Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: „F*ck den Checker!“

Eine der medialen Landplagen in der westlichen Welt mit ihren Werten sind zweifellos die selbsternannten „unabhängigen Faktenchecker“. Wer die Fakten zu deren behaupteter Unabhängigkeit checkt, stellt schnell fest, daß diese „Faktenchecker“ oft schwerstabhängig sind. Ein paar Takte über diese fragwürdigen Individuen.

von Max Erdinger

Mit der Vorgehensweise von „Faktencheckern“ hat sich jouwatch in der Vergangenheit schon öfter auseinandergesetzt – hier zum Beispiel. Daß es sich bei „correctiv“ selbst um schwerstabhängige „Faktenchecker“ handelt, ergibt sich aus ihrem Finanzierungsmodell. Darüber haben außer uns selbst schon viele andere berichtet – und zwar u.a. hier – und hier – und da auch noch. Der letzte dieser drei Links verweist ausgerechnet auf den „SPIEGEL“, der sich selbst von der Bill & Melinda-Gates-Stifung mit bislang über 5 Mio. Dollar pampern ließ. Zitat (2017): „Das gemeinnützige Recherchebüro Correctiv will im Netz Falschnachrichten kennzeichnen – finanziert wird die Arbeit zunächst von Stiftungen des Milliardärs George Soros.

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Der Soros & Gates-Spritzenspritzer für die unabhängigen Schwerstabhängigen ist wieder unterwegs – Symbolbild: Imago

Heute geht es um diesen „correctiv“-Artikel. Eine Frau Kimberly Nicolaus titelt: „Tote Briefkästen: Wie sich Verbreiter von Hass oder Desinformation der Justiz entziehen können„. Im Teaser dann: „Adressen in Uruguay, Montenegro oder Ungarn: Verbreiter von Falschinformationen oder Verschwörungstheorien betreiben ein Versteckspiel mit deutschen Behörden. Das Impressum, das eigentlich Transparenz schaffen soll, wird zur Hürde.“ Im Artikel selbst bezieht sie sich nicht nur auf jouwatch, sondern auch auf Boris Reitschuster, das Contra-Magazin und Anonymous-News. Aber ich muß da ein bißchen weiter ausholen.

Bevor Frau Kimberly mit den sicherlich lautersten Absichten diesen Artikel verfasste und „correctiv“ ihn veröffentlichte, hatte sie sich mit ein paar Fragen per Mail an uns gewandt. Sie wollte wissen, ob und wann und wie und warum und überhaupt. Da schauten wir uns fragend an und simultan fragten wir uns gegenseitig: Gibt es die heilige Inquisition schon wieder? Und würden wir uns nicht schwer an den westlichen Werten versündigen, wenn wir dieser Inquisition zuarbeiten würden? – Die Antwort: Ja, würden wir. Beschluß: Wir lassen es bleiben. Wir beantworten keine Fragen von schwerstabhängigen „Faktencheckern“, weil wir uns einig sind, daß die im Grunde nicht richtig Fakten checken, sondern sich mehr auf Narrative kapriziert haben. Das heißt, die checken nur solche Narrative, die ihnen mißfallen. Die Falschmeldung als solche geht ihnen völlig am Allerwertesten vorbei. So wäre zum Beispiel jüngst eine hervorragende Gelegenheit gewesen, der „BILD“-Zeitung einmal recht unabhängig und faktencheckerisch den Scheitel zu ziehen, als auf der Titelseite großspurig behauptet wurde, Putin habe zwei Raketen auf Polen abgefeuert. Wahrscheinlich hätte „correctiv“ das sogar korrigiert. Vielleicht sind sie nicht die Schnellsten, wer weiß. Bevor die „BILD“ das veröffentlichte, war es nämlich „Associated Press“. Da hatte es der sensationslüsterne „BILD“-Eiferling wahrscheinlich her. Das heißt, so schnell wie die „BILD“ hätten die passionierten Wahrheitssucher von „correctiv“ auch sein können, wenn es wirklich die Faktencheckerei wäre, die ihre wahre Leidenschaft darstellt. Immerhin stand ja ein Dritter Weltkrieg im Raum. Da könnte man ein bißchen Hurtigkeit bei der unabhängigen Faktencheckerei erwarten, oder nicht? – Satz mit X: War wohl nix. Und das, obwohl „Associated Press“ die Redaktionen der halben Welt mit Meldungen füttert. Das gibt einen Tadel, „correctiv“! Das war ein schweres Versäumnis! Und jetzt schämt euch artig.

