Michael Kretschmer (Bild: shutterstock.com/ Von Matthias Wehnert)
Michael Kretschmer (Bild: shutterstock.com/ Von Matthias Wehnert)

Wie verlogen: Michael Kretschmer plötzlich für Atomkraftwerke

Sachsens CDU-Ministerpräsident Michael Kretschmer ist plötzlich gegen die Abschaltung unserer Atomkraftwerke? Wie verlogen diese Wendehalsaktion ist, zeigt ein Blick zurück.

“Die Energiepolitik der Bundesregierung ist kurzsichtig, die von der Ampel geplante Abschaltung der Atomkraftwerke grundverkehrt”, lärmt Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer noch am Dienstag durch die Medien. Es könne nicht richtig sein, in der jetzigen Situation das Angebot ohne Not zu verknappen, so der CDU-Politiker, kurz bevor der grün-linke Irrsinn am kommenden Samstag eine weitere Schneise in die Energieversorgung dieses Landes schlägt und die verbleibenden drei Atomkraftwerke vom Netz gehen.

Der CDU-Funktionär gibt den Energieversorgungsretter indem er in Qualitätsmedien wie der Zeit anmahnt, dass eine stabile und auch bezahlbare Energieversorgung nicht nur für die heimische Volkswirtschaft entscheidend sei, sondern auch für den Erhalt von Arbeitsplätzen. Energie dürfe in einem Industrieland wie Deutschland kein knappes Gut sein. Um vom Ausland unabhängiger zu werden, müsse die Atomkraft in Deutschland weiterlaufen. Hört, hört! Soweit so richtig. Und so verlogen!

Denn: Einmal mehr setzt Kretschmer drauf, dass die Bürger – wie bei seinem Corona-Terror samt Impfdruck, wie bei dem devoten Mittragen von Merkels Massenmigrationswahnsinn – vergessen. Denn Michael Kretschmer war einer jener CDU-Gesellen, die 2011 im Bundestag FÜR den Atomausstieg und die grüne Energiewende stimmte – https://bit.ly/3zSITrq – und somit das Debakel damit eingeleitete.

 

mk

Und Kretschmer ist es auch, der heute weiter mit den Grünen regiert und genau diese Politik salonfähig macht, allen oberflächlichen Distanzierungen zum Trotz.

Auch der sächsische Handwerkstag äußerte nun – kurz bevor die grünen Deindustrialisierer einen weiteren Haken hinter ihren Deutschlandvernichtungsplan setzen können – “Zweifel” am geplanten AKW-Aus. “Das ist eine Entscheidung, die eigentlich nochmals gründlich überdacht werden sollte”, sagte Handwerkspräsident Jörg Dittrich. Er stelle sich die Frage, ob es sich Deutschland angesichts der Energiekrise wirklich leisten könne, fortan auf Atomkraft zu verzichten – statt diese in Reserve zu belassen. Was, verdammt noch einmal, haben Gestalten wie Dittrich die letzten Jahre so gemacht? Im Dauerschlaf verweilt um jetzt – kurz vor Zwölf – aufzuwachen und herumzuheulen? Viel verlogener und unehrlicher könnte Politik kaum sein. (SB)

 

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