Dürre im Gewächshaus? Obstplanaten im südspanischen Almeria (Symbolbild:Imago)

Klima-Hysterie: Bald kein Obst & Gemüse mehr wegen angeblicher “Trockenheit im Ursprungsland”?

Im Rahmen der niemals stillstehenden Klimapropaganda erschien am Sonntag auf “t-online” ein Interview mit Andreas Brügger, dem Geschäftsführer des Deutschen Fruchthandelsverbandes DFHV. Weil einer Drogeriekette in Berlin wegen „vorübergehend starker Trockenheit im Ursprungsland“ ein Tomatenprodukt ausging, sollten von nun an ständig drohende Obst- und Gemüseengpässe aufgrund des Klimawandels an die Wand gemalt werden. Brügger spielte dann eine Zeitlang mit, und verwies auf den sehr geringen Selbstversorgungsgrad von lediglich 40 bzw. 20 Prozent für Gemüse und Obst in Deutschland. Daher sei man auf die ganze Welt angewiesen, um den Nachschub sicherzustellen. Dürren und extreme Wetterereignisse seien sehr häufig die Auslöser für Knappheiten, hätten bisher aber „recht gut ausgeglichen“ werden können, indem man dieselbe Ware aus anderen Regionen beschafft habe.

Nun sehe man allerdings, „dass die klimabedingten Extrema weltweit zunehmen und damit die Gefahr der Knappheiten“ wachse. Nähere Angaben, wie und wo sich diese „Extrema“ angeblich ereignen, wodurch sie sich von Dürren, die es seit eh und je gibt, unterscheiden und woher Brügger weiß, dass dies alles auf den Klimawandel zurückzuführen ist, erfuhr der geneigte Leser dann aber nicht mehr. Nachdem er das verlangte Klimaverslein aufgesagt hatte, benannte er vielmehr die wahren und konkreten Ursachen von Knappheiten – nämlich die weltweit „aus ganz unterschiedlichen Gründen“ gestiegenen Preise.

Panikmache per Suggestivfragen

Dies liege unter anderem an den überall nach oben gegangenen Kosten für Zertifizierung und Qualitätssiegel. In Deutschland würden die Bauern fürchten, sich die Saisonarbeitskräfte wegen des ständig steigenden Mindestlohnes nicht mehr leisten zu können – dieser wird jedoch von der Politik immer weiter in die Höhe gejagt. So führe die Entwicklung zu der „naheliegenden Konsequenz, dass weltweit die Gefahr von Insolvenzen und Betriebsaufgaben steigt, was neben den extremen Wetterereignissen ein gewichtiges Risiko für Knappheiten“ darstelle, führte er weiter aus. Als “t-online” ihm mit der penetranten Suggestivfrage „Worauf müssen wir Verbraucher in Deutschland uns im Zuge des Klimawandels vorbereiten?“ ein erneutes Klimaangstbekenntnis entlocken wollte, nannte Brügger lieber ein weiteres, wesentlich realeres Problem beim Namen: Gerade im Namen der deutschen Verbraucher seien „von NGOs in den letzten Jahren immer mehr „freiwillige“ Gütesiegel und Zertifizierungen“ verlangt worden.

„Für eine gute Agrarproduktion, für gute Handelsstandards, für den CO2-Fußabdruck, für Sozialstandards, für den Schutz des Regenwalds und vieles, vieles mehr“, zählte er auf. Und dann gebe es noch „ein völlig ungeeignetes Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz“. Wie könne man dann aber von den Produzenten erwarten, dass man weiterhin immer so problemlos und so günstig Ware bekomme?, fragte Brügger, die tatsächlichen Probleme auf den Punkt bringend. Im Klartext: die eigentlichen Gefahren für die Lebensmittelversorgung drohen nicht durch den ominösen Klimawandel, der so alt ist wie die Erde, inzwischen aber für alles herhalten muss, sondern von politischen Interventionen durch Politik und NGOs, die Produzenten und Händlern das Leben zur Hölle machen. Aus Sicht von t-online dürfte das Interview ziemlich nach hinten losgegangen sein. (TPL)

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