Boris Rhein (Bild: shutterstock.com/Anja Goldstein)

Aber klar doch: Hessens Ministerpräsident Rhein sieht keinen Zusammenhang von Messerattacken und Migration

Hessens Ministerpräsident Rhein sieht keinerlei Zusammenhang zwischen Migration und Messerangriffe und Sexverbrechen. Das habe mit Zuwanderung aus der afrikanischen und muslimischen nichts, aber gar nichts zu tun. Selten so gelacht.

„Ich würde das Thema Messerattacken und Sexualdelikte nicht mit dem Thema Zuwanderung und Migration vermischen. Ich glaube, dass es auch gefährlich wäre, einen solchen Zusammenhang herzustellen“, so Hessens CDU-Kasper und aktuell amtierender Ministerpräsident Boris Rhein gegenüber der Bild-Zeitung. Rhein scheint es indes viel, viel wichtiger zu sein, vor “Konsequenzen, die daraus entstehen könnten”, wenn jemand die Wahrheit benennt, zu “warnen”: „Wir sollten nichts Wegschweigen, sondern wir sollten sehr klar über die Situation sprechen. Denn alles andere wird natürlich ein Konjunkturprogramm für radikale Parteien sein.“

AfD-Chefin Alice Weidel wirft dem Verharmloser Rhein für dessen Aussagen kompletten Realitätsverlust vor. Auf Twitter erinnert die AfD-Politikerin daran, dass es Rheins Partei, die CDU war, „die 2015 die Grenzen für die Täter von heute geöffnet hat, und die die Voraussetzungen für die Migrationspolitik der Ampel schuf“.

Eine Kleine Anfrage der AfD zeigt indes auf, wie falsch Gestalten wie Rhein liegen. März 2022, dass der Anteil ausländischer Sexualstraftäter seit Jahren massiv ansteigt. So wuchs bei Vergewaltigungen deren Anteil zwischen 2000 und 2020 von 35 Prozent auf 42,44 Prozent, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf benannte Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervorgeht. Bei den mutmaßlichen Tätern handelt es sich demnach zumeist um Türken, Afghanen und Syrer.

Für gemeinschaftlich begangenen Vergewaltigungen lagen dem Statistischem Bundesamt nur für den Zeitraum von 2009 bis 2020 Zahlen vor. Auch in diesen Jahren wuchs der Anteil nichtdeutscher Verdächtiger von 29,55 Prozent auf 41,18 Prozent.

Bei Fällen von sexueller Nötigung verzeichnet die Statistik innerhalb von 20 Jahren einen Anstieg von 35 Prozent auf 50 Prozent. Zugleich sank die Zahl der Fälle von 302 auf 228. Dabei stellten türkische Staatsangehörige die Hauptgruppe der Verdächtigen, gefolgt von Afghanen und Syrern.  (SB)

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