobei der Anteil an Frauen durchweg bei rund 20 Prozent lag.”

Die Bundeswehr-Sprecherin fügte hinzu: “Die Bewerbungszahlen für den Dienst in der Bundeswehr sind tendenziell rückläufig.” Dies sei unter anderem auf die immer spürbarer werdenden Auswirkungen der demografischen und gesellschaftlichen Veränderungen zurückzuführen. Dazu zählten sinkende Schüler- und Studienabsolventenzahlen, wachsender Bedarf an Kompetenzen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik sowie die nachlassende körperliche Leistungsfähigkeiten Jugendlicher.

Im Durchschnitt bewerben sich nach den Angaben pro Jahr zirka 44.000 Männer und Frauen für den militärischen Dienst in der Bundeswehr – rund drei Viertel davon als Zeitsoldaten und ein Viertel für den Freiwilligen Wehrdienst. Von diesen 44.000 Bewerbern stellt die Bundeswehr demnach jährlich zirka 19.000 Soldaten ein.

Vielleicht könnte man die Bundeswehr ja mit Flüchtlingen aus der Ukraine oder den vielen anderen Ländern aufstocken. Sind ja viele junge, kräftige Männer dabei, die bestimmt arbeiten und sich irgendwie dankbar zeigen wollen. (Mit Material von dts)