BossHoss (Bild: pitpony.photography; siehe Link, CC BY-SA 3.0)

Pfeiffkonzert für BossHoss: Sie spielten die Nationalhymne

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Das Publikum beim Bundesliga-Eröffnungsspiel zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern scheint eines ganz besonders gut zu können: Ausbuhen. Erst wurde ein deutscher Weltmeister-Kapitän ausgebuht. Dann die Gutmenschenband und Rockimitatoren BossHoss, welche die Nationalhymne zum Besten gaben.

Nachdem das Publikum des Bundesliga-Eröffnungsspiels am vergangenen Freitag mit Lothar Matthäus, Weltmeisterschaftskapitän von 1990, fertig war und diesen massiv mit einem Pfeifkonzert bedachten, war noch nicht Schluss mit den Unmutsbekundungen.

Als die Boss-Hoss-Sänger Alec Völkel und Sascha Vollmer am Freitagabend vor dem Spiel des SV Werder gegen Bayern München im Rahmen einer kleineren Eröffnungszeremonie die national verbunden Patrioten mimten und die Nationalhymne im Rocksound anstimmten, gab es ebenfalls ein massives Pfeifkonzert von den Rängen Publikums.

Weshalb das Publikum – von manchen als Pöbel denn als Fans tituliert – bei der Nationalhymne eskaliert, wird aktuell in den sozialen Medien “diskutiert”. Während  User kritisieren, dass die Nationalhymne bei einem Bundesligaspiel ohnehin fehl am Platz sei — da man hier für seinen Verein und nicht für sein Land spiele, halten andere wiederum die Darbietung der BossHoss-Truppe für deplatziert.

“Sorry, aber es war auch ein erbärmlicher Vortrag. Unsere Hymne eignet sich nicht für derartige Gesangsexperimente.”

“Ich will sicher nicht alle Fußballfreunde über einen Kamm scheren, aber in kaum einer Sportart ist das Niveau in den Fan-Blocks so niedrig wie im Fußball.”

Bei anderen wiederum kamen Erinnerungen ans Jahr 2005 hoch, als sich die ebenso woke wie linke Sängerin Sarah Connor in der Allianz Arena durch die Nationalhymne irrlichterte. Der Grund: Connor sang „Brüh im Lichte dieses Glückes“ anstatt „Blüh im Glanze dieses Glückes“.

Das nicht minder gutmenschlichen BossHoss-Duo lässt sich – ein Blick in die Bandvergangenheit beweist dies – von so gut wie jedem vor den Karren spannen, Hauptsache dieser ist links und woke.

So buchte die SPD 2016 für ihre Landtagwahl in Berlin für einen Anti-AfD- Spot neben den Massenmigrationsjublern  Klaas Heufer-Umlauf und Joko Winterscheidt,  oder dem längst verbrannten Oliver Kalkofe, sowie dem  Schauspieler Clemens Schick, auch die beiden Barden von BossHoss ins Sozenboot.

Unbeirrt von dem Pfeifkonzert beteuern BossHoss auf Facebook, wie super stolz sie waren, die Nationalhymne vor einem Publikum singen zu dürfen, das weder die Singsang-Buben noch das Dargebrachte honorierten.

(SB)