Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
Nicole Höchst (MdB) vom AfD-Landesverband Rheinland-Pfalz

Höchst brisant: Christensterben mal anders

Gedanken zum vielleicht letzten Weihnachtsfest / von Nicole Höchst

Okay, “letztes Weihnachten” mag vielleicht ein wenig übertrieben sein – aber leider wohl nicht viel, wie mir erscheint. Dieser Tage war ich tagsüber in der Speyrer Innenstadt unterwegs. Mein Weg führe mich auf den Postplatz, wo früher ein hoher, üppig wie stilvoll geschmückter Weihnachtsbaum stand. Am Altpörtel hing an der dem Postplatz zugewandten Seite bis vor wenigen Jahren noch ein übergroßes Bild – die einen sagen: vom Nikolaus, die anderen sagen: vom Weihnachtsmann. Unzählige Lichterketten schmückten stets die Maximilianstraße und die Nebenstraßen. Ein großer Weihnachtsmarkt vom Altpörtel bis zum historischen Domplatz lud zum Verweilen und Konsumieren ein. Allenthalben standen prächtig geschmückte Christbäume.

2023, nach beinahe fünf Jahren Herrschaft der SPD-Oberbürgermeisterin Stefanie Seiler, ist das nahezu alles Geschichte: Wer auf dem Postplatz nach dem Weihnachtsbaum Ausschau hält, tut dies vergebens. In der Mitte des Platzes befinden sich überdimensionierte Holzkonstruktionen, die Sitze imitieren sollen. Fahrräder stehen wild durcheinander. Weihnachten ist anderswo. Auch das Altpörtel bleibt nackt. Dafür überall fette Beton-Merkelpoller, stilsicher in Tannenbaumform und grün angestrichen.

Glanz- und schmucklos

Lichterketten sind bereits in der Maxi selten; die Nebenstraßen wurden mehrheitlich ausgelassen. Auch hier:  Weihnachten findet woanders statt. Die Tannenbäume auf der Maxi, früher kunstvoll durch Schulklassen festlich verziert und geschmückt, zeugen überwiegend von der grassierenden postmodernen Lieblosigkeit – oder bleiben gleich ganz schmuck- und glanzlos. Auch die Anzahl der Aussteller und Anbieter hat sich deutlich reduziert. Weihnachten findet woanders statt.

In der Kirche Sankt Hedwig kommt die Krippe gänzlich ohne Krippenfiguren aus; stattdessen sind hier Friedhofskreuze und Schußwaffen aufgebaut. Weihnachten findet woanders statt. Von Feierlichkeit, Freude auf das Weihnachtsfest keine Spur. Nicht ein einziges Weihnachtslied ertönt. Nicht eins. Englische Weihnachtshitparaden-Hits dudeln stattdessen hier und dort stumpf vor sich hin.

Christentum unter Beschuss von innen und außen

Auch hier in Speyer wurde ganz offensichtlich das christliche Weihnachten der “Kultursensibilität” und dem “Klima” untergeordnet. Und das ausgerechnet am Sitz des Bistums Speyer!? Wo ist der Bischof, wenn man ihn mal braucht? Er nimmt das so hin. Kein Bild, kein Ton von ihm. Die der Klima- und Vielfaltsreligion huldigende Stadtspitze hat vollkommen freie Hand. Vielleicht ist seiner Eminenz Weihnachten ja ebenfalls egal? Wie gut, dass ihm die Demonstration der AfD auf dem Speyrer Domplatz nicht egal war; da hatte ließ pflichtschuldigst – als Teil des „Breiten Bündnisses“  die Glocken des Doms läuten lassen, damit man die Worte der AfD-Redner nicht hören konnte. Der „Kampf gegen Rechts“ ist in Speyer wohl wichtiger als Jesus und die christliche Botschaft.

Sollte die Kirche nicht ihre Gemeinde im Glauben einen? Dachte ich zumindest, aber das habe ich sicher nur falsch verstanden. Wer bin ich denn schon? Eine einfache Frau und Mutter. Statt also Brücken zu bauen, demonstrieren hochrangige Kirchenvertreter gegen Mitchristen, die sie vorher als “rechts” diffamiert und verleumdet haben, um ihre ausgrenzenden Handlungen zu legitimieren. Versöhnung und Brückenbauen? Fehlanzeige. Statt „Wer von euch ohne Sünde ist, werfe den ersten Stein“? lieber gemeinschaftliches Skandieren von (“anti”)faschistischen Parolen gemeinsam mit den willigen Handlagern der Deutschlandabschaffer.

