Berlinale-Plakate: Jubeladressen linker Staatskünstler im Nazi-Duktus über AfD-Ausladung (Foto:Imago)

“Tumor”, “Krebsgeschwür”, “Krankheit”: Staatstreue Künstler bejubeln AfD-Ausgrenzung in der Sprache des Unmenschen

Dass deutsche „Kulturschaffende“ seit eh und je auf Seite der Herrschenden stehen, erst recht, wenn der Kulturbetrieb größtenteils von Zwangszuwendungen des Steuerzahlers lebt, ist nichts Neues. In der allgemeinen AfD-Hysterie hat die Berlinale es aber geschafft, noch einmal ein besonderes Ausmaß an Feigheit zu demonstrieren: Seit 2017 wird die AfD, wie alle im Bundestag vertretenen Parteien, zu dem Filmfestival eingeladen. Dieses Jahr meinten aber 200 Filmschaffende, besonders lautstark gegen die Anwesenheit von AfD-Politikern protestieren zu müssen- darunter jedoch keine bekannten Namen. Auch der Bundesverband Schauspiel (kurz BFFS), veröffentlichte ein wirres Statement, in dem die AfD als „antidemokratisch“ verunglimpft und beklagt wurde, dass sie in 14 deutschen Landesparlamenten und im Bundestag vertreten sei.

„Dort sitzt diese Partei, die sich als Alternative für Deutschland empfiehlt, trotz ihrer antidemokratischen Positionen. Sie wurde bei demokratischen Wahlen in diese Parlamente gewählt“, so der Faseltext, der sich ständig selbst widerspricht. „In jüngster Zeit scheint die Mehrheit, die an unserer auf dem Grundgesetz beruhenden pluralistischen Demokratie festhalten will, aufgewacht zu sein. Unsere Schauspielgewerkschaft bittet seine (sic!) Mitglieder und alle Kolleginnen sich sichtbar dieser Mehrheit anzuschließen …“, so der Appell. Auch die Berlinale stimmte in diesen Chor ein. „Gerade auch angesichts der Enthüllungen, die es in den vergangenen Wochen zu explizit antidemokratischen Positionen und einzelnen Politikerinnen der AfD gab, ist es für uns – als Berlinale und als Team – wichtig, unmissverständlich Stellung zu beziehen für eine offene Demokratie“, hieß es zur Begründung der Ausladung.

Angst vor Verlust staatlicher Fördergelder

Und weiter: „Die AfD und etliche ihrer Mitglieder und Abgeordneten vertreten Ansichten, die den Grundwerten der Demokratie zutiefst widersprechen. Forderungen nach einer homogenen Gesellschaft, nach Zuwanderungsrestriktionen und Massenabschiebungen, homophobe und queerfeindliche oder rassistische Äußerungen bis hin zu schlimmem Geschichtsrevisionismus und klarem Rechtsextremismus – all das findet man bei der AfD. Aber diese Partei nutzt ihren Platz in den Parlamenten, um unsere pluralistische Demokratie zu bekämpfen. Sie bekämpft damit auch unsere kulturelle Vielfalt und damit auch das, wofür wir als Kulturschaffende stehen.“

Im Klartext geht es auch hier um die Angst vor dem Verlust staatlicher Fördergelder, falls die AfD politischen Einfluss gewinnen würde. Ein linker Zirkus, der sich auf Kosten der Allgemeinheit in seiner Gutmenschlichkeit suhlt, hat keine Probleme damit, auch die Steuergelder von Millionen AfD-Wählern abzugreifen, wenn er damit sein Lotterleben fortsetzen kann, besteht aber auf der öffentlichen Brandmarkung demokratisch gewählter Politiker.

Tonfall wie aus Goebbels Propagandaministerium

Der BFFS frohlockte denn auch darüber, dass die angeblichen „Rechtsextremen“ ausgeladen wurden – doch das in lupenreiner Nazi-Hassrede. Der dazu veröffentlichte Text strotzt vor Hass, Dummheit und Niedertracht und könnte in seinem Tonfall direkt aus Josef Goebbels` Propagandaministerium stammen: „Das Krebsgeschwür der Ressentiments, des Hasses und des Extremismus wuchert in unserer Gesellschaft ungebremst weiter, bedroht das empfindliche Gewebe der Vielfalt und hat unsere lebenswichtigsten demokratischen Organe, unsere Parlamente, befallen“, heißt es darin. Es sei „leider unvermeidlich“, dass die Berlinaleausladung „dem gefräßigen rechtsextremen Tumor“ einen weiteren Vorwand liefern werde, „in die Opferrolle zu schlüpfen, um diejenigen Mitbürger*innen gegen uns aufzuwiegeln, die ohnehin misstrauisch auf unsere scheinbar privilegierte – und aus „völkischer“ Sicht perverse – kulturelle Glamourwelt schauen“. Daher halte man dem Aufruf fest, sich der „demokratisch gesinnten Mehrheit anzuschließen (…) damit nicht nur ein unangenehmes Symptom, sondern die eigentliche Krankheit beseitigt wird“.

Hier ist nun final und endgültig jede Grenze eines zivilisierten Diskurses überschritten worden. AfD-Politiker und ihre Wähler werden als „Tumor“ und „Krebsgeschwür“, mithin also als Krankheit bezeichnet, die mit allen Mitteln bekämpft werden muss. Das ist exakt die Sprache der Nationalsozialisten, gegen die man, über 90 Jahre zu spät, nun allen Ernstes zu kämpfen meint. Damit setzen sich die überall zu beobachtenden Dammbrüche fort, bei denen jene, die sich als Musterdemokraten inszenieren, Andersdenkende mit zügellosem Hass überschütten und in ihrer Dummheit gar nicht mehr in der Lage sind zu erkennen, dass sie es sind, die den demokratischen Prozess zerstören. (TPL)

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