Martin Dulig (© SMWA/Ronald Bonß)

Sachsens SPD-Vize-Chefs Auslandsreisen kosten den Steuerzahler ein Vermögen

Was das Herumtingeln auf der Welt so kostet, das kümmert Sachsens Regierungsmitglieder einen feuchten Kehricht, werden die Rechnungen doch vom dumm-doofen Steuerzahler ohne zu murren beglichen. Besonderes exklusiv reiste im vergangenen Jahr SPD-Genosse und Vize-Ministerpräsident Martin Dulig und sein Anhang durch die Gegend.

58 Auslandsreisen sollen es im vergangenen Jahr gewesen sein, die Sachsens schwarz-rot-grüne Regierungsmitglieder auf Steuerzahlerkosten angetreten waren. Die Kosten dafür betrugen laut Staatskanzlei satte 442 876,65 Euro – für alle elf Minister und den Herrn Ministerpräsidenten Michael Kretschmer zusammen. Das ergabe einen Anfrage der Linken.

In ganz besonderem Maße labte sich der Genosse Vize-Ministerpräsident Martin Dulig am steuerfinanzierten Reisevergnügen. Am liebsten via Flugzeug bereiste der SPD-Funktionär auf dem Posten des sächsischen Wirtschaftsministers die schönen Orte dieser Welt. Kostenpunkt allein 2022: 228 715,63 Euro – mehr als die Hälfte der Reiseausgaben der gesamten Regierung im vergangenen Jahr.

Ganz besonders exklusiv sein in Kanada vom 25. September bis 2. Oktober 2022: Schlappe 144 598,38 Euro kostete der Dulig-Tripp den Steuerzahler. Kurz vor seinem Kanadatripp hieß es noch, für die Reise sei ein Budget von bis zu 63.500 Euro veranschlagt, was den Bund der Steuerzahler Sachsen zu der Aussage trieb: “Jeder Kontakt ist wichtig, aber hier ist der Aufwand nicht verhältnismäßig”.

Laut Mitteilung von Duligs Wirtschaftsministeriums (SMWA) ging es dabei vor allem um „Potenziale der Wasserstoffwirtschaft“ und „Kooperation im Bergbausektor“. Die Dulig-Delegation umfasste insgesamt 27 Personen. Davon seien 12 Unternehmensvertreter gewesen, die ihre Reisekosten selbst trugen, heißt es dazu laut der Bild.

Dulig selbst postete von jenem Kanada-Trip massenhaft beeindruckende Fotos in den sozialen Netzwerken, die ihn und zumindest Teile der Delegation u.a. bei Ausflügen in die beeindruckende kanadische Natur zeigen – etwa zum Capilano River Park nahe Vancouver oder zum Howe Sound. Auch sonst scheint es laut seinen auf Instagram geposteten Kanada-Bildchen super gewesen zu sein:

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Martin Dullig in Kanada (Bild: Screenshot Instagram)

Als Gründe für die hohen Kosten der Reise nannte der Ministeriumssprecher gegenüber der Bild allerdings den langen Reisezeitraum sowie „die große Entfernung nach Kanada und zwischen den drei Stationen in Kanada selbst (Quebec, Alberta und British Columbia) und die dafür erforderlichen Transfers für die gesamte Delegation“. Auch habe man sich entschieden „bei Mittag- oder Abendessen mögliche Kooperationspartner und politische Vertreter aus der jeweiligen Region in Kanada einzuladen.“

Na dann hoffen wir mal, dass es dem spendierfreudigen Genossen gemundet hat. Das Ambiente war ja offensichtlich super. (SB)

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