Essenzverlust des christlichen Glaubens

Die Kirchenaustrittszahlen erklimmen schwindelnde Höhen – da sollte man doch meinen, dass sich die Kirche wieder auf ihr Kerngeschäft konzentriert, die christliche Botschaft verbreitet und allsowas. Doch nein. Nicht nur die katholische Kirche, auch die evangelische kriecht vor dem Zeitgeist. Letztere führt neuerdings das Krippenspiel ad absurdum. Berlin schießt hier wieder den Vogel ab:  Zwei lesbische Damen werden ungewollt schwanger… und überhaupt treten zunehmend liederlich gekleidete Männer als herabwürdigende Persiflage von Frauen in Kirchen auf. Manche sind sogar aktive Pfarrer (!). Ist die evangelische Kirche für den Glauben an Jesus Christus verloren? Der “Stern” zumindest denkt nein – denn so sieht für ihn wohl der Glaube aus.  Doch auch Papst Franziskus erlaubt nun das Segnen gleichgeschlechtlicher Partnerschaften… Halleluja!

So vollzieht sich schleichend der Essenzverlust des christlichen Glaubens, denn dieser gilt in diesen allherrschenden, überspannten Regenbogenzeiten wohl als zu reaktionär. Indem der Glaube versucht, auf keinen Fall irgendwo an etwas Buntem anzuecken, wird er aber beliebig, austauschbar, ist er nichts Besonders mehr; fast könnte man meinen, das Bunte hätte Jesus und seine Botschaft final besiegt und unterjocht – so sehr wird vom zeitgenössischen Bodenpersonal Gottes erwartet, dass es kriecht vor lauter Linksbunt.

Ächtung von AfD-Anhängern durch Hohepriester der Nächstenliebe

Gottseidank allerdings noch nicht alle: Innerhalb der im Morast der Beliebigkeit watenden Kirche haben sich gallische Dörfer eingegraben. So sind hier längst nicht alle von der Idee begeistert, AfD-Anhänger von Kirchenämtern auszuschließen – ein Ansinnen, welches ebenfalls zum Ausdruck bringt, wie weit sich die Oberhäupter, die diese Parole ausgeben, schon von Gottes Botschaft entfernt haben. Ich bin natürlich nicht bibelfest; wer bin ich schon? Wer mir also die Stelle in der Bibel aufzeigen kann, wo drin steht, dass Gott verlangt, Menschen von sich und seiner Gemeinde wegzustoßen, statt sie zu ihm kommen zu lassen, der möge mich bitte belehren.

Umgekehrt habe allerdings spontan eine Botschaft gefunden, die sich alle Kirchenmänner- und Frauen im Blick auf eigene Verfehlungen zu Gemüte führen sollten, die sich herausnehmen, an Gottes Stelle zu richten: In 1.Korinther 6:9-11 steht: “Wisset ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Lasset euch nicht verführen! Weder die Hurer noch die Abgöttischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die Knabenschänder…

Das Beispiel Libanon

Christen mit der falschen politischen Gesinnung werden von Mitchristen verfolgt, geächtet und verdammt. Fast wartet man darauf, dass bald wieder öffentliche Hinrichtungen von Ketzern des Klimaglaubens durch Jünger des satanischen Regenbogen- und größenwahnsinnigen Multikultifetischismus stattfinden. Frei nach dem Motto „Unsere tägliche Hexenjagd gib uns heute…“

Christenverfolgung bedeutet aber nicht nur, wenn man Christen ihrer spirituellen Heimat beraubt und sie im vielfältigen Regenbogen- und Wärmepumpenland neu ansiedeln will. Nein, Christenverfolgung ist auch, wenn das christliche Abendland mit Muslimen aus aller Welt geflutet wird.
Warum muss ich in diesem Zusammenhang bl0ß immer an den Libanon denken? Vielleicht, weil der Libanon früher ein mehrheitlich christliches Land war? Bis in die späten 1930er Jahre war dies der Fall: Die letzte offizielle Volkszählung aus dem Jahr 1932 ergab eine Zahl von 56 % Christen (meist Katholiken, vor allem des maronitischen Ritus) und 44% Muslimen (überwiegend Schiiten). Die Christen im Libanon müssen seit Generationen um ihre Existenz kämpfen, mit allen politischen und kriegerischen Mitteln.

