DB Cargo (Bild: shutterstock.com/Veronique Duplain)

DB Cargo plant massiven Stellenabbau trotz früherer Zusicherungen

Die Deutsche-Bahn-Tochter DB Cargo steht vor einer drastischen Reduzierung ihrer Belegschaft, die viele überrascht hat. Berichten zufolge plant Bahnvorständin Sigrid Nikutta, rund 1800 Stellen zu streichen. Dies steht im Widerspruch zu früheren Zusicherungen, dass kein erheblicher Stellenabbau geplant sei. Die Bahngewerkschaft EVG hat diese Maßnahmen scharf kritisiert und bezeichnet sie als eine „Zerschlagung des Güterverkehrs“. Die plötzliche Wendung in der Personalpolitik von DB Cargo hat für Aufsehen gesorgt und wirft Fragen nach den Gründen und Konsequenzen auf (Focus: 26.09.23).

Ein Beitrag von Blackout-News

Schockierende Wende trotz vorheriger Zusagen

Die Nachricht über den geplanten Stellenabbau bei DB Cargo hat viele Mitarbeiter und Beobachter schockiert. Noch im Juli hatte Bahnvorständin Sigrid Nikutta öffentlich beteuert, dass es keine Pläne für einen massiven Arbeitsplatzabbau gebe. Lediglich zwei Monate später sieht es jedoch danach aus, dass rund 1800 Stellen auf dem Spiel stehen könnten. Diese abrupte Änderung in der Unternehmenspolitik wirft ernsthafte Fragen auf und erzeugt Unsicherheit unter den Mitarbeitern.

Hintergründe und Ziele der Restrukturierungsmaßnahmen

Grundlage für den geplanten Stellenabbau bei DB Cargo ist ein Weißbuch, das über mehrere Monate von der renommierten Unternehmensberatung Roland Berger erarbeitet wurde. Das Hauptziel dieser Restrukturierungsmaßnahmen ist es, die finanzielle Situation von DB Cargo zu verbessern. Im vergangenen Jahr verzeichnete das Unternehmen einen Verlust von 665 Millionen Euro. Für das laufende Jahr wurde die Defizitgrenze intern auf rund 400 Millionen Euro angehoben, fast doppelt so hoch wie ursprünglich geplant.

Kritik der Bahngewerkschaft EVG und deren Bedenken

Die Bahngewerkschaft EVG hat den geplanten Stellenabbau bei DB Cargo vehement kritisiert. Intern spricht die Gewerkschaft von einer „Zerschlagung des Güterverkehrs“. Die stellvertretende EVG-Vorsitzende Cosima Ingenschay äußerte sich besorgt über die Pläne und machte deutlich, dass die „Kolleginnen und Kollegen die Zeche zahlen“ müssten für die „Fehler der Vorstände“. Die Gewerkschaft befürchtet nicht nur den Verlust von Arbeitsplätzen, sondern auch eine Beeinträchtigung der Güterverkehrsleistungen in Deutschland.

In Anbetracht dieser Entwicklungen bleibt abzuwarten, wie sich die Gespräche zwischen dem Unternehmen und den Unternehmensgremien weiterentwickeln werden. Der geplante Stellenabbau bei DB Cargo hat weitreichende Auswirkungen auf die Mitarbeiter und den Güterverkehr in Deutschland. Die nächsten Schritte werden entscheidend sein, um die Zukunft des Unternehmens und seiner Belegschaft zu gestalten.