So alt sieht bei der SPD die Zukunft aus: Saskia Esken (Foto:Imago/Spicker)
[html5_ad]

Saskia Esken (SPD): Muslime haben Deutschland mit aufgebaut

Die Bundesvorsitzende der SPD, Saskia Esken gab diese Woche im Bundestag das altbekannte Märchen, vom Wiederaufbau Deutschlands durch Moslems zum besten. Esken wörtlich:

„Die vielen Millionen Muslime und muslimisch gelesenen Menschen in Deutschland, die unser Land mit aufgebaut haben“.

Diese seit Jahren immer wiederkehrende Lüge ist leicht mit Fakten zu widerlegen. In der Realität ging der Wunsch nach einem Abkommen nicht von Deutschland, sondern von der Türkei aus. Sowohl die Türkei als auch die USA hatten ein großes Interesse am Zustandekommen dieser Vereinbarung. Ein starkes Bevölkerungswachstum in der Türkei hatte zu hohen Arbeitslosenzahlen geführt. Diese hoffte man durch das Abkommen zu reduzieren. Außerdem sollten zurückkehrende Fachkräfte mit ihrem neu erworbenen Know-how die Effizienz der heimischen Industrie steigern. Ziel der USA war eine ökonomische Stabilisierung der Türkei, die 1952 in die NATO aufgenommen worden war.

Hierzu führt Dr. Stefan Luft in seinem 2006 erschienen Buch “Abschied von Multikulti“ aus:

Die Initiative für das deutsch-türkische Anwerbeabkommen ging, was wenig bekannt ist, von der Türkei aus. Die Türkei hatte ein erhebliches Interesse daran, einen Teil der rasch anwachsenden Bevölkerung befristet als Gastarbeiter ins Ausland zu schicken. Neben der Entlastung des eigenen Arbeitsmarktes versprach sie sich zu Recht dringend benötigte Deviseneinnahmen sowie einen Modernisierungsschub durch zurückkehrende Gastarbeiter, die sich entsprechende Qualifikationen angeeignet haben würden. Rund 77 Prozent der Erwerbstätigen waren damals in der Landwirtschaft tätig, nur etwa zehn Prozent in der Industrie. „Sowohl Anfang der sechziger Jahre als auch zu Beginn der siebziger Jahre war die Türkei darauf angewiesen, Arbeitskräfte ins Ausland zu schicken, da sie nur auf diese Weise die Arbeitslosigkeit im Lande reduzieren und mit Hilfe der regelmäßigen Gastarbeiterüberweisungen ihr hohes Außenhandelsdefizit ausgleichen konnte.”

In Ihrem Buch „Diplomatische Tauschgeschäfte. ‘Gastarbeiter’ in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953-1973“ führt Heike Knortz das Zustandekommen des Vertrages auch auf außenpolitischen Druck der USA zurück:

Zunächst reagierte die Bundesregierung zurückhaltend auf das Angebot. Arbeitsminister Theodor Blank lehnte das Angebot zunächst ab. Da er die kulturell-religiöse Distanz und mögliche aus dieser resultierende Konflikte als zu groß einschätzte, des Weiteren bestünde zunächst auch kein Bedarf an türkischen Arbeitskräften, da das Potenzial an deutschen Arbeitslosen aus strukturschwachen Regionen noch nicht hinreichend ausgeschöpft sei. Aufgrund des außenpolitischen Drucks der USA, welche nach der geostrategisch motivierten Aufnahme der Türkei in die Nato dieses Land ökonomisch stabilisieren wollte, übernahm das bundesdeutsche Außenministerium, im Gegensatz zum ursprünglich zuständigen Arbeitsministerium, die Verhandlungsführung mit der türkischen Republik. Bei Abschluss des Abkommens standen die außenpolitischen Ziele der Nato, sowie die innenpolitischen und wirtschaftlichen Ziele der Türkei im Vordergrund. Insbesondere erhoffte sich die Türkei einen Rückgang der hohen türkischen Arbeitslosenzahlen, welche durch ein dauerhaft über dem Wirtschaftswachstum liegendes Bevölkerungswachstum verursacht waren.

