Rundfunkgebühr (Bild: shutterstock.com/Eigenblau)
Rundfunkgebühr (Bild: shutterstock.com/Eigenblau)

Schau mal Bundesregierung: Frankreich schafft Rundfunkgebühr ab

Die französische Regierung versucht, ihre Bevölkerung in der aktuellen Krisenzeit finanziell zu entlasten und schmeißt unnötige und überflüssige Kostenstellen raus. Jetzt hat sie eine Maßnahme ergriffen, die wohl auch viele Deutsche begrüßen würden: Frankreich schafft Rundfunkgebühren ab. Dass der Rundfunk nun aus Steuermitteln finanziert werde, sei „inkonsequent“, kritisiert Marine Le Pen und fordert die Privatisierung des öffentlichen Rundfunks.

Anders als in einem von links-grünen Abschaffern regiertem Deutschland hat man beim Nachbarn Frankreich – um die Bevölkerung zu entlasten – nun einen Beschluss gefasst, auf den hierzulande viele Menschen neidisch sein dürften. Frankreich streicht die Rundfunkgebühr!

Das was der Gerade-Noch-Gewinner der letzten Präsidentschaftswahl, Emmanuel Macron es während seines Wahlkampfes in Aussicht gestellt hatte, hat die französische Nationalversammlung laut Digitalfernsehen.de am 23. Juli 2022 die Abschaffung der Rundfunkgebühr abgenickt. Damit wolle man auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten reagieren und die Kaufkraft der Bürger erhöhen, heißt es hierzu laut dem Magazin computerbild.

170 Abgeordnete haben für das Aus der Zwangsgebühr gestimmt, 57 waren dagegen. Nun muss nur noch der Senat den Beschluss durchwinken und französische Haushalte mit Fernsehgerät sind künftig um 138 Euro pro Jahr reicher. So viel musste der französische Bürger bislang für die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abdrücken, aber nur dann, wenn er auch im Besitz eines TV-Geräts sind.

Damit die öffentlich-rechtlichen Fernsehsender und Radiostationen auch weiterhin- und das geht nun als Satire durch –  „neutral“ über das Weltgeschehen berichten können, will Frankreich die Finanzierung des Rundfunks künftig über einen Teil der Mehrwertsteuer abdecken. Das wiederum findet die der Rassemblement National (RN) Vorsitzende Marine Le Pen „inkonsequent“ und fordert eine komplette Privatisierung.

Ob in Deutschland der nimmersatte, durch Zwangsgebühren jährlich mit über 8 Milliarden Euro fette öffentlich-rechtliche Rundfunk und seine Nutznießer nun das große Zittern bekommen, darf bezweifelt werden. Zwar fordern auch hierzulande viele Menschen schon seit Jahren die Abschaffung des Zwangsgebühren finanzierten Staatsfunks. Die einstmals von der umstrittenen Gebühreneinzugszentrale (GEZ) eingetriebene Pflichtabgabe beträgt hierzulande satte 220,32 Euro im Jahr und fällt für jeden Haushalt an – unabhängig davon, ob ein Empfangsgerät vorhanden ist oder nicht. Erst 2021 wurde die Gebühr nochmals deutlich erhöht. (SB)

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