Fünf vor Zwölf (Symbolbild:Imago/Kraft)

Auch die Mainstream-Presse sieht die Deutschen in Endzeitstimmung

In der “Welt” wurde gestern, in einem leider nur hinter Bezahlschranke (und daher nur für eine relative Minderheit der Leser zu goutierenden) Artikel, unter Berufung auf aktuelle Umfrageergebnisse ein so aufschlussreiches wie denkwürdiges Stimmungsbild der deutschen Öffentlichkeit gezeichnet, das eigentlich bei so ziemlich jedem Regierungsverantwortlichen in Deutschland alle Alarmglocken schrillen lassen müsste. Wörtlich hieß es darin: “In der Bevölkerung macht sich ein ungutes Grundgefühl breit, von Endzeitstimmung begleitet.”

Im weiteren Verlauf wurden die Details der zugrundeliegenden demoskopischen Daten dargelegt. Wichtigste Schlussfolgerung daraus: Nicht eine einziges der von der Politik und Medien als angeblich drängendste “Herausforderungen” oder “Krisen” beschworenen Themen wird von den Deutschen tatsächlich als größtes Problem wahrgenommen; nicht Klimawandel, nicht Energiewende, nicht das angeblich zu geringe gesamtgesellschaftliche “An-einem-Strang-ziehen” (bei Demento-Scholz heißt die zugehörige Phrase “sich gegenseitig unterhaken”) und noch nicht einmal die wirtschaftliche Negativentwicklung – sondern etwas anderes, weitaus Grundlegenderes: Politikverdrossenheit, die sich zunehmend zum Misstrauen in das staatliche und gesellschaftliche Grundordnung insgesamt steigert. “Das Vertrauen in die Politik ist dramatisch gering”, konstatiert die “Welt”.

Systemrelevanter Vertrauensverlust

Was damit gemeint ist, geht über all das weit hinaus, was in früheren Jahren zur Erklärung niedriger Wahlbeteiligungen oder angeblicher “Protestwahl”-Ergebnisse entschuldigend angeführt wurde. Inzwischen ist dieser Vertrauensverlust systemrelevant geworden. Schuld daran ist ausgerechnet das faktische Einheitskartell eben der Blockparteien, die jegliche Andersdenkenden, alle Opposition und Gegenentwürfe zum Regierungskurs unter Verweis auf wahlweise  scheinbare “Sachzwänge”, “Alternativlosigkeiten” oder die “Illegitimität” der politischen Gegner kaltgestellt und ausgegrenzt haben.

Die innere Aporie, die Verzweiflung und moralische Krise infolge großer Ratlosigkeit in weiten Teilen der Bevölkerung, die sich nicht mehr repräsentiert fühlen und das, was sie spüren und denken, nicht mehr offen aussprechen dürfen, nimmt dabei unberechenbare Formen an. Ein stillschweigender allmählicher Konsens wächst heran, dass das alles hierzulande nicht gut gehen kann.

Deutschland irgendwann unbewohnbar – aber nicht wegen des “Klimas”

Die Zerstörung von Industrie und Wohlstand, die Spaltung, die Zerrüttung des sozialen Friedens, der Heimatverlust durch Masseneinwanderung und Islamisierung, grassierende Kriminalität und Sicherheitsverlust im öffentlichen Raum, Bildungsabbau und kollektiver Niveauverlust: All das bewegt sich auf einen Fluchtpunkt hin, an dem es entweder zu einer schrecklichen Entladung aufgestauter Frustrationen kommt, oder eine Kernschmelze der Dekadenz einsetzt, ab der einfach nichts mehr funktioniert und Deutschland selbst unbewohnbar wird.

So empfinden es viele – auch wenn Uneinigkeit darüber besteht, wie lange wohl die Wohlstandssubstanz noch ausreicht, um den Firnis der Normalität, des “im Großen und Ganzen funktioniert doch alles” noch aufrechtzuhalten.  Zukunftsängste sind sehr berechtigt –     aber nicht wegen nebulöser bis schwachsinniger Klima-Phantasmen, sondern weil ein großer Zivilisationsbruch  mit unabsehbaren kulturellen und ökonomischen Verwerfungen tatsächlich bevorsteht. “Unser Zusammenleben ist bedroht”, heißt es in dem “Welt”-Artikel. Da ist wohl mehr dran, als den meisten bewusst ist. (DM)

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