Polizei (Bild: shutterstock.comB.Dpunkt)

Import von ausländischen Konflikten: Zwei Tote nach Schüssen auf Mercedes-Benz-Gelände mutmaßlich wegen Erdogan-Streit

Bei Schüssen auf einem Werksgelände von Mercedes-Benz in Sindelfingen sind zwei Menschen getötet worden. Laut Polizei wurde der mutmaßliche Täter festgenommen. Während die Polizei zu den Motiven des Schützen schweigt, werden Mitarbeiter zitiert, die berichten, es habe Streit um den Wahlkampf in der Türkei gegeben. 

Zwei Männer sind nach Schüssen in einem Werk von Mercedes-Benz in Sindelfingen nahe Stuttgart getötet worden. Ein Verdächtiger sei am Donnerstagmorgen vom Werksschutz widerstandslos überwältigt worden, so ein Sprecher der Polizei der weiter mitteilte, dass Beamte den 53-Jährigen kurze Zeit später festgenommen hätten.

Erschossen wurden zwei 44 Jahre alte Männer. Bei den Toten und dem mutmaßlichen Schützen handelt es sich um Mitarbeiter eines externen Logistikdienstleisters.

Zum Motiv des Schützen hat sich die Polizei bislang noch nicht geäußert. Jedoch kursiert in den sozialen Netzwerken derzeit der Screenshot einer Nachricht des türkischen Polit-Bloggers Tuğrul Selmanoğlu. Laut dem Facebookpost soll der Auslöser ein Streit um den Wahlkampf in der Türkei gewesen sein.

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Allerdings gebe es weitere Hinweise auf eine entsprechende Motivation, wie die JF berichtet. Eine Sprachnachricht, die unter Sindelfinger Mercedes-Mitarbeitern verschickt wird und der JF vorliegt, thematisiert das gleiche Motiv. „Es war ein Mitarbeiter von der Frühschicht. Da waren zwei Teamleiter pro Erdoğan und dann gab es diesen Typ, diesen 50jährigen (Anm. d. Red.: gemeint ist der 53jährige Angreifer) der war Anti-Erdoğan.“ Aus einer Diskussion sei ein Streit entbrannt. Die Situation sei eskaliert, woraufhin der Angreifer eine Waffe gezückt habe. Einem der Opfer habe er „direkt in die Fresse geschossen“, dem anderen in den Oberkörper. Insgesamt habe es acht Schüsse gegeben. Auch ein weiterer Mitarbeiter des Werks bestätigte der JF die Schilderung.

Alice Weidel nimmt mit einem aktuellen Statement Stellung:

 

(SB)

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