Das Problem des explosionsartigen Anwachsens der eigenen Bevölkerung (von 1955 bis 1975 stieg die Bevölkerungszahl in der Türkei von 24 auf 40,2 Millionen Menschen) wurde zumindest damals noch von türkischer Seite aus offen zugegeben. Helmut Schmidt (SPD, deutscher Bundeskanzler 1974 bis 1982) berichtete in der Wochenzeitung “Die Zeit” (Heft “Zeit-Punkte”, Nr. 1/1993) über ein Schlüsselerlebnis mit dem türkischen Ministerpräsidenten Demirel:

Ich kann mich gut daran erinnern, als ich ihn das erste Mal traf. Das muss anderthalb Jahrzehnte her sein. Wir trafen uns in Ankara. Er war damals Regierungschef und hat zu mir gesagt: „Wissen Sie, Herr Schmidt, bis zum Ende des Jahrhunderts müssen wir noch fünfzehn Millionen Türken nach Deutschland exportieren.“ Und ich habe zu ihm gesagt: „Das wird nicht stattfinden, das werden wir nicht zulassen.“ Da hat er gesagt: „Warten Sie mal ab. Wir produzieren die Kinder und Ihr werdet sie aufnehmen.“

Es ließen sich von 1961 bis 1973 viermal so viele Bewerber bei der „Deutschen Verbindungsstelle“ der Bundesanstalt für Arbeit registrieren wie tatsächlich nach Deutschland vermittelt werden konnten. Neben den Überweisungen der Gastarbeiter und der Verbesserung der türkischen Handelsbilanz gegenüber der Bundesrepublik Deutschland erhoffte sich die Türkei auch durch die Rückkehr der in Deutschland mit moderneren Produktionstechniken vertraut gewordenen Arbeitskräften im Rahmen des vereinbarten zweijährigen Rotationsprinzips eine Effizienzsteigerung der eigenen Industrie (Know-How-Transfer). Aufgrund der Vertragsbedingungen, insbesondere des vereinbarten zweijährigen Rotationsprinzips, gab es keine Überlegungen oder gar Planungen hinsichtlich einer dauerhaften Ansiedlung der türkischen Zuwanderer, denn dies war in den Vertragsbedingungen explizit nicht vorgesehen.

Da das Abkommen keinen wirtschafts-, sondern einen außenpolitischen Hintergrund hatte, wurde es auch folgerichtig nicht vom Arbeits-, sondern vom Außenenministerium verhandelt und abgeschlossen. Tatsächlich war das BIP pro Kopf in Westdeutschland bereits 1960 wieder höher als in den Niederlanden, Dänemark oder den Siegermächten Großbritannien und Frankreich, Deutschland zweitstärkste Wirtschaftsnation weltweit hinter den USA. Die akuten Kriegsfolgen waren längst beseitigt. Das Anwerbeabkommen war also „Folge“ des Wirtschaftswunders und nicht dessen Voraussetzung. 1961 gab es in Deutschland nichts mehr zum „wiederaufbauen“. Eine gute Gelegenheit zum Wiederaufbau hätte es hingegen in der Türkei gegeben:

Er kommt selbst aus diesem Gebiet um die Städte Erzurum, Mus und Varto. „Als dort 1966 ein Erdbeben wütete, ließ die türkische Regierung viele Überlebende, die Hab und Gut verloren hatten, als Gastarbeiter nach Deutschland rekrutieren. Tausende kamen nach Berlin.“

Bereits 1973 wurde das Abkommen wieder gekündigt, 1983 zahlte man „Rückkehrprämien“, damit Türken wie ursprünglich vereinbart in die Türkei reimigrieren. Ehemalige deutsche Bundeskanzler und Minister verzichteten auf falsche Rücksichtnahme bei ihrer Bewertung der Folgen des Abkommens wie nachfolgende Zitate belegen:

Helmut Schmidt (SPD) in der Wochenzeitung „Zeit“ vom 5.2.1982:

„Mir kommt kein Türke mehr über die Grenze!“

Manfred Börner (SPD und hessischer Ministerpräsident) 1982:

“Es kommt, solange ich in Hessen etwas zu sagen habe, kein Türke mehr ins Land. Denn die sozialen Folgekosten sind so hoch, dass es unverantwortlich ist, das fortzusetzen.“

Helmut Kohl, in einem ZDF-Interview v. 3.10.1982, dem ersten Tag seiner Kanzlerschaft:

„Aber es ist auch wahr, dass wir die jetzige vorhandene Zahl der Türken in der Bundesrepublik nicht halten können, dass das unser Sozialsystem, die allgemeine Arbeitsmarktlage, nicht hergibt. Wir müssen jetzt sehr rasch vernünftige, menschlich sozial gerechte Schritte einleiten, um hier eine Rückführung zu ermöglichen.“

und an anderer Stelle:

„Das Problem ist, dass wir offen aussprechen müssen, dass wir mit der Zahl der türkischen Gastarbeiter bei uns, wie wir sie jetzt haben, die Zukunft nicht erreichen können. Die Zahl kann so nicht bleiben. Sie muss verringert werden.“

Weiterführende Links:

» Tobias Heinz: Beitrag der Gastarbeiter zum Wiederaufbau Deutschlands
» Necla Kelek: Almancis haben Türkei gerettet
» 61. Jahrestag: Die erzwungene Anwerbung türkischer Gastarbeiter

image_printGerne ausdrucken

23 Antworten

  1. Ich kann mich an die späten 50er- und frühen 60er-Jahre durchaus noch gut erinnern. Zunächst gab es nur italienische und spanische Gastarbeiter, später auch solche aus anderen südeuropäischen Ländern. Die ersten Türken kam 1960. Ruinen gab es nicht mehr, von ganz seltenen Resten abgesehen.

