Erdingers Absacker; Bild: Collage
Erdingers Absacker; Bild: Collage

Erdingers Absacker: „Catcalling“ – Miez-Miez-Pussycat!

+++ Erfahrene Männer wissen, was sexuelle Belästigung ist. Wenn dem Adam entnommene, vom Herrn perfekt getunte Rippen namens Eva mit langen und wohlgeformten Beinen auf High Heels im kurzen Röckchen blasiert durch die Fußgängerzöne stöckeln und mit ihrer sehenswerten Äußerlichkeit Werbung für die inneren Werte betreiben. Das ist sexuelle Belästigung. Da nun erfahrene Männer keine Zicken sind, nehmen sie das den getunten Rippen nicht sonderlich übel, sondern schauen ihnen voll der gütigen Nachsicht hinterher. Manche machen auch einen netten Kommentar, vermittels welchem sie ihrer großmütigen Vergebungsbereitschaft durch solche Freundlichkeiten wie „boaaah, steiler Zahn!“ Ausdruck verleihen. Wenn sie des Deutschen nicht so mächtig sind und dennoch verstanden werden wollen, pfeifen gnädig hinter der perfekt getunten Rippe her. Das ist ein international gebräuchliches Signal, bei dem Frauen wissen, daß sie sich einen Auftrag abholen sollen. Weswegen sie unwillkürlich aufmerken. Furchtbar böse Frauen nennen so etwas „catcalling“, obwohl die wenigsten erfahrenen Männer sie mit  „Miez-Miez-Pussycat!“ überhaupt gerufen hätten. Eine dieser furchtbar bösen Frauen heißt Anna-Sophie Dreussi und hat für „Vice“ einen Artikel verfasst. In der Rubrik „Politik“ schlagzeilte sie: “ Warum catcalling in Deutschland noch immer nicht verboten ist.“ In Spanien gelte „catcalling“ seit Ende Mai als Straftat, schreibt sie weiter. Und: „Diese Form von Belästigung begrenzt den Raum, den weiblich gelesene Personen öffentlich einnehmen dürfen.“ Ein inexistenter Experte für Zukunft & Prognose konnte die böse Frau aber beruhigen. Wenn das mit der Islamisierung Deutschlands so weiter gehe, so der inexistente Experte, würden in ein paar Jahren keine „cats“ im öffentlichen Raum mehr zu sehen sein, die man „callen“ könnte, weil das ungefähr das gleiche wäre, wie die Katze im Sack zu kaufen. Deswegen lohne sich der Aufwand gar nicht mehr, jetzt noch ein Gesetz zum Schutz „böse gelesener Tuningrippen“ vor der Vergebungsbereitschaft sexuell belästigter Männer zu erlassen. +++

„No more catcalling“ – Foto: Imago

 

+++ Robert Habeck, als deutscher Wirtschafts- und Klimaminister in der Rolle seines Lebens, heulte fast bei seiner Rede am „Tag der Industrie“, einer „Zukunftskonferenz mit Impulsen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft“, die am 20./21. Juni stattfand. Alles sei ganz furchtbar schlimm. Wenn „wir“ mit halb vollen Gasspeichern in den Winter gehen, so Habeck mit brüchiger Stimme, dann stehe die deutsche Wirtschaft spätestens im Frühjahr vor einer Situation, in der man keine richtigen Entscheidungen mehr treffen könne. Und jetzt kommt’s: Es sei daher völlig unangemessen, sich in einer solchen Situation mit Zustimmungswerten zu Personen – auch zu seiner eigenen – zu befassen. An der Stelle hat er fast geweint. Dabei wäre Aufmunterung so leicht zu haben gewesen. Nord-Stream-2 sofort in Betrieb nehmen und sich bei Herrn Putin artig für die unverschämte Einmischung in einen Krieg entschuldigen, der das deutsche Volk überhaupt nichts angeht. Komplettiert sollte das Ganze werden durch ein Rücktrittsangebot, verbunden mit einer Entschuldigung an das deutsche Volk dafür, daß seine wirtschaftliche Existenz als Industrienation von der eigenen Regierung ohne Not aufs Spiel gesetzt wurde. Ein inexistenter Experte für Gasförmiges & Überflüssiges ergänzte, mit der vorauseilenden Ankündigung einer Auflösung der Grünen ließen sich zusätzlich Rachegedanken im Wahlvolk besänftigen. +++

Geknickter Habeck – Screenshot Facebook

+++ Deutschland 2022 ist das Land, in dem man sich von einem üppig alimentierten, unproduktiven Alt-Bundespräsidenten sagen lassen muß, man könne auch einmal ein paar Jahre auf Lebensfreude verzichten und frieren für die Freiheit. In Deutschland 2022 muß sich man von einem grünen Ministerpräsidenten anhören, „wir“ müssten „bürgerliche Freiheiten einschränken“. Von einer Verteidungsministerin muß man sich erzählen lassen, daß Panzer eigentlich keine Panzer seien, weil sie zum Schutz der Infrastruktur mit dem Rohr in die Luft schießen; von einer grünen Außenministerin, daß „wir“ nicht kriegsmüde werden dürften – und von einem Wettermoderator des ZDF, daß „wir unseren Wohlstand abbauen müssten“. Ein inexistenter Experte für Personal & Pronomen prognostizierte, daß wir uns ganz dringend mit öffentlichen Personen werden auseinandersetzen müssen, die ständig „wir“ sagen, wenn sie „Ihr“ meinen. Und zwar in einer Weise, daß Zuständigkeiten und Kompetenzen hernach ein- für allemal geregelt sind. +++

ZD-Wettermoderator als Wohlstandsweