Vom Kultsänger zum System-Hampelmann: Herbert Grönemeyer (Foto:Imago)

Woke-Rentner Grönemeyer propagiert mal wieder das Gendern

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Er hat es schon wieder getan: Mit knapp 67  Jahren und als einer der erfolgreichsten deutschen Sänger aller Zeiten ist von  Herbert Grönemeyers einstiger Freigeistigkeit und rebellischen Unangepasstheit nichts mehr übrig geblieben. Der Barde tappt jedem Zeitgeistschwachsinn nach und meint dabei, besonders progressiv zu sein, obwohl er immer mehr zur Mutter aller Haltungskonformisten verkommt. So scheint er vor allem zunehmend darauf erpicht, sich als wokes Gewissen der Nation zu etablieren. Erst kürzlich hatte er sich in diese Richtung geäußert – und jetzt sprach er sich erneut vehement für das Gendern aus. Die Aufregung darum könne er “nicht verstehen”.

Der Einsatz für mehr Frauenrechte erfordere die Notwendigkeit auch für umstrittene sprachliche Veränderungen, meinte er. Gendern halte er für „absolut richtig und wichtig, weil wir überhaupt erst mal begreifen, wie unsichtbar viele sind“, teilte er angesichts des Erscheinens seines neuesten Albums in der vergangenen Woche mit. „Das Aufbegehren der Frauen im Iran, Afghanistan und überhaupt weltweit seit einigen Jahren schüttelt uns andere richtig durch und ist wichtig: Wir erkennen enorme Kraft, eine bedingungslose Radikalität für weibliche und humanistische Themen und den Kampf für echte Freiheit, und es wird Zeit, dass die überall gesehen wird und Dinge sich nachhaltig ändern“, faselte er weiter. „Dafür braucht es auch das Gendern, denn es geht um alle Menschen, nicht nur die klar männlichen.“ Doch selbst damit ließ er es nicht bewenden: „Das mag mal ein bisschen komplex sein und holprig, aber das schmerzt ja nicht. Durch dieses Holpern werden uns Dinge bewusst gemacht, mit denen wir uns auseinandersetzen müssen.“

Wohlstandsverwahrlostes Geschwätz

Dieses gruselige Geschwätz eines einstigen BRD-Künstlerhelden ist an peinlicher Geschmacklosigkeit nicht zu überbieten. Dass jemand, der seine gesamte Karriere und sein Millionenvermögen allein seinem Umgang mit der deutschen Sprache verdankt, deren Vergewaltigung und Sinnentstellung durch das Gendern befürwortet, ist befremdlich genug. Dass er sich nicht schämt, den Kampf der Frauen im Iran oder Afghanistan um ihre Freiheit und ihr Leben heranzuziehen, um diese Kopfgeburt akademischer Pseudoeliten zu rechtfertigen, ist schier unerträglich. Es nützt Frauen, die tatsächlich bedroht sind, kein bisschen, wenn wohlstandsverwahrloste Dummköpfe im Westen meinen, ihre Landessprache ruinieren zu müssen, weil sie meinen, damit imaginäre Probleme zu lösen.

Dass Grönemeyer meint, auf diesen Zug aufspringen zu müssen, ist nur noch peinlich. Er reiht sich damit in die viel zu lange Riege deutscher „Kulturschaffender“ ein, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, ihr Publikum nicht nur zu unterhalten, sondern auch noch bevormunden zu müssen. In ihrer lächerlichen Selbstüberschätzung maßen sie sich an, den Menschen vorschreiben zu wollen, was sie zu denken haben und bilden sich offenbar auch noch ernsthaft ein, diese würden nur auf solche Belehrungen warten. Grönemeyer hat sich bereits während der Corona-Krise bereitwillig zum Lakaien der Impfpropaganda  gemacht. Und erst diesen Monat ließ er seinen 1984er-Hit „Männer“ von einem Mitarbeiter des ARD-Skandalsenders RBB anlässlich des Weltfrauentag in “Frauen” umformulieren, um sich abermals beim Establishment anzubiedern.

Anstatt ganz einfach Distanz zur Politik zu wahren und sein Publikum in Ruhe zu lassen, wirft er sich immer mehr zum moralischen Richter auf und spaltet, was die Kanäle hergeben. Die Folge: Viele einzige Fans können sich schlicht keine Grönemeyersongs mehr unbefangen anhören, zumal sie sich von ihm selbst angefeindet und ausgegrenzt fühlen. Leider hat er damit schon jetzt sein künstlerisches Vermächtnis kompromittiert, wenn nicht gar sein Lebenswerk zerstört. (DM)