Roderich Kiesewetter, CDU - Foto: Imago

Roderich Kiesewetter: Krieg nach Russland tragen

Das Konzept von der Demokratie und den Volksvertretern birgt erhebliche Gefahren für Leib, Leben und Eigentum der Bürger. Eine davon heißt Roderich Kiesewetter. Der Wehr-“Experte” der CDU ist sozusagen die Kugel, die sich der Bundesbürger aus Versehen in den eigenen Kopf jagen könnte. Kiesewetter will nun “den Krieg nach Russland tragen”.

von Max Erdinger

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Reimt sich auf fürchterlich: Roderich – Screenshot “X”

Das meistgesehene Interview aller Zeiten, welches Tucker Carlson mit Wladimir Putin am 6. Februar 2024 in Moskau führte, bringt es alleine bei “X” aktuell auf 191 Millionen Klicks. Dazu kommen die Zuschauer, die es bei “TuckerCarlson.com” direkt angesehen hatten. Die gesamte Westpresse hat den Versuch gar nicht erst unternommen, Wladimir Putin faktisch zu widerlegen, weil sie genau weiß, daß es nicht geht. Zur Anwendung kommt stattdessen die in solchen Fällen übliche Taktik: Verleumdung, Etikettierung, Kontaktschuld und dergleichen.

Was seit dem 24. Februar 2022 in der Ukraine passiert ist, läßt sich – um es kurz zu machen – eindampfen auf folgende Feststellung: Es erfolgte ein russischer Einmarsch in die Ukraine mit dem Ziel, die in der Ukraine lebenden ethnischen Russen gegen die Artillerie- und Luftangriffe einer von den USA und der Nato hochgerüsteten, ukrainischen Armee zu verteidigen und einen Krieg zu beenden, der zu diesem Zeitpunkt bereits seit 8 Jahren lief und die Folge eines ebenfalls von den USA und der EU unterstützten Putsches gegen eine demokratisch gewählte Regierung der Ukraine gewesen ist. Zwei Jahre später steht fest, daß sich der sogenannte “Wertewesten”, ein wahrer Wertloswesten, in Gestalt seiner abgehobenen Politkaste in historisch desaströsem Ausmaß verkalkuliert hatte. Diese Fehlkalkulation kostete inzwischen einer halben Million ukrainischer Soldaten das Leben – und den “wertewestlichen” Steuerzahler Abermilliarden an Dollars und Euros. Normalerweise müsste sich dieses Politkaste geschlossen zur Staatsanwaltschaft begeben, sich selbst anzeigen und auf ihre Prozesse warten. Und die Hauptfiguren der ach-so-unabhängigen und neutralen Westmedien gleich dazu. In der Ukraine könnte spätestens seit dem Sommer 2022 Frieden herrschen, wenn der “Wertewesten” seinen durch und durch korrupten Marionetten in Kiew nicht eingeredet hätte, ein Frieden sei unnötig, da er “die Ukraine”, das Instrument in seinem Krieg zur Schwächung Russlands, so lange unterstützen würde, bis der Krieg für den Wertewesten gewonnen sei. Die Medienfuzzis framten den Krieg derweilen als “Putins unprovozierten Angriffskrieg”. Kaum ein Krieg jemals dürfte jedoch so eindeutig als ein durch den “Wertewesten” absolut provozierter Krieg zu identifizieren sein, wie ausgerechnet “Putins unprovoziertenr Angriffskrieg” in der Ukraine. Was der “Wertewesten” in der Ukraine aufgeführt hat – lange vor dem Beginn der russischen SMO bereits – ist nichts anderes als ein gigantisches Verbrechen gegen sämtliche “westlichen Werte” – die flächendeckende Falschinformation und Irreführung des “wertewestlichen Souveräns” eingeschlossen.

