Ein echt uriger Witzbold, der Markus! (Foto:Imago/Minkoff)

Will Söder doch wieder den Kanzlerkandidaten spielen?

Die Personaldecke bei der Union ist offenbar dünner als Pergamentpapier. Ansonsten würde dieser Name nicht immer wieder fallen:

Der frühere Kanzlerkandidat der Union, Armin Laschet (CDU), glaubt, dass der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) erneut die Kanzlerkandidatur der Union anstreben wird. “Die Sätze habe ich alle schon mal gehört”, sagte er mit Bezug auf Aussagen Söders, wonach sein Platz in Bayern sei, dem “Spiegel”. “Das ist alles nichts Neues.”

Er würde Söder bei der Frage der Kanzlerkandidatur nicht abschreiben, so Laschet weiter. “Das ist meine Erfahrung, weil ich diese Sätze kenne.” Laschet hatte sich im parteiinternen Entscheid vor der Bundestagswahl 2021 gegen Söder durchgesetzt; mit ihm als Spitzenkandidat erlitt die Union schließlich jedoch massive Verluste.

Mit Blick auf den damaligen CDU-internen Machtkampf lobte Laschet seinen ehemaligen Konkurrenten Friedrich Merz, inzwischen Partei- und Fraktionschef der Christdemokraten. “Merz gehörte zu denen, die im Wahljahr, obwohl wir im Wettbewerb standen und er nicht gewonnen hatte, total loyal war und sich auch ins Team eingereiht hat”, sagte Laschet. Bei Söder sei das anders gewesen.

Laschet sprach sich für Merz als Kanzlerkandidaten aus. “Ich glaube, dass der Partei- und Fraktionsvorsitzende gute Chancen hat, Kanzler zu werden”, sagte er. Eine finale Entscheidung dazu werde man jedoch im kommenden Jahr treffen.

Bedenken, ob Merz angesichts durchwachsener persönlicher Umfragewerte als Kanzlerkandidat geeignet sei, wischte Laschet beiseite. Merz sei auch besser geeignet als Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU), der ebenfalls als möglicher Spitzenkandidat gehandelt wird.

Das riecht doch verdammt schon wieder nach parteiinternen Hahnenkämpfen. Hoffen wir, dass die AfD auch davon profitieren kann und ihr nicht noch weitere “Splitterparteien” in die Quere kommen. (Mit Material von dts)

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