Neu im "Bündnis Sahra Wagenknecht”, aber alte Israel-Stereotype: Amira Mohamed Ali (Foto:Imago)

Wagenknecht-Getreue Amira Mohamed Ali: Verlogenes Israel-Bashing

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Amira Mohamed Ali macht dieser Tage nicht nur Schlagzeilen, weil sie zu den Renegaten der Linken gehört, die ihre Partei verlassen, um sich der Neugründung von Sahra Wagenknecht anzuschließen; sie bewies auch, dass sie zu den verlogenen Linken gehört, die Israel zwar gönnerhaft das eigene Existenzrecht und Selbstverteidigung zugesteht, zugleich aber sofort die zivilen Opfer beklagt, die dabei unweigerlich auftreten müssen. Im Bundestag schwafelte sie letzte Woche von einer „Kollektivbestrafung“ der Palästinenser, denen angeblich teilweise das “Menschsein” abgesprochen werde.

Dieses wohlfeile Gefasel, das nahtlos das Wording von Hamas-Propagandisten aufgreift, ist an Verlogenheit nicht zu überbieten: Die gesamte Strategie der Hamas läuft seit ihrer Gründung nämlich genau darauf hinaus, immer wieder solche Opfer hervorzubringen. Die Terroristen enthalten dem eigenen Volk nicht nur die Gelder vor, die den Palästinensern seit Jahrzehnten milliardenfach zufließen und lassen es im Elend dahinvegetieren, sie benutzen es auch noch als menschliche Schutzschilde bei israelischen Gegenschlägen. Dabei muss es zwangsläufig zu Toten unter der Zivilbevölkerung kommen, weil die Hamas gar nichts anderes zulässt.

Israel soll jeden Angriff über sich ergehen lassen, jede Gegenwehr ist “Völkermord”

Genau deshalb attackiert die Hamas Israel aus dem hoffnungslos übervölkerten Gaza-Streifen heraus, um jene hässlichen Bilder zu provozieren, die die Welt dann wiederum gegen Israel aufbringen sollen. Diese perfide Strategie der Hamas wird von Mohamed Ali und ihren Gesinnungsgenossen jedoch nicht kritisiert. Was sie und viele andere sagen, ist quasi, dass Israel sich zwar verteidigen darf, aber Kriegsverbrechen begeht, sobald es dies tut. Die Völkerrechtsverstöße des Rechtsstaates Israels werden angeprangert, die Verbrechen der Terrororganisation Hamas aber relativiert oder ignoriert.

Damit wird vom jüdischen Staat letztlich verlangt, jeden Angriff passiv über sich ergehen zu lassen oder allenfalls noch wirkungslose Gegenschläge durchführen zu dürfen, die die Hamas nicht an ihren empfindlichen Stellen treffen. Hier kommt einem die berüchtigte und gänzlich unironische „Focus“-Schlagzeile „Israel droht mit Selbstverteidigung“ von 2015 in den Sinn. Es sind demnach nicht die Gegner Israels, die mit seiner Vernichtung drohen, sondern Israel, dass damit droht, um sein Überleben zu kämpfen. Diese völlig verquere Ansicht hat sich bis heute gehalten und ist offenbar durch nichts zu erschüttern. Wenn solche Statements Alis Einstands in Wagenknechts neuer Partei darstellen, ist von diesem Bündnis nichts Gutes zu erwarten. (DM)