Familiäres Teamwork gegen politische Gegner der SPD: "Gebrüder Heil" (Fotos:Imago)

Linke Clankriminalität? Bruder von SPD-Arbeitsminister Heil trat als ARD-“Kontraste”-Chef Hetzkampagne gegen Maaßen los

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An Zufälle mag in dieser Republik niemand glauben, und dass es sich beim taktisch-strategischen Zusammenspiel von Ampel-Regierung und staatshörigen Regierungsmedien nur um eine “Verschwörungstheorie” handeln soll, wird von den Akteuren selbst mit einer solchen Dreistigkeit widerlegt, dass es einen sprachlos macht. Inzwischen gibt sich das, was die kritische Gegenöffentlichkeit (anfangs polemisch, mittlerweile absolut zutreffend) als “System” bezeichnet, nicht einmal mehr die Mühe, seine gemeinsame Agenda zur Verhinderung von Pluralität und Meinungsfreiheit zu verbergen.

Das zeigte sich nicht erst bei der durchsichtigen und inzwischen als monströse Lügenkampagne entlarvten Hetzpropaganda gegen die AfD als größter Oppositionspartei im Gefolge von “Potsdam” durch “Correctiv” und Bundesverfassungsschutz – sondern nun auch bei der nächsten Diffamierungskampagne gegen die “Alternative zur Alternative”, der WerteUnion von Hans-Georg Maaßen. Das linksextreme Magazin, das die Story über den “rechtsextremen” Maaßen und seine (rein politisch-bösartig intendierte) entsprechende Einstufung und subsequente Beobachtung durch den Verfassungsschutz (dessen Chef Maaßen bis Ende 2018 war) vom Zaun gebrochen hatte, war bekanntlich das ARD-Format “Kontraste” gewesen – und dessen Leiter ist seit Mai 2021, na sowas, Georg Heil – der Bruder des SPD-Bundesarbeitsministers und Scholz-Vertrauten Hubertus Heil.

“Brüderlicher” Rotfilz

Politisch nehmen sich beide nicht viel; das, was der eine politisch vertritt, verkauft der anderen dank der ihm verliehenen gebührenfinanzierten Medienreichweite im Regierungssinne. Schon zuvor war Georg Heil eher Aktivist als Journalist – und als solcher in der einschlägigen linken bis linksextremen Presse aktiv. Von einem bloßen Interessenkonflikt zu reden wäre hier wohl untertrieben. Bevor Georg Heil übrigens bei “Kontraste” landete, hüpfte er hurtig zwischen öffentlich-rechtlichen und privaten Propagandamedien hin und her: Zuvor war er beim “Rotfunk” WDR, bei “Spiegel TV”, bei der “Süddeutschen Zeitung” und beim NDR beschäftigt.

So etwas gibt es wohl nur in Deutschland: Der Bruder des amtierenden Bundesarbeitsministers, Ex-SPD-Generalsekretärs und Intimus des amtierenden Bundeskanzlers besorgt über das staatshörige zwangsgebührenfinanzierte Fernsehen das verunglimpfende Framing eines Oppositionspolitikers und rückt dessen neue Partei ins Zwielicht – ganz im “brüderlichen” Sinne der Regierung. Blut ist dicker als Wasser – und es ist so rot wie der Genossenfilz in diesem Beispiel von ausnahmsweise biodeutschen “Clan”-Machenschaften. In diesem Land braucht wahrlich niemand mehr mit dem Finger auf Weißrussland, Russland oder erst recht Ungarn zu zeigen: Denn all das, was man diesen Ländern begründet oder unbegründet über Meinungsfreiheit, Korruption und mangelnde Unabhängigkeit der Medien vorwerfen mag, ist in Deutschland längst gängige Praxis. (TPL)