Woke-Wahn: Mit T-Shirts, Tattoos und Socken gegen Vulva-Shaming


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Shirt aus der “La Dolce Vulva”-Kollektion (Foto:Instagram)

Wer geglaubt hat, die kollektive Verblödung durch den Woke-Wahn hätte angesichts des geplanten Selbstbestimmungsgesetzes, sinnbefreiter Aktionen wie Tampons auf dem Männerklo oder Personen mit Brustamputationen auf Schuhen bereits ihr Endstadium erreicht, wird dank des neuen Startups „MSTRY Berlin” eines Schlimmeren belehrt. Das Unternehmen, welches von Alexander Nicolaus , einem früheren Mitarbeiter bei Adidas, gegründet wurde, macht sich stark gegen „Vulva-Shaming“, sexuelle Diskriminierung („Equality“) sowie – wie könnte es auch anders sein? – gegen “Rassismus” . Zudem kämpft man gegen den “Klimawandel” und “für mentale Gesundheit. Das volle Programm.

Wir haben es hier also mit einem wahren Potpourri des Wokismus der Extraklasse zu tun – und das natürlich alles verpackt in Gendersprache und allerhand Anglizismen, von denen viele, die sie nachplappern sollen, wohl gar nicht so recht wissen, worum es sich dabei eigentlich handelt. Zum beim genannten „Vulva-Shaming“: Dieses ist laut “vital.de” eine besondere “…Form des Body-Shamings, bei der dem weiblichen Intimbereich Scham oder sogar Abscheu entgegengebracht wird. Während wir das Wort Penis laut aussprechen, ohne dabei rot zu werden, ist bei unserer Vulva das Gegenteil der Fall. Glattrasiert, rosafarben, die äußeren Schamlippen verstecken die inneren – dieses Bild wird uns von einer vermeintlich normalen Vagina und Vulva durch die Medien und die Gesellschaft vermittelt. Und das, obwohl nur die wenigsten Vulven wirklich so aussehen.

Vulva-Shaming – ein völlig unterschätztes Frauentrauma

Es handelt sich hierbei also wahrlich um eines der größten Probleme der Menschheitsgeschichte! Denn welche Frau kann sich nicht daran erinnern, wie einstige – auch nur potenzielle – (Sexual-)Partner vor oder nach dem Geschlechtsakt mit Argusaugen akribisch ihre Vulva inspiziert haben! Im Dunkeln wurde dafür extra die Taschenlampe gezückt, um sicherzustellen, dass sie bloß keinen optischen Makel aufweist: Etwa ein Härchen zu viel oder um einen Millimeter zu dick? Treten die inneren Schamlippen zu sehr hervor? Stimmt die Farbe und Textur?  Und wer kennt sie nicht, die Frauen, die mit weit gespreizten Beinen stundenlang vorm Spiegel sitzen, um ausgiebig die Weiten und Tiefen ihrer Vulva zu erkunden, um dann möglicherweise das Trauma ihres Lebens davonzutragen, sollte diese nicht dem gängigen Schönheitsideal (welches auch immer das sein mag) entsprechen!

Im Gegensatz dazu gibt es so etwas wie „Penis-Shaming” bezeichnenderweise nicht –  obwohl Länge und Durchmesser des “besten Stücks” kulturgeschichtlich und soziopsychologisch zumindest stets ein komplexbehaftetes Thema waren. Andererseits spielen diese optischen Features in der Praxis überhaupt keine Rolle – weshalb das Thema medial auch keiner Erwähnung bedarf. Zumal die männlichen Parts in Pornos selbst mit ihren 12-Zentimeter-Durchschnittsschwänzen den Damen die ekstatischsten multiplen Orgasmen ihres Lebens bescheren. Sei’s drum!

