Monika Gruber (Bild: IMAGO / Weißfuß)

Wer nicht mit den grünroten Wölfen heult, wird fertiggemacht: Die Gruberin wird verklagt

Die unbequeme, wenig systemtreue bayerische Kabarettistin Monika Gruber ist maximal bekannt. Ein klein wenig von dieser Bekanntheit möchte offensichtlich auch eine bis dato unbekannte Person abgreifen. Die Dame meldet nun medienwirksam an, die Kabarettistin verklagen zu wollen. Die Gruberin habe sie nämlich in ihrem neuen Buch “Willkommen im falschen Film” – na was wohl? – “rassistisch und ehrverletzend” über sie geäußert.

Es geht um das neue Buch von Monika Gruber “Willkommen im falschen Film”, das am 2. November veröffentlicht wurde. Darin haut die bekannte bayerische Kabarettistin mit ihrem unverwechselbaren Humor auf den links-grünen Irrsinn ein, der den gesunden Menschenverstand in diesem Land in Geiselhaft hält und in weiten Bereichen bereits gegen hirnlose Hysterie eingetauscht hat.

In ihrem Buch thematisiert die Gruberin die geistigen Ergüsse einer, der breiten, sehr breiten Öffentlichkeit,bislang völlig unbekannten Person. Konkret geht es um den im Buch zitiert Tweet einen gewissen Roma Maria Mukherjee. Laut ihrem Instagram-Profil eine Buchbloggerin. In einem Posting aus dem März warnte Miss Unbekannt alias Mukherjee vor – na klar! – “rechter Unterwanderung”. Mukerjees schreckgeweitete Augen richteten sich im Frühjahr dabei auf “Hobbykreise”. Alarmiert twitterte sie in die Welt hinaus: “Rechtsextreme Frauen unterwandern aktuell aktiv auch die textile Hobbyszene (z. B. zum Thema Stricken). Bitte setzt euch aktiv damit auseinander!”

Gruber indes nennt Mukherjee in ihrem Buch eine selbst ernannte “Influencerin und Tugendwächterin” und das was sie verbreite sei  “Schwurbelgut”. In mehreren Absätzen beschäftigt sich die Gruberin dann mit Mukherjee geistige Ergüssen und fragt zum Beispiel: Woran man rechtsextreme Strickerinnen denn erkenne? “Haben diese Frauen womöglich acht oder gar 33 (!) Kinder, für die sie nur braune Pullover, Schals in AfD-Blau oder gar schafswollene SS-Uniformen stricken?”

Schließlich  fragt die Gruberin in ihrem Buch – und da scheint “Frau-bislang-unbekannt” ihre Chance auf etwas Berühmtheit gekommen gesehen zu haben, wie in den sozialen Medien unter anderem vermutet wird – ob Roma Maria Mukherjee im wahren Leben vielleicht doch “Maria Müller”  heiße und sich kurzerhand umbenannt habe, da Vor- und Nachname “schwer nach ›Bund deutscher Mädel‹ klingt?”

Mukherjee, nun auf X noch aktiver als bislang, schreibt dort, dass es wohl gar nicht um Satire ginge und führt ein mögliches rassistisches Motiv zur Nennung ihres Namens an: “Meine These: Es ging dabei um etwas ganz anderes und deshalb war es notwendig, meinen Namen voll zu nennen”.

Schützenhilfe bekommt die Bloggerin vom angeblich bekannten Rechtsanwalt Chan-jo Jun: Den Tweet rein satirisch zu zerlegen, sei legal, schreibt dieser auch laut dem Spiegel- über dessen Aufmerksamkeit sich Mukherjee Fanbase ganz besonders freut –  ebenfalls auf X. Doch mache die Textstelle zwei falsche Tatsachenbehauptungen: Einerseits, dass Mukherjee sich als Influencerin bezeichne. Andererseits, dass sie mit falschem Namen aufgetreten sein könnte. Falsche Tatsachenbehauptungen seien als üble Nachrede nicht von der Meinungsfreiheit des Grundgesetzes gedeckt, schreibt der Anwalt weiter und breitet die mögliche rechtlichen Folgen aus: ein Vertriebsverbot des Buches, Schadensersatz und Widerrufsansprüche.

 

Wie die Gruberin darauf reagieren wird: bislang noch unklar. Klar ist indes: Wer nicht mit den grünroten Wölfen heult, wird fertiggemacht.

(SB)

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