Foto: Sahra Wagenknecht auf Demo am 25.02.2023 (über dts Nachrichtenagentur)

Linke setzt Wagenknecht die Pistole auf die Brust

Berlin – Das klingt doch verdammt nach Rauswurf: Linken-Parteichef Martin Schirdewan hat von der ehemaligen Co-Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Sahra Wagenknecht, eine schnelle Entscheidung über ihre politische Zukunft in der Linken gefordert. Schirdewan sagte der “Rheinischen Post” und dem Bonner “General-Anzeiger” (Samstagausgaben): “Sahra Wagenknecht kokettiert jetzt seit mehr als einem halben Jahr damit, eine eigene Partei zu gründen. Sie muss sich entscheiden.”

Die Idee zu einer Parteineugründung schade der Linken, so Schirdewan. “Das Schüren von Spekulationen muss einfach aufhören.” Wer wie Wagenknecht immer neue Unruhe schaffe, verhalte sich “einfach respektlos gegenüber der Partei”.

Schirdewan sprach sich dann aber auch gleichzeitig für eine neue Form des Umgangs in der seit Jahren zerstrittenen Partei aus. “Wir brauchen eine neue Kultur des Miteinanders in der Linken. Mehr gemeinsam und nicht gegeneinander.”

Ja, wie denn nun? Ein friedliches Miteinander bei den Linken geht nur ohne Wagenknecht und den anderen Querulanten. Aber Schirdewan hat natürlich recht. Frau Wagenknecht sollte sich tatsächlich mal entscheiden. So eine neue Partei an den Start zu bringen, braucht seine Zeit – und die vielen Nichtwähler warten – zumindest die Kommunisten unter den Nichtwählern. (Mit Material von dts)

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