Die nächste Psychose naht (Symbolfoto: Von Mariaprovector/Shutterstock)

Panik vor China-Atemwegserkrankungen: Deutsche Medien können die nächste Pandemie nicht abwarten

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Seit Corona können die deutschen Mainstreammedien einfach nicht mehr von der Verbreitung von Virenangst lassen. Nachdem bereits letzte Woche ohne den geringsten Grund die Panik vor massenhaften Atemwegserkrankungen in China geschürt wurde, wird nun vor deren Ausbreitung in Deutschland gewarnt. Dass die Behörden in China, die Weltgesundheitsorganisation und sogar Karl Lauterbach bereits Entwarnung gegeben haben und den Anstieg von Infektionen als natürliche Reaktion auf die Corona-Isolationen deuteten, die das Immunsystem geschwächt haben, interessiert nicht, solange man die Angstmaschine irgendwie am Laufen halten kann.

Focus“ vermeldete daher, dass das Bakterium „Mycoplasma Pneumoniae“, das kürzlich angeblich „Ängste vor einer neuerlichen Pandemie aufkommen ließ“, sich nun auch in Deutschland ausbreite. Die Symptome quälender Hustenreiz und Verengung der Atemwege seien „stark ausgeprägt“, die meisten Betroffenen seien 5 bis 16 Jahre alt, berichtete Philippe Stock, der Ärztliche Direktor am Altonaer Kinderkrankenhaus.

Clickbait-Thema

Die Patienten müssten sieben bis zehn Tage stationär behandelt werden, es seien „seltene Komplikationen“ aufgetreten, nämlich „entzündliche Verletzungen der Schleimhäute und des Rachens“, jedoch habe niemand künstlich beamtet werden müssen und in keinem einzigen Fall habe bislang Lebensgefahr bestanden. Auch der Mediziner Christoph Specht durfte noch einmal bestätigen, was längst bekannt ist. Die Bakterien seien „die häufigste Ursache für atypische Lungenentzündungen bei Kindern. Das haben wir vor Corona immer wieder gesehen“. Auch er führt den Anstieg der Erkrankungen auf den Wegfall der Corona-Maßnahmen zurück.

Das Ganze ist also ein absolutes Nicht-Thema, das aber künstlich angeheizt wird, weil man hofft, mit den Worten „China“, „Virus“ und „Ausbreitung in Deutschland“ die alten Corona-Ängste mobilisieren zu können. Obwohl es nicht den allergeringsten Grund für Alarmismus gibt, nutzt man die Leichtgläubigkeit vieler Menschen skrupellos für Clickbaiting aus. (TPL)