Das “Haus des Krieges” als Verpflichtung für jeden Muslim

Und wie ist heute die politische Lage im Libanon? Die derzeitige politische Situation dort gilt als instabil. Jahrelang tobte ein Machtkampf zwischen christlichen Parteien und Muslimen, der seinen Höhepunkt im Bürgerkrieg von 1975 bis 1990 erreichte. Heute sieht das Land in Bezug auf Religion so aus: 18 anerkannte Religionsgemeinschaften teilen sich auf in  54% Muslime (davon je hälftig 27% Schiiten und 27% Sunniten ), 40,5 Prozent Christen (genauer: 21% Maroniten, 8% Griechisch-Orthodoxe,  5% Griechisch-Katholische, 6,5%  andere Gruppen), 5,4 Prozent Drusen Juden und weniger als 0,1 Prozent Juden.

Der Islam strebt die Weltherrschaft an. Dem zentralen Glaubensinhalt und der Idee nach ist jeder Muslim dazu angehalten, dabei mitzuhelfen, die ganze Welt muslimisch zu machen. Die muslimische Autorin Fatima Grimm propagierte den Dschihad in ihrer Schrift „Die Erziehung unserer Kinder“ u. a. mit den Worten: „Ich meine, dass wir etwa um das 15. Lebensjahr herum damit rechnen dürfen, unsere Kinder für den Begriff des Dschihad aufgeschlossen zu finden. Wir müssen ihnen dann zeigen, auf welchen Gebieten unser Glaube den Angriffen des Dar-ul-harb ausgesetzt ist und ihnen Wege eröffnen, die es ihnen einmal ermöglichen sollen, die Verteidigung erfolgreich in die eigenen Hände zu nehmen. Dazu gehört, dass wir … ihnen immer vor Augen führen, was für eine großartige Auszeichnung es für jeden Muslim ist, für die Sache des Islam mit der Waffe in der Hand kämpfen zu können. Einen größeren Verdienst kann er sich ja durch nichts auf Erden erwerben.”

Djihad-indoktriniert mit der Muttermilch

Mütter sind gefährlich. Denn wenn es für uns doof und für den Islam richtig läuft, saugen die Kinder den Djihad schon mit der Muttermilch auf: „Muslime sollen sich in westlichen Staaten so lange ruhig verhalten, bis sie stark genug sind für den Jihad.“ So wird der Rechtsgelehrte Muhammad Taqi Islami in der britischen “Times” vom September 2007 zitiert. Es existiert auch eine Fatwa zu diesem Grundsatz: „Ein Muslim, der sich in einem Land befindet, in dem er in einer Position der Schwäche ist, muss sich gegenüber Juden, Christen und Polytheisten tolerant und vergebend verhalten, wenn diese Allah und seinem Propheten gegenüber verletzende Äußerungen machen. Ein Muslim, der sich jedoch in einer Position der Stärke befindet, muss sich gemäß den Koranversen verhalten, die zum Kampf gegen die Ungläubigen aufrufen. Dies gilt gegenüber denjenigen, die Allahs Religion [den Islam] angreifen. Die [Muslime] müssen sich ebenfalls gemäß Koranvers (Sure 9,29) verhalten, der zum Kampf und der Erniedrigung von Juden und Christen aufruft.

Und weiter heißt es in der Fatwa: “Infolge dessen ist klar, dass man zwischen der Position der Stärke und der Schwäche unterscheiden muss. Die mekkanischen und medinensischen Abschnitte spielen an sich keine Rolle, sondern es ist nur entscheidend, ob es um eine Position der Stärke oder Schwäche geht, und ob [durch das Handeln] Vorteile oder Nachteile [für Muslime] entstehen … Wenn [ein Muslim] sich in einer Position der Schwäche befindet, muss er sich gemäß der Texte verhalten, die seiner schwachen Situation entsprechen. Wer sich jedoch in einer Position der Stärke befindet, muss er sich gemäß der Texte verhalten, die seiner starken Situation entsprechen. Dieses Prinzip gilt für einen einzigen Menschen sowie für eine ganze Gruppe, abgesehen von der allgemeinen Lage der gesamten Gemeinschaft der Muslime.

Deutschland als Kalifat

All diejenigen also, die proklamieren „Der Islam gehört zu Deutschland“, sind entweder völlig unwissende Knallchargen – oder eben Wissende, die genau das vorstehend Beschriebene für uns in Deutschland und Europa vorgesehen haben. Ab dem Moment, da Muslimen und dem Islam erlaubt hat, hier zu siedeln, gab man den „Werte-Westen“ der islamischen Landnahme preis. Wer so etwas sagt oder schreibt, gilt den ambitionierten Deutschlandsabschaffern und Islam-Unterwerfern hierzulande natürlich als „islamophob” oder “islamfeindlich” oder, der neueste Schrei, als Beweis für “antimuslimischen Rassismus” (obwohl der Islam keine Rasse, sondern eine Weltanschauung ist).

