Nina Stahr (Bild: Sonja Macholl - www.focoloco.de; siehe Link; CC BY-SA 4.0 )

Läuft nicht so mit den Lemmingen-Aufmärschen: Grüne fliegt nach Wiederholungswahl aus dem Bundestag

Trotz der, von den Grünen mitinszenierten Gratismut-Demonstrationen “Wir sind mehr” und “Demo gegen rechts” fliegt die Berliner Grünen-Chefin aus dem Bundestag. Die Sorge, dass die Ewigkeitsstudentin demnächst am Hungertuch nagen muss, ist jedoch unbegründet.

Das ist jetzt aber wirklich doof. Die Grünen-Politikerin Nina Stahr hat trotz dem, von ihrer Partei mitinszenierten Gratismut-Demoschaulaufen bei der Teil-Wiederholungswahl in Berlin am Sonntag ihr bestens dotiertes Bundestagsmandat verloren. Obwohl die Grünen im überdachten Irrenhaus Berlin bei der Abstimmung ihr Zweit-Stimmenergebnis prozentual verbesserten, verloren sie absolut an Stimmen. Dies ist auf die extrem niedrige Wahlbeteiligung von rund 50 Prozent zurückzuführen. Das führte nun dazu, dass der Berliner Landesverband der Grünen ein Bundestagsmandat an den Landesverband Nordrhein-Westfalen abgeben musste. Für die bumsgrüne Nina Stahr wird die Grünen-Genossin Franziska Krumwiede-Steiner in den Bundestag einziehen und sich vom Steuerzahler versorgen lassen.

„Dass ich persönlich nicht mehr im Bundestag bin, ist enttäuschend“, bejammert Stahr den Verlust ihres Bundestagsmandates auf X. „Aber ich bin mir sicher, dass meine Themen in der Fraktion weiter bearbeitet werden.“ Irrer Weise will sie aber in der Wiederholungswahl ein Signal für die Arbeit der Grünen erkannt haben: „Das ist ein starkes Zeichen für die Politik der Grünen. Das Ergebnis gibt uns Rückenwind.“ Es zeige, dass die Grünen im Bundestag und im Wahlkampf einen guten Job gemacht hätten. „Dafür danke ich allen, die auf den Straßen unterwegs waren.“

In den sozialen Netzwerken macht sich der eine oder andere Sorgen um Stahrs Zukunft und kann nachempfinden, dass sie traurig ist, wenn sie demnächst auf das schöne Steuerzahlergeld – voraussichtlich ab dem 4. März – verzichten musst oder gar die Kohle, die sie zwei Jahre zu unrecht eingeschoben hat, zurückzahlen muss. Andere wiederum hoffen, dass für die Ewigkeitsstudentin – Stahr absolvierte von 2002 bis 2011 ein Lehramtsstudium – in irgendeiner NGO ein gut bezahltes Plätzchen gefunden werden kann. Einige befürchten, dass Sie ihre Parteifreund:Innen jetzt fallen lassen.

Die Sorge scheint jedoch unbegründet. Am 13. Dezember 2023 wurde Stahr neben Philmon Ghirmai zur Landesvorsitzenden der Grünen gewählt. Diese Wahl widersprach jedoch der Satzung der Grünen, die eine strenge Trennung von Amt und Mandat vorsieht. Stahr könnte nun den auch nicht gerade schlecht dotierten Landesvorsitzendeposten behalten, da sie ja jetzt aus dem Bundestag geflogen ist. Und das wiederum findet die Grüne toll, ist sie doch “unheimlich gerne Landesvorsitzende“. „Es haben sich ja wohl auch einige hinter vorgehaltener Hand gewünscht, dass ich das über den Sommer hinaus machen kann”, so die von sich sowas von überzeugte Stahr. Die Grünen-Politikerin nimmt im Landesverband eine „große Rückendeckung“ wahr und plant in den kommenden Tagen das Gespräch mit ihrer Partei zu suchen.

(SB)

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