Noch mehr Kohle für Staatsfernsehen (Foto: Collage/Shutterstock)

Die Öffentlich-Rechtlichen kriegen den Rand nicht voll: 600 Millionen mehr fürs ZDF-Programm

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Nicht nur bei der ARD, auch beim ZDF in Mainz ist das Gier-Gen offenbar so ausgeprägt, dass man jegliche Bescheidenheit und jedes Gespür für eine gewandete öffentliche Wahrnehmung zum Zwangsgebührenrundfunk schlichtweg ignoriert: Der Sender hat für die Zeitspanne 2025 bis 2028  einen Finanzbedarf von 6,39 Milliarden Euro veranschlagt und geltend gemacht bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF). Diese ist praktischerweise bei der nahegelegenen Mainzer Staatskanzlei angesiedelt, was “kurze” Dienstwege bedeutet.

Gegenüber der vorherigen Budgetperiode 2021 bis 2024 bedeutet dies einen Zuwachs von rund 600 Millionen Euro, entsprechend rund 150 Millionen Euro mehr jährlich für die Sendungen. Über diese maßlosen Finanzansprüche des Senders berichtete “Bild” gestern. Nun wissen die Bürger auch, wofür sie die geforderte weitere Gebührenerhöhung um zwar “nur” 58 Cent auf dann aber über 19 Euro monatlich berappen sollen: Schon heute ist der deutsche Staatsfunk der teuerste öffentlich-rechtliche Rundfunk der Welt.

Vor allem “ZDFNeo” wird aufgeblasen

Gegenüber “bestätigt das ZDF, es handele sich “um eine Folgewirkung der strategischen Umschichtung von Programmbudget mit dem Ziel, mehr Angebote zu produzieren, die für ein jüngeres Publikum attraktiv sind.” Vor allem für “ZDFneo”-  einst die “Heimatsparte” der Regierungspropaganda-Dreckschleuder Jan Böhmermann – erhält mehr, während andere Sparten Einbußen hinnehmen müssen – “vor allem beim linearen Hauptprogramm des ZDF.“

Gegenüber “Bild” zeigte sich die  CDU-Wirtschaftsexpertin Gitta Connemann “entsetzt”. Während alle “den Gürtel enger schnallen” müssten, blase das ZDF den Spartensender “ZDFneo” weiter finanziell auf. Dies koste “nicht nur Beiträge, sondern auch Akzeptanz”. Es ist in der Tat höchste Zeit, dass de ÖRR insgesamt auf den Prüfstand gestellt wird. (TPL)