Neues Feindbild der Linken: Sylt (Foto; imageBROKER.com/Sutterstock)

Unsere Jugend „will zurück nach Westerland“ – und hat dafür gute Gründe…

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Während sich Marine Le Pen nicht mehr dafür erweichen kann, auf unserer bekanntesten Nordseeinsel Urlaub zu machen, werden viele Deutsche Sylt wohl für immer lieben. Denn auch wenn wir nicht wissen, welche politische Einstellung Gigi D’Agostino vertritt, so ist es doch sein französischer Hauch des “L’amour toujours”, welcher in diesen Tagen für Schlagzeilen in der echauffierten Republik sorgt.

Von Dennis Riehle

Da versammeln sich offenbar nicht allzu schlecht situierte Studenten zu ihrer Abschlussfeier am nordischsten Zipfel des Landes, um ihre mäßig überzeugenden Sangeskünste unter Beweis zu stellen – und sich auch nicht allzu textsicher zu geben. Dass sie kurzerhand bis nach Garmisch-Partenkirchen bekannt wurden, das lag unter anderem an ihren Parolen, welche sie in eine Kamera grölten – und diese mit historisch anstößigen Gesten untermauerten. Und so ist es müßig, darüber zu diskutieren, ob die verwendete Wortwahl letztlich den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllen könnte (was auf den ersten Blick nur schwer nachweisbar scheint) – und inwieweit der Alkohol eine Rolle gespielt haben könnte, dass sich unser Nachwuchs zu einer zweifelsohne generalisierenden Abrechnung mit allem Fremden hinreißen ließ. Stattdessen sollte man viel eher die Atmosphäre genauer unter die Lupe nehmen, die den Nährboden für eine solche Aktion darstellt. Während sich also die Bundespolitik kurzerhand mit empörten Stellungnahmen zu Wort meldete – und zu diesem umfallenden Reissack nicht viel mehr zu sagen hatte, als mit der Feststellung zu glänzen, dass es sich um “eklige” Bilder handele und man den Rechtsextremismus mehr denn je bekämpfen müsse, kommen kritische Beobachter durchaus zu dem Schluss, dass hinter einer solchen Ausuferung von jugendlichem Selbstausdruck eine kaum noch zu verleugnende und immanent gewordene Wahrnehmung steckt, dass sich viele Menschen mit Wurzeln bei uns nicht mehr als Einheimische fühlen, sondern zunehmend als Gast.

Und da braucht es nicht einmal unbedingt einen Blick in die Großstädte, um Belege für das Zitat finden zu können, das einst der Grünen-Politiker Daniel Cohn-Bendit zum Nachdenken mit auf den Weg gab: “Die multikulturelle Gesellschaft ist hart, schnell, grausam und wenig solidarisch, sie ist von beträchtlichen sozialen Ungleichgewichten geprägt (…)”. Es können lediglich Globalisten mit ihrer völligen Preisgabe ihrer Identität sein, die in ihrer pluralistischen Harmoniesucht dem Souverän ins Gesicht sagen, dass er es im Zweifel über sich ergehen lassen muss, wenn er mitten in der Fußgängerzone von einem messerstechenden Islamisten ins Jenseits der 72 Jungfrauen befördert wird. Dass derartige Realitäten nicht mehr akzeptiert werden, entspringt weder einer unzulässigen Gesinnung, sondern sie wären in jeder anderen Nation auf diesem Planeten ein Grund dafür, eine radikale Trendumkehr einzuleiten – worum sich beispielsweise Großbritannien mit seinem Deal mit Ruanda derzeit bemüht. Denn der gesamte europäische Kontinent kann mit Ausnahme der von Rückgrat, Stolz und Ehrempfinden getragenen Inseln autochthoner Selbstbestimmung – wie beispielsweise Ungarn – nicht mehr vor der Tatsache davonlaufen, dass der Kontrollverlust über die Migration bereits seit Jahren um sich greift. Der ständige Ablenkungsversuch von Innenministerin Faeser macht mehr denn je deutlich, dass sich die etablierte Politik weder in der Lage, noch willens dazu sieht, an einem Zustand etwas zu ändern, der zwangsläufig auf einen Übergang der kulturellen Wesenseinheit des Abendlandes in die Autorität eines theokratischen Kalifats hinausläuft. Das Fass ist mittlerweile bis zum Rand gefüllt. Und dass es an den ersten Stellen überzulaufen droht, das ist nicht etwa einer Generation geschuldet, deren Eltern einen Ausflug in die High-Society von Schleswig-Holstein finanzieren – und die sich in manch weniger lichten Momenten einer gewissen Geschichtsvergessenheit schuldig macht.

Es ist eine im Kontinuum zu der “Wir schaffen das!”-Kanzlerin fehlgesteuerte Ideologie der Barmherzigkeit und Nächstenliebe gegenüber allen Schicksalsgeplagten auf dieser Welt – sofern sie nicht aus der eigenen Gruppe stammen sollten -, mit der wir Menschen aus aller Herren Länder zu uns einladen, das Asylsystem zu missbrauchen. Da hat der Verfassungsschutz keine wirkliche Zeit oder Lust mehr, sich um interaktive Muslime zu kümmern, welche in unserer toleranzbesoffenen Freiheit alle Register ziehen, um straffrei auf Hamburgs Straßen das Postulat des Gottesstaates skandieren zu dürfen – und hierfür von der Ampel nur ein müdes Lächeln erwarten können, während man die beschwipsten Westerland-Touristen ohne allzu großes Nachdenken mit dem Staatsschutz jagt. Nicht zuletzt dieses zweierlei Maß, was uns mittlerweile in ein nicht nur subjektiv empfundenes Ungleichgewicht hinsichtlich der Verwerflichkeit von bestimmtem Verhalten manövriert hat, offenbart all die Widersinnigkeit einer immer mehr in Richtung Schein abdriftenden Demokratie. Sie lässt sich von denjenigen verteidigen, die bei ausländischen Vergewaltigern stets auf deren traumatische Fluchterfahrung hinweisen und sogleich einen Freispruch einfordern – oder einen lebenslangen Anspruch auf Kost und Logis in der Forensischen Psychiatrie befürworten. Und so ist es tatsächlich eine Sorge und Furcht vor der Zukunft, die nicht wenige unserer Abkömmlinge nahezu täglich neu umtreibt. Nein, sie haben keine Angst vor einer politischen Verantwortung der AfD, sondern wollen ihr ureigenes Recht auf Erhaltung und Fortbestand der Heimat verteidigen. Dass sie damit auf Widerstand derjenigen stoßen, die für ihre Herkunft nichts empfinden – und Patriotismus als Teufelszeug verunglimpfen, sollte niemanden davon abhalten, immer wieder an den Auftrag aus Art. 116 GG zu erinnern, die inhärente “Volkszugehörigkeit” zu bewahren. Hierfür mag die Ballermann-Stimmung am Strand von Kampen nicht geeignet sein. Und doch sollten wir unseren Fokus wieder auf das Wesentliche lenken: Hier geht es um einen unverhohlenen Zwischenruf unserer Sprösslinge, die sich eben nicht sukzessive an den Rand drängen lassen möchten – sondern lediglich zu der profanen Erkenntnis gelangen, dass in Deutschland auch noch übermorgen deutsche Bürger die Mehrheit stellen sollten.