    Um 1960 waren die Ruinenstädte Deutschlands allerdings längst wieder aufgebaut. Die Wirtschaft brummte, die – damals von der SPD unterstützte – Verbesserung der Lebensqualität der „kleinen Leute“, spricht der Arbeiterschaft, hatte längst begonnen. Die ersten konnten sich ein – wenn auch oft gebrauchtes – Auto leisten. Wenn Opa und Oma spendabel waren, saß für den einen oder anderen auch ein kleines Häuschen dran.

    Nein, die Türken haben Deutschland DEFINITIV N I C H T wiederaufgebaut, das haben die Deutschen selbst getan. Andere Muselmanen waren erst recht nicht am Aufbau Deutschlands beteiligt, denn die ersten (aus Nordafrika) kamen später als die Türken.

  2. Herr Esken, ich kann Ihnen folgendes mitteilen:
    Der von Ihnen beschriebene „Aufbau“ beschränkt sich im Wesentlichen auf die massenhafte,
    korruptive Genehmigung von Dönerläden, Shisha-Bars, Moscheen und irgendwelchen anderen Treffpunkten
    Ihrer relevanten „Aufbauer“ dieses mittlerweile „failed-states“.

    Selbige Mitarbeiter bei Siemens,Thyssen-Krupp, Benz, BMW, VW usw. interessieren nicht,
    weil diese Clubs sich momentan eh in Abwicklung bzw Auslagerung befinden.

  3. Ich war ungefähr 12 Jahre alt, als die ersten paar Türken in unserer Gegend im Rheinland eintrafen. Da war alles aufgebaut und man sagte uns, wir seien drittgrößte Wirtschaftsmacht der Erde. Mein Vater war Meister in einer Fabrik. Er erzählte immer, daß die Türken am Fließband beim kleinsten Wehwehchen krank feierten, und daß die Frauen sozusagen Kindertagesstätten bei sich zuhause führten. Man könnte fast ahnen, wer als nächste krank feiern und auf die Kinder von den anderen Frauen mit aufpaßen würde. So oder so, das sagte er auch, sie waren alle fast analphabetisch, auch auf Türkisch. Irgendwelches Können hatten sie nicht mitgebracht und mußten angelernt werden. Ich habe früher immer geflaxt, die Türken hätten auf dem Bau aufgebaut, da ja damals auch die Bau-Industrie in allen Sparten brummte, aber da hat man mich im Familienkreis belehrt. Auf dem Bau hätten vor allem die Jugoslawen gearbeitet.

  4. Das Land war längst aufgebaut, als Muslime kamen. Die haben hier vom Lohn und Transfern der Krankenkassen profitiert und konnten sich Häuser in ihrer Heimat bauen, was sie sonst nie gekonnt hätten.

  5. Stimmt,diese Aussage!
    Im Osten der Republik konnte ich es von 1960-1990 mitverfolgen…den Aufbau durch 🥳😂😂😂
    Mein Gott,was müssen wir noch alles ertragen,solche Aussagen.

  6. Nun ja, alles ist relativ.
    Sicher ist jedenfalls, sie sorgen hier hin und wieder mit ihren Messern für freien Wohnraum.

  7. Nicht die BRD hat die Anwerbeabkommen vor über 60 Jahren in Gang gesetzt, sondern die Entsendeländer (s. Steinert, 1995, S.278,307) oder in „Diplomatische Tauschgeschäfte: Gastarbeiter in der westdeutschen Diplomatie und Beschäftigungspolitik 1953-1973“ von Heike Knortz