Dabei kann schlechterdings niemand, der irgendwie am christlichen Abendland, seinen Wurzeln und seinen Kindern hängt, dazu verpflichtet werden, die Aussicht gut zu finden, dass Deutschland zum Kalifat werden soll und unsere Kinder eher früher als später zur unterdrückten Minderheit im eigenen Land. Dazu müsste man – gepflegt ausgedrückt – eine Schraube locker oder gar ein Rad ab haben – oder dem gleichen Nationalmasochismus frönen wie die Politiker, die unsere Heimat sehenden Auges zu einem islamischen Habitat umgestalten. In der Geschichte ist es nichts Neues, dass für uneinnehmbar gehaltene Festungen deshalb trotzdem an den Feind fielen, weil Verräter ihnen die Tore geöffnet haben.

Droht uns eine neue Christenverfolgung?

Steht uns dieser Machtkampf inklusive neuer Christenverfolgung bevor? Niemand weiß nichts, und nichts hat bekanntlich mit nichts zu tun. Auszuschließen ist es nicht. Fakt jedenfalls ist, dass der Kulturkampf bereits in vollem Gange ist. Und das nicht nur zur Weihnachtszeit, obwohl es da stets besonders deutlich wird. Deutsche Gutmenschen bekämpfen alles Christliche im Land – bis zur Unkenntlichkeit. Das zeigt auch die folgende Geschichte, basierend auf einem Netzfund, die stellvertretend für alle fehlenden Weihnachtsbäume und Krippen in Deutschland stehen mag:

Die neue Weihnachtskrippe ist inklusiver und säkularer. Es sind keine Tiere mehr da, um Misshandlungen zu vermeiden. Sie enthält nicht mehr Maria, weil Feministinnen glauben, dass die Rolle der Frau nicht ausgenützt werden darf. Auch der Zimmermann Josef ist nicht dabei, weil die Gewerkschaft es nicht genehmigt hat. Das Jesuskind wurde entfernt, weil es sich noch nicht für sein Geschlecht entschieden hat, ob es männlich, weiblich oder etwas anderes sein will. Es fehlen ebenfalls die Heiligen Drei Könige, da sie Migranten sein könnten bzw. einer von ihnen schwarze Hautfarbe hat (Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit). Die Krippe enthält auch keinen Engel mehr, um Atheisten, Muslime und andere religiöse Glaubensrichtungen nicht zu verärgern. Schließlich haben wir das Stroh aufgrund der Brandgefahr entfernt, siehe europäische Brandschutznorm EN 12845. Es blieb nur die Hütte aus wiederverwertbarem Holz übrig.

In diesem Sinne: Uns allen frohe Weihnachten!

 

 

 

 

Zur Person:

Nicole Höchst, Jahrgang 1970, ist AfD-Bundestagsabgeordnete aus Rheinland-Pfalz. Sie trat 2015 in die AfD ein und ist seit 2017 Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis 201 (Bad Kreuznach/Birkenfeld). Dort ist sie unter anderem als ordentliches Mitglied und Obfrau des Bildungsausschusses und als Sprecherin der AfD-Fraktion für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung tätig. Ferner ist sie stellvertretendes Mitglied in den Ausschüssen für Familie, Senioren und Jugend sowie für Digitales. Höchst ist desweiteren Delegierte des Deutschen Bundestages in den Europarat für die AfD-Fraktion und stellvertretende Vorsitzende des Kuratoriums der Desiderius-Erasmus-Stiftung.

Bis 2012 unterrichtete sie als Studienrätin am Staatlichen Speyer-Kolleg, anschließend war sie bis Oktober 2017 Referentin am Pädagogischen Landesinstitut (vormals IFB). Höchst war 2015 Mitglied der AfD-Bundesprogrammkommission und ist stellvertretende Vorsitzende des AfD-Kreisverbands Speyer. Sie ist katholisch, hat vier Kinder und lebt mit ihrer Familie in Speyer, wo sie auch Stadträtin ist.

Auf jouwatch veröffentlicht Nicole Höchst alle 14 Tage die kritische Kolumne “Höchst brisant” zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen. Der erste Jahrgang dieser Kolumnen ist auch in Buchform erschienen. Unter demselben Titel veröffentlicht sie in unregelmäßigen Abständen Videobeiträge auf ihrem YouTube-Kanal.

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