Carlson Putin Interview 2
11.02.2024 / 18.30 Uhr: 191 Millionen Klicks – Screenshot “X”

Für den Informierten, der sich seit nunmehr zehn Jahren intensiv mit der Ukraine beschäftigt hatte, gab es nichts Neues zu lernen durch das meistgesehene Interview aller Zeiten. Er weiß aber auch, warum sich am heutigen Tage Millionen von Zuschauern rund um die Welt die Augen reiben, als seien sie aus einem tiefen Schlaf erwacht, und konstantiert anhand der verbreiteten Reaktionen auf dieses Interview mit Erschrecken, daß die mediale Manipulation des “Westwertbürgers” vorher so gut wie lückenlos funktioniert haben muß.

Wie allerdings der “Merkur” auf das schmale Brett kommen kann, in der Woche nach Erscheinen dieses Interviews mit Wladimir Putin noch darauf zu setzen, daß ein schwerstabhängiger Rüstungslobbyist aus dem deutschen Teil der Nato Bedenkenswertes zu äußern habe, ist ein völliges Mysterium. Kiesewetter personifiziert nämlich den Verlust sämtlicher “westlichen Werte” wie kaum ein anderer, so daß man sich zwangsläufig fragt, was für einen Verlust Roderich Kiesewetter für den “Wertewesten” noch darstellen würde für den Fall, daß er von den Russen einfach einkassiert und in Moskau vor ein Gericht gestellt werden würde.

Wer ist Roderich Kiesewetter?

Wikipedia weiß Bescheid: “Kiesewetter ist unter anderem Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, in der Atlantik-Brücke, im Lions-Club, im Sozialverband VdK Deutschland und in der Trilateralen Kommission”. – und das ist bei Weitem noch nicht alles. Wer den kompletten Wikipedia-Eintrag zu Kiesewetter gelesen hat, fragt sich zwangsläufig, wann dieser Mann jemals Zeit haben soll, sich mit dem zu beschäftigen, wofür ihn der deutsche Steuerzahler bezahlt und in den Bundestag entsandt hat: Statt seiner eigenen Karriereinteressen die Interessen des deutschen Bürgers und Steuerzahlers zu vertreten, nämlich.

Die Meldung im “Merkur” setzt da nur noch einen drauf, insofern, als daß sie bestens illustriert, in wessen Zungen der als “Volksvertreter” verkleidete Kiesewetter tatsächlich spricht.

“In drastischen Worten fordert ein CDU-Politiker ukrainische Angriffe auch auf Russland – er warnt vor dem Äußersten, sollte Putin den Krieg gewinnen.”, heißt es im “Merkur”. Erstens: “Putin” hat den Krieg bereits gewonnen. Zweitens: Hätte er ihn nicht bereits gewomnnen, dann würde er ihn gewinnen. Was in der Ukraine trotz des verlorenen Krieges für den “Wertewesten” noch an militärischen Aktionen zu sehen ist, sind nichts weiter als ukrainische “Show-Offs” ohne jeden taktischen und strategischen Sinn oder Gewinn. Daß das Gemetzel dort dennoch weitergeht, ist so überflüssig wie Kiesewetters selbstreferentielles Gemeine & Gefinde. Das ist keine Behauptung meinerseits aus dem Blauen heraus, sondern dafür gibt es Beweise en masse. Und gäbe es die nicht, dann gäbe es noch immer den gesunden Menschenverstand, der einem sagt, daß eine Armee auf der Siegerstraße niemals auf Mädchen, Teenager und Senioren zu Rekrutierungszwecken zurückgreifen müsste und über ausreichend Geschütze, eine funktionierende Luftabwehr und reichlich Munition verfügen würde. Wahr ist, ganz drastisch formuliert: Die Ukraine ist voll am Arsch – und zwar in jeder Hinsicht. Alles, was da vom “Wertewesten” jetzt noch reingepumpt wird, würde man im Fall eines seit Monaten im Koma liegenden Patienten als lebensverlängernde Maßnahmen bezeichnen – und zwar ohne Aussicht darauf, daß er sein Bewußtsein jemals wiedererlangt.

