Medien-Glücksrad; Bild: Collage
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Wie’s wohl kommt: Jüngere Deutsche vertrauen Medien nicht mehr

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Laut dem „Reuters Institute Digital News Report 2023“ geht das Interesse gerade junger Menschen in Deutschland im Alter von 18-34 Jahren am Konsum von Nachrichten stetig zurück. Nur noch 28 Prozent dieser Altersgruppe gaben an, Vertrauen in die Nachrichten zu haben. 38 Prozent erklärten, den Nachrichten eher nicht oder gar nicht zu vertrauen. Über ein Drittel war sich nicht sicher, ob öffentlich-rechtliche Nachrichten wichtig oder unwichtig sind.

Das Internet wird als Nachrichtenquelle immer wichtiger, während das lineare Fernsehen mehr und mehr an Bedeutung verliert. 35 Prozent der 18- bis 24-Jährigen nutzen vor allem Nachrichten in den sozialen Medien. Für 15 Prozent sind sie mittlerweile die einzige Nachrichtenquelle. Insgesamt haben ältere Mediennutzer ab 55 Jahren noch größeres Vertrauen in die Nachrichten, auch hier beträgt der Anteil aber nur noch 52 Prozent. 2014 waren es noch 81 Prozent. An der groß angelegten Untersuchung hatten im Januar 93.895 Befragte aus 46 Ländern teilgenommen.

Bildungsabbau seit Jahren zeigt Früchte

Die Skepsis gegenüber den etablierten Medien, auch und gerade unter Jüngeren, ist einerseits verständlich und ermutigend für alternative Angebote. Es ist jedoch fraglich, ob diese Entwicklung tatsächlich auf eine Einsicht in den manipulativen und verlogenen Charakter des medialen Establishments zurückzuführen oder nicht, im Gegenteil, nur ein weiterer Ausdruck der zunehmenden intellektuellen Unzulänglichkeit der jüngeren Generation ist. Der von der Politik seit Jahren betriebene Bildungsabbau hat dazu geführt, dass historisch-politisches Wissen und Allgemeinbildung bei den Jüngeren de facto nicht mehr vorhanden sind

Ein großer Teil verfügt auch gar nicht mehr über die kognitiven Fähigkeiten, um Informationen beurteilen und in ein größeres Ganzes einordnen zu können. Offenbar zerfällt diese Generation in eine kleinere Gruppe von linken Klima-, Gender- und Migrationsfanatikern, die ungebildet, aber entschlossen sind, ihre wirren und gefährlichen Ideologien durchzusetzen und einem zunehmend apathischen Teil, der sich schlicht überfordert und zunehmend desinteressiert zeigt, die Welt um sich herum überhaupt noch zur Kenntnis zu nehmen. Es würde sich dann weniger um Medienskepsis aus Einsicht, sondern eher um eine schlichte Kapitulation vor der Wirklichkeit handeln. (TPL)