Socken und Glitzersticker

Um dem sogenannten “Vulva-Shaming” jedenfalls Einhalt zu gebieten, hat Firmengründer Alexander Nicolaus, bei dem es sich angeblichen um einen “Hetero-Cis-Mann” handeln soll (früher hieß so etwas: rundum normalgepolt), extra die Produktlinie „La Dolce Vulva” erfunden, mit deren Artikeln – Socken, Kappen oder T-Shirts – man „auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam machen” und so einen Beitrag zu einer „gleichberechtigten und toleranten Welt” leisten wolle; dies soll ermöglicht werden durch die angebrachten „Statement Designs“. Im Repertoire finden sich so beispielsweise eine ganze „La Dolce Vulva Collection“, welche momentan statt 136,45 Euro für “nur” unschlagbar günstige, für viele allerdings wohl sogar geschenkt noch zu teure 69,90 Euro (lustig!) kosten soll. Für diese Peanuts, die wohl jeder mal aus der Portokasse locker machen kann, bekommt man dann fünf Socken mit wunderschön anzusehenden Vulven in diversen Ausfertigungen, außerdem eine Einkaufstausche, auf der in großen Lettern „La Dolce Vulva” prangt, sowie zehn Glitzersticker, die natürlich allesamt extrem ästhetisch geformte Vulven zeigen, und dann gibt’s obendrauf noch eine Vulva-Postkarte, auf der nicht nur detailverliebt eine Vulva zu sehen ist, sondern auch noch einzelne Detailbestandteile des weiblichen Schoßes wie etwa Klitoris oder Anus; allen anschaulich mit Pfeilen beschriftet, versteht sich.

Freilich darf eine „Spendenkarte” ebenfalls nicht fehlen, mit der man „Vulva-Museen” unterstützen kann. Bei diesen handelt es sich keine konventionellen Museen, sondern um ein gedrucktes “Fächerbuch mit 60 Fotos verschiedener Vulven in all ihrer wunderbaren Farb- und Formvielfalt“- kurzum: Um ein bestsellerverdächtiges Epos von Weltklasse. Das „La Dolce Vulva Tattoo” in Einzelausfertigung wird übrigens mit einem Mädchen beworben, welches zumindest so aussieht, als wäre es noch minderjährig; aber dies würde ja in die neue woke Agenda passen, laut der selbst Babys schon “sexuelle Wesen” sind.

Marathon im Vulva-Kostüm

“MSTRY”-Gründer Alex setzt sich jedoch nicht nur in Form von Tattoos, Socken und allerlei Accessoires gegen Vulva-Shaming ein; nein: Mit viel Körpereinsatz nimmt er – im Vulva-Kostüm, versteht sich – an einem Marathonlauf teil, um „gegen das Patriarchat und für die Sichtbarkeit” zu laufen. Der Mann ist schmerzfrei – oder geht macht sich für sein Business vorbildlich zum Affen! Darüber hinaus ist “MSTRY” natürlich auch sozial engagiert: Spenden, zum Beispiel “für Enttabuisierung” (geht das überhaupt noch?) gehen neben der Produktion der „Vulvamuseen“, unter anderem auch an die Deutsche Aidshilfe, die Berliner Stadtmission, aber auch an die Klimaschutzorganisation „Planted“. Bisher sollen es immerhin über 17.000 Euro gewesen sein. Und natürlich treffenderweise an „Vulvaversity“, ein „feministisches Kollektiv” aus Freiburg, das die Vulva „aus dem politischen und kulturellen Exil holen möchte“ und deshalb mit allerhand Produkten rund um die Vulva aufwartet.

Wem das alles nun doch ein wenig zu vulvalastig ist, der muss jedoch nicht verzagen: Bei “MSTRY” hat man auch noch andere Socken im Sortiment, etwa mit so netten und geistreichen Abbildungen wie der „Fuck you!“-Geste oder sogar mit abgebildeten Brüsten, die hier ganz trendy “Boobs” heißen. Da fehlt eigentlich nur noch eine Produktlinie mit amputierten „Boobs.

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