‘Russische Militäreinrichtungen und Hauptquartiere müssen zerstört werden’, sagte Kiesewetter: ‘Wir müssen alles tun, dass die Ukraine in die Lage versetzt wird, nicht nur Ölraffinerien in Russland zu zerstören, sondern Ministerien, Kommandoposten, Gefechtsstände’, betonte er. Offen forderte er auch die Lieferung der Taurus: Scholz müsse sich bei Joe Biden in Washington ‘grünes Licht’ geben lassen, die Marschflugkörper zu liefern.’ “, heißt es im “Merkur” weiter.

Moderne Kriegsführung

Auf einen solchen gemeingefährlichen Schwachsinn braucht man eigentlich nicht mehr zu antworten. Kiesewetter scheint die Bundesrepublik für unangreifbar zu halten. Für den Fall, daß er sie für angreifbar hält, müsste er sie wohl für verteidigungsfähig halten, um überhaupt einen derartig verantwortungslosen Blödsinn vom Stapel zu lassen. Das Eine ist aber so illusionär wie das Andere.

Meinereiner stellt sich seit einiger Zeit die Frage, ob in der modernen Kriegsführung, in welcher z.B. wegen der zunehmenden Wichtigkeit von Drohnen und präzise ferngelenkten Raketen die altbewährten Panzer immer anachronistischer werden, nicht auch eine Chance liegen könnte insofern, als daß Krieg gar nicht mehr zwangsläufig Krieg zwischen Nationen und ihren Völkern bedeuten müsste, sondern sich auf einen Krieg gegen ganz bestimmte Personen reduzieren ließe. Anlaß für diese Überlegung war eine Meldung über die präzise “Eliminierung” eines Hamas-Funktionärs im Libanon, der von einer ferngelenkten Rakete punktgenau in seiner Wohnung in einem mehrstöckigen Appartmenthaus getroffen wurde, ohne daß es dabei größere Schäden in seiner direkten Umgebung gegeben hätte. Was, so überlegte ich, wenn das nicht nur bei einem Hamas-Funktionär funktioniert? Und wäre es nicht aufs Ganze gesehen auch kostengünstiger, mit ein paar sündteuren Präzisionsraketen die Kriegstreiber persönlich “aus dem Spiel zu nehmen”, anstatt mit Billigwaffen flächendeckend ganzen Ländern und Völkern die Apokalypse zu bringen? Müssen wir denn nicht “alle gemeinsam” den Gürtel enger schnallen? Wenn man also mit einer Präzisonsrakete einen Hamas-Funktionär – und nur den – aus dem Rennen nehmen kann, dann müsste das doch prinzipiell auch mit jeder anderen Person möglich sein? Und dann sind mir da eine ganze Reihe von Namen eingefallen, die dann, wenn sie nur noch auf einem Grabstein zu lesen wären, die vielgepriesene “bessere Zukunft” trefflich illustrieren würden. Dabei ließ sich nicht vermeiden, daß vor meinem inneren Auge – als einem von ein paar Dutzend im gesamten “Wertewesten” – auch der Grabstein von Roderich Kiesewetter vorbeizog. Der Typ ist mindestens so anachronistisch wie ein Kampfpanzer. Was wäre es doch für ein Segen, wenn sich auf dieser Welt jeder Kriegstreiber überlegen müsste, ob es ihn nicht sein eigenes Leben kosten könnte, wenn er im nächsten Moment den Mund aufmacht, um dafür zu trommeln, daß andere Leute ihr Leben für seine Ansichten lassen sollen? – Ein großer Segen wäre das!

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Roderich Kiesewetter (CDU) – Screenshot phoenix

Dann wäre nämlich das erreicht, wofür Wladimir Putin seit Jahren getrommelt hat: Miteinander reden und verhandeln, anstatt massenhaft andere Leute umzubringen, ganze Volkswirtschaften zu ruinieren und Milliarden an Steuergeldern totaldestruktiv zum Fenster hinauszuschmeißen! Vielleicht könnte man sich auch einmal überlegen, welche Folgen es zwangsläufig zeitigt, eine privatwirtschaftliche Rüstungsindustrie vor sich hinmarodieren – und Politiker schmieren zu lassen. Womöglich käme man ja noch zu der Weisheit allerletztem Schluß.

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