Dunja Hayali (Bild: shutterstock.com/Von Markus Wissmann)
Dunja Hayali (Bild: shutterstock.com/Von Markus Wissmann)

Ist “Tod Israel” für Dunja Hayali eine zulässige Meinungsäußerung?

Unerträgliche Relativierung durch die ÖRR-Vorzeige-“Multikulti”-Aushängematrone Dunya Hayali: Auf Twitter versuchte die linke “Haltungs- und Spaltungsexpertin” kaum verhohlen, die judenfeindlichen Ausfälle bei der antisemitischen Palästinenser-Kundgebung in Berlin von Ostersamstag zynisch zu relativieren.

Triumphierend darüber, dass die Polizei laut “Deutscher Presseagentur” zu den genauen Parolen, die gerufen wurden, nichts sagen konnte oder wollte, schrieb Hayali: “so, erste frage dank dpa geklärt. bleibt abzuwarten, ob das gerufene mit blick auf die meinungsfreiheit auszuhalten ist, oder doch schon unter Volksverhetzung fällt. “Tod Israel” ist zb ein unterschied zu “Tod den Jdn*… also abwarten.” Hier der Tweet im Wortlaut:

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(Screenshot:Twitter)

Was die Moderatorin damit offenbar allen Ernstes sagen will: “Tod Israel” ist für sie harmloser und möglicherweise sogar von der Meinungsfreiheit gedeckt, während nur “Tod den Juden” zu weit geht. Dass beides Volksverhetzung ist und somit strafbar – zumal vor dem Hintergrund, dass die Bundesrepublik die Sicherheit Israels seit jeher zum unbedingten Staatsinteresse und -ziel erklärt hat -, scheint für Hayali nicht zu zählen. Ihr moralischer Relativismus lässt einmal mehr tief blicken. Dass es Ohren- und Augenzeugen gab, die die “Tod den Juden”-Parolen selbst hörten, ist da Nebensache.

Interessanterweise chiffriert sie außerdem das Wort “Juden” – weil sie womöglich Angst hat, durch plattformimmanente Algorithmen oder Suchmaschinen in  einschlägigen Hashtags zu landen, die ihrer linksradikalen Posse missfallen könnten? Oder meint sie womöglich, der Begriff “Jude” sei, wie das Wort “Neger”, inzwischen selbst schon ein Schimpfwort und müsse daher verfremdet werden???)

Abstoßend und obszön

Geradezu abstoßend und obszön sind Hayalis zynische Infragestellungen nicht nur, weil es ihr offensichtlich darum geht, die widerlichen – in zahllosen Bildern und Videos festgehaltenen – Szenen bei der Kundgebung von Samstag zu verharmlosen und damit offenbar die Täter vor ungerechtfertigten Vorwürfen in Schutz zu nehmen… nach dem Motto: Das geht natürlich alles gar nicht, aber “Tod Israel” könnte ja noch Meinungsfreiheit sein, wer weiß? Sondern sie kann es augenscheinlich, wie alle Linken vor allem im ÖRR, nicht ertragen, wenn der Antisemitismusvorwurf, den sie und ihresgleichen exklusiv für biodeutsche, rechtsextreme einheimische Täter reserviert haben, auf ihre ewige Schutzklientel der angeblich dauerunterdrückten Muslime (gerne variiert als Araber/Türken/Palästinenser usw. usf.) bezogen wird. Was Judenhass ist, darüber bestimmen in Deutschland bekanntlich ausschließlich die linken Gralshüter der historischen Deutungshoheit, die dann auch für sich in Anspruch nehmen, genau zu differenzieren, was “erlaubte Israelkritik” ist und was Antisemitismus.

Übrigens ermittelt die Polizei bislang gerade einmal in einem konkreten Fall wegen der Demo – obwohl das, was alleine schon in den Videos zu sehen ist, sprachlos macht und von einer beispiellosen Hetze zeugt. Diese – aus Sicht mancher Kritiker an faktische Strafvereitelung im Amt grenzende – Untätigkeit deckt sich mit der dreisten Passivität der Polizei, die “keinen Anlass” für die Auflösung der Hass-Demo sah. Und da viele der Teilnehmer vermutlich “Passdeutsche” sind, werden wir die Vorfälle am Ende wiederfinden in der Statistik angeblicher deutscher, rechtsextremer antisemitischer Übergriffe. Dann ist auch Dunya Hayalis Weltbild wieder in Ordnung. (DM)

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