    Von türkischer Seite wird gern unterschlagen, daß sie die letzten waren, die als Gastarbeiter nach D kommen durften und dies nur auf Anordnung der USA. Vor ihnen kamen Portugiesen, Spanier, Italiener und Griechen, die, nachdem ihre Verträge ausgelaufen waren auch wieder in ihr Herkunftsland zurückkehrten.
    Diese Anwerbeabkommen wurden über das Wirtschaftsministerium, nur mit europäischen Staaten, geschlossen, weil sie einen ähnlichen kulturellen Hintergrund hatten, die Türkei gehörte nicht dazu. Sie beschwerte sich in den USA und von dort kam die Aufforderung auch Türken anzuwerben. Die Anwerbung wurde daher vom Wirtschaftsministerium auf das Außenministerium übertragen und in Istanbul ein Anwerbebüro eröffnet. Bedingung für die Arbeiter: Ledig, gesund, mindestens 6 Jahre Schulbesuch.
    Die Türken blieben nach Ablauf ihrer Verträge in D und forderten Familiennachzug. Näheres dazu von Necla Kelek in: Gastarbeiter: Die Kunst des Missverstehens, ein Beitrag in faz.net vom 29.10.2011
    Von türkischer Seite wird behauptet, sie hätten D nach dem Kriege wieder aufgebaut. Eine Legende, wie hätten ungelernte Arbeitskräfte, die nicht einmal rudimentäre Deutschkenntnisse hatten, dies bewerkstelligen sollen.
    Grundsätzlich wurden zu keiner Zeit Gastarbeiter gebraucht, sie wurden nur deshalb „angeworben“, um ihren Herkunftsländern wirtschaftlich unter die Arme zu greifen und deren Arbeitslosenzahlen etwas zu reduzieren.

  8. Wieder eine Lüge von Frau Eskens und ein Beweis dafür, dass diese Dame keine Ahnung hat! Die Muslime kamen immer erst, wenn die Arbeit erledigt war und selbst wenn dem so wäre, wie von Frau Eskens in ihrem linksgrünen Sozialisten Wahn behauptet, dann frage ich Frau Eskens, welchen Beitrag Sie persönlich für Deutschland erbracht hat? Diäten kassieren und Steuergeld der arbeitenden Bevölkerung zu verprassen, ist keine Aufbauleistung. Frau Eskens gehört zu der Gruppe, welche die Furunkel am Hinterteil der Gesellschaft bilden.

  9. Die unsympathische Frau Esken lügt, daß sich die Balken biegen. Fernab der Realität und schon fast krankhaft in ihrer ideologisch-verblendeten Blase. Mehr Schaden als Nutzen für ihre Partei.

  10. Ich erinnere mich noch gut an die Zeit zurück, als ich ein kleiner Bub war und die Mama mich im Woolworth Kaufhaus aus guten Gründen immer an die Hand nahm. Um die Wühltische herum standen nämlich überall diese überbreiten analphabetischen Kopftuchwalzen. Mit den Ellenbogen haben Sie meine Mutter weggestoßen, weil sie Angst hatten, irgendwie zu kurz zu kommen. Das Bild habe ich heute noch exakt vor Augen. Als gesitteter Mensch hatte man damals schon keine Chance gegen die Steinzeit. Niemand konnte beantworten, weshalb sie hier sind – man hat sie nur stillschweigend geduldet und ist ihnen soweit wie möglich aus dem Weg gegangen. Damals wie heute: diese sind nicht integrierbar. Diese Erfahrung aus meinem ganzen Leben werde ich bis ans Sterbebett mitnehmen und jeden warnen.

  11. muß man nicht für voll nehmen, den Rest der Bundesregierung auch nicht.
    Söder und seine heutige CSU übrigens auch nicht.
    und das schreibe ich als langjähriges ex-CSU-Mitglied.

  12. Mit diesem Satz hat Frau Esken sich als das geoutet, was sie ist – ein notorische Lügnerin, die rücksichtslos geschichtliche Tatsachen verdreht, um den hohen Anteil von Muslimen in ihrer Partei nach dem Munde zu reden. Die Person ist untragbar. Sie kann weg – und ihre Partei auch!

  13. Ich bin alt genug um zu erinnern: zuerst kamen die Italiener. (Und, als zusätzlicher Benus: mit ihnen eine ganz neue Esskultur. Zuvor gab’s pastamäßig nur „Bandnudeln“ oder „Makkaronis“).

  14. Die letzten Zeitzeugen, die das eindeutig widerlegen können, sind bald weggestorben. Da tut man sich natürlich immer leichter, solchen Mist zu verbreiten. Ich frage mich, weshalb uns die SPD mit solchen Lügen derartig ans Messer liefern will (im wahrsten Sinne des Wortes). Der Hass auf die eigenen Landsleute muss ja enorm sein.

  15. Die können alle schneller lügen als ein Pferd laufen kann. Wenn wir das Land nach 45 nicht selbst wieder aufgebaut hätten und uns dafür auf diese Steinzeit Kosemucken verlassen hätten,würden unsere Kindern und Enkel immer noch auf Trümmerbergen spielen!

Themen