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Hanf zählt zu den ältesten Heilpflanzen der Welt

Die Hanfpflanze Cannabis kennen viele vor allem als verbotenes Rauschmittel. Cannabis galt allerdings in fast allen alten Kulturen als Heilmittel. Inzwischen kommt Cannabis bei uns seit einigen Jahren verstärkt als Arzneimittel zum Einsatz, vor allem in der Schmerztherapie. Wer unmittelbar nach geeigneten Produkten suchen möchte, der wird hier fündig: Jusbob ist einer der besten Online-Cbd-Shops.

Das erste schriftliche Dokument zur medizinischen Verwendung von Cannabis stammt aus China. Dem mythischen Kaiser und Vater der chinesischen Medizin, Shen-Nung wird es um 2700 v. Chr. in der Medikamentenkunde erwähnt. Von China scheint die Pflanze um 800 v. Chr. nach Indien gelangt zu sein. Es gilt als sicher, dass der Hanf schon zu vedischer Zeit als Heilmittel verwendet wurde.

Cannabis als Heilmittel

Erst im Jahr 1839 veröffentlichte der im indischen Kalkutta lebende irische Arzt William B. O’Shaughnessy eine umfassende Studie über den indischen Hanf. Im Hauptteil der Arbeit beschreibt er seine vielfältigen Versuche am Menschen. Er setzte diverse Hanfpräparate mit zum Teil großem Erfolg bei folgenden Krankheiten ein: Rheumatismus, Tollwut, Cholera, Starrkrampf und Krämpfe.

Durch seine Arbeit wurde Hanf ebenfalls in europäischen Regionen mehr und mehr in der Medizin eingesetzt. Um die Jahrhundertwende waren somit Cannabispräparate in der westlichen Schulmedizin beliebt und in den wenigen Aufzeichnungen sind große Erfolge aufgelistet.

Europa streicht Hanf aus der Apotheke

Durch den ersten und zweiten Weltkrieg wurde es immer schwieriger hochwertigen Hanf nach Europa zu importieren. Die Preise sowohl der Rohprodukte als auch der Präparate stiegen massiv an und so verschwand Cannabis aus der europäischen Apotheke. Weiterhin wurde durch strengere Gesetzgebungen in den 1960er Jahren die Verwendung der Cannabismedikamente immer weiter eingeschränkt, bis sämtliche Präparate der Betäubungsmittelpflicht unterstellt wurden, was deren Anwendung in der Praxis fast unmöglich machte.

Das Comeback

Erst seit 2017 kann Cannabis in Deutschland in bestimmten Fällen als Medikament verschrieben werden. Die Wirkstoffe THC und CBD sollen chronischen Schmerzpatienten helfen. Wobei CBD heute in diversen Varianten im frei im Handel erhältlich ist. Cannabis hat durchaus Vorteile, die andere Wirkstoffe nicht haben: Der Körper produziert selbst ganz ähnliche Stoffe, die sogenannten Endocannabinoide. Sie entfalten ihre Wirkung über verschiedene Rezeptoren, die auch für eingenommene Cannabis-Wirkstoffe empfänglich sind. Der Rezeptor CB1 lindert Angst, Stress, Unruhe und Schmerzen. Der Rezeptor CB2 sitzt in den Immunzellen von Lunge und Darm und wirkt antiseptisch.

Zu hoch dosiert allerdings, kann Cannabis das Kurzzeitgedächtnis einschränken und unerwünschte Wirkungen auf die Geschmacksnerven haben. Andere mögliche Nebenwirkungen sind Müdigkeit, Schwindel oder Übelkeit.

Cannabis auf Rezept

Die Studienlage zur Wirkung von Cannabis-Medikamenten für Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen ist noch sehr dünn. Grundsätzlich gilt: Nur Patientinnen und Patienten mit einer schwerwiegenden Erkrankung haben unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Cannabismedikamente per Rezept. Dazu gehört in der Regel, dass alle Behandlungsoptionen ausgeschöpft wurden, die als Standard für die Behandlung einer bestimmten Erkrankung gelten. Aberwitziger Weise könnte der nächste Legalisierungsversuch von Cannabis mal wieder an der Bürokratie scheitern.

Trotzdem zeigen Studien immer häufiger, dass Cannabis gerade im Bereich von Verkrampfungen große Hilfen verspricht. Festzuhalten bleibt: Was die Erforschung von Cannabismedikamenten betrifft, stehen wir erneut auf dem Stand der Jahrhundertwende. Es bleibt zu hoffen, dass die Erforschung von medizinischem Hanf nicht abermals einem politisch motivierten Lobbyismus anheimfällt.

 

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