Ein Verzweifelter sucht den Schulterschluss mit der Ampel: CDU-Generalsekretär Carsten Lindemann ( Foto: über dts Nachrichtenagentur)

Falsche Hoffnung Burgfrieden: CDU-Linnemann will AfD-Höhenflug gemeinsam mit Ampel brechen

Wahlkampfstrategen kann sich die AfD derzeit getrost sparen – denn eine bessere Werbung, als sie ihr die Regierungsparteien und die Scheinopposition CDU verschaffen, könnte ihr kein noch so begnadeter PR-Wizard bieten. Die CDU, die wunsch- und erwartungsgemäß Farbe bekannte und letzte Woche lieber für Nancy Faesers Verbleib im Amt stimmte (zum maximalen Schaden Deutschlands und entgegen aller Vorwürfe der Union gegen ihre Migrationspolitik), als einen inhaltlich für gut geheißenen AfD-Antrag mitzutragen und damit die bereits bröselnde “Brandmauer” zu gefährden, ist da nicht besser. Sie kapieren nichts – und verschärfen mit ihrer wahnsinnigen Distanzeritis zur AfD als Folge einer politischen Projektion genau die Spaltung und den Frust, der bei täglich mehr Deutschen den “Jetzt erst recht(s)”-Trotz auslöst.

So erklären sich die Umfrage-Höhenflüge der AfD, und es wird nicht bei 23, auch nicht bei 30 oder 40 Prozent dereinst bleiben, wenn sich die linke Einheitsfront aus Regierung und Service-Opposition Union nicht bewegen. Denn das Problem, wie es die Menschen im Land zu Recht wahrnehmen, liegt darin, dass es vier faktische “Einheitsparteien” aus Ampel und Union gibt – und nur eine Realopposition AfD, die für eine andere Politik der Rettung und Vernunft steht.

Ein Unbelehrbarer im SZ-Interview

Zu den Unbelehrbaren gehört auch CDU-Generalsekretär Carsten Lindemann. Sein Rezept, die AfD zu schwächen, besteht ausnahmslos in Maßnahmen, die sie in Wahrheit stärken werden. Denn es lautet: Noch mehr Einheitsfront der Blockparteien. In der “Süddeutschen Zeitung” (SZ) fordert Linnemann,  die Union müsse sich mit der Ampel “gemeinsam an einen Tisch” setzen. Für die SZ ist das allen Ernstes ein “ungewöhnliches Angebot” –  als ob es nicht bereits eine historisch beispiellose Engführung zwischen “Opposition” und Regierungskoalition sowie weitestgehende inhaltliche Übereinstimmung zwischen beiden gäbe. Genau das wollen die Bürger nicht – noch mehr Wagenburgmentalität zur Verteidigung des linksgrünen ideologischen Bevormundungsstaates.

Übrigens trumpft die AfD derzeit nicht nur bei den Wählern auf; auch was aktive Mitglieder betrifft, erlebt sie einen beispiellosen Zulauf. Die Zahl der Mitgliedsanträge in allen Landesverbänden ist seit Jahresbeginn steil angestiegen. All diese Menschen wollen eines: Einen Politikwechsel. Und diesbezüglich gilt, wie “Sandwirt”-Herausgeber Oliver Gorus treffend feststellt, die Erkenntnis: “Wer die Ampelpolitik weghaben will, kann nicht CDU wählen.” Wenn Linnemann glaube, so Gorus, auf diese Weise könne man “den Höhenflug der AfD stoppen, hat er nicht verstanden, warum die AfD so hoch fliegt.” Mit “Volkskammer-Blockpartei-Ideen” spiele er jedenfalls ungewollt im Wahlkampfteam der AfD. Dem ist nicht hinzuzufügen. (TPL)

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