Aber diese so irre unabhängigen „Faktenchecker“ fallen nicht nur in Deutschland durch Arbeitsverweigerung unangenehm auf so bald es um Fakten geht, sondern auch in den USA. Wenn man allein an diese lang unterdrückte Story um Hunter Bidens Laptop denkt, die von der New York Post im Oktober 2020 gebracht worden war und dann wieder einkassiert wurde in den sozialen Medien, um sie als „russische Desinformation“ zu brandmarken – und wenn man bedenkt, daß ihren Wahrheitsgehalt heute niemand mehr bestreitet; wenn man dann weiter bedenkt, daß Joe Biden höchstwahrscheinlich mit der ausgefeiltesten Betrugsmasche nicht hätte Präsident werden können, hätten die „unabhängigen Faktenchecker“ damals einfach das getan, was sie ihrem heiligen Berufsethos nach als ihre Pflicht & Schuldigkeit begreifen müssten; wenn man bedenkt, was während der „Pandemie“ alles für Behauptungen unwidersprochen medial kolportiert werden konnten, und daß die sich fast allesamt als falsch herausgestellt haben, dann darf man sich durchaus fragen, was diese „unabhängigen Faktenchecker“ eigentlich dazu berechtigt, zu behaupten, sie würden Fakten checken. Nein, die checken keine Fakten, außer solche, die ihnen nicht gefallen würden, wenn sie wahr wären. Und wehe, sie finden ein unbedeutendes Detail, das nicht haargenau richtig wiedergegeben ist. Die checken ganz bestimmte Narrative auf Fehlerhaftigkeit. Und nur solche.

Konkret

Die Frau Kimberly Nicolaus wollte wissen, warum wir im Impressum eine Adresse in Ungarn angegeben haben. Als ob wir diese Frage hätten beantworten müssen. Mussten wir nicht und haben wir auch nicht, weil uns ohnehin klar war, daß eine Antwort sinnlos gewesen wäre. Frau Kimberly Nicolaus kannte die Antwort offensichtlich auch ohne unsere kostenlose Mithilfe. Damit wir uns „der Justiz entziehen können“, wie sie schon in der Schlagzeile schreibt. Außerdem sind wir offenbar „Verbreiter von Hass und Desinformation“. Weswegen wir uns natürlich der Justiz entziehen wollen und anscheinend auch können. Dabei ist es ganz einfach: Der aufgeweckte Realist weiß genau, daß Justiz nicht gleich Justiz ist. Justiz gab es zu allen Zeiten und überall. In Uganda zum Beispiel. Eine wesentliche Frage ist immer, ob man es mit einer politisierten Justiz zu tun hat oder mit einer objektiven Justiz. Da wir es in Deutschland natürlich und selbstredend – gar keine Frage! – mit der objektivsten Justiz zu tun haben, die man sich überhaupt vorstellen kann, wie sich am Vergleich diverser Gerichtsurteile miteinander unschwer feststellen läßt, wollten wir uns mit der Kontaktadresse in Ungarn natürlich keinesfalls „der Justiz entziehen“. Das hat überhaupt keine Rolle gespielt. Zumal wir ja eine Adresse in Ungarn haben, in einem Land, wo man der Justiz längst nicht so vertrauen darf wie in Deutschland. Ungarn wird schließlich von einem Quasi-Diktator regiert. Daß dem so ist, weiß sogar ich. Woher? Weil ich noch nie etwas von einem „unabhängigen Faktenchecker“ gelesen habe, der dieser Behauptung widersprochen hätte. Also wird es wohl stimmen. Der Umzug nach Ungarn war deshalb mit nicht einer Faeser .. Faser des Gedankens irgendeiner Justiz geschuldet. Unsereiner muß schließlich die Justiz nicht fürchten. Nicht bei einem von solcher Lauterkeit geprägten Redaktionspersonal. Wenn Justiz ausschlaggebend für den Umzug gewesen wäre, dann wären wir liebend gern in Deutschland geblieben, gar keine Frage. Trotzdem zerren in Deutschland gern die üppigst Spendengestopften unschuldige Mindergestopfte vor Gericht, ganz egal, ob sie damit Aussicht auf Erfolg haben. Die Verteidigung der Mindergestopften, so ihr wahrscheinliches Kalkül, kostet sie auf jeden Fall erst einmal Geld, das ihnen dann schmerzlicher fehlt, als das bei ihnen selbst der Fall wäre. So etwas läßt sich leider mit der objektivsten Justiz der Welt nicht verhindern. In der Kurzform: Wenn wir sie mit dem Recht nicht drankriegen, dann eben finanziell.

Das Geständnis

Aber jetzt verrate ich der Frau Kimberly Nicolaus doch noch, warum wir wirklich von Neutraubling in Bayern nach Ungarn umgezogen sind. Damit sie sich für ihre gräßlichen Unterstellungen artig bei uns entschuldigen kann, was einer so anständigen Faktencheckerin bestimmt ein großes Bedürfnis sein wird. Also, verehrte Frau Kimberly Nicolaus, aufgepaßt: „Neutraubling“ klang uns zu sehr nach „junger Wein“. Bei uns in der Redaktion mag aber niemand jungen Wein. Alle-alle-alle trinken lieber einen Tokajer. Und wo gibt es den meisten davon? – In Ungarn. Außerdem: „In vino veritas“ („Im Wein liegt die Wahrheit“, falls sie keine Lateinerin sein sollten. Nichts zu danken).

Das mit dem „sich der Justiz entziehen können“ hätten Sie sich gar nicht aus den Fingern zu saugen brauchen. Sie wussten es halt nicht besser. Schließlich hatten wir Ihnen nicht auf Ihre Mail geantwortet. Natürlich mussten Sie sich dann irgendetwas ausdenken, das mit den Fakten nichts zu tun hat. Das tut uns leid. Können Sie uns noch einmal vergeben? – Ich bitte Sie! Für meineneinen wäre das Leben schier unerträglich, wenn ich annehmen müsste, die Vergebung von so irre „unabhängigen Faktencheckern“ könnte mir verwehrt geblieben sein. Im Gegenzug will ich Ihnen auch nicht nachtragen, daß Sie behauptet haben, wir würden „Hass und Desinformation“ verbreiten. Das tun wir nämlich nicht – pfui Teufel! –  sondern wir erledigen unsere Arbeit im Dienst von Wahrheit und Erkenntnis nach bestem Wissen und Gewissen. Der jouwatch-Faktenchecker hat uns das bestätigt und behauptet, daß Sie mit Ihrem Artikel Fake-News verbreiten. Und das ist der unabhängigste Faktenchecker von allen, glauben Sie mir. Mit den „toten Briefkästen“ gehe es schon los, sagt er. Unser Briefkasten in Ungarn ist sehr lebendig. Jeden Tag bringt der ungarische Postbote riesige Mengen an begeisterten Leserzuschriften, die Kuverts vollgestopft mit Banknoten, daß sogar Ihr spendaler Soros-Stiftungs-Schorsch (SSS) den Blick beschämt senken würde angesichts der blamablen Dürftigkeit seiner Zuwendungen an Sie. Unser Briefkasten quiekt förmlich vor Lebensfreude. Niemand wüsste das, wenn der lebendige Briefkasten nicht täglich geleert werden würde. Wenn der lebendige Briefkasten quiekt, weiß der Verantwortliche vor Ort sofort: „Hoppla, jetzt wird es Zeit, die Post zu holen“. Und dann holt er sie. Mit dem Lastenfahrrad und einer offenen Flasche Tokajer in der Hand. Ehrlich!

Es tut mir leid, daß sich die Frau Kimberly Nicolaus von „correctiv“ jetzt wahrscheinlich schämt. Im Grunde ist sie sicherlich eine anständige Seele, die schlechtem Einfluß ausgesetzt war. Aber es ließ sich nicht vermeiden. Das Leben ist eben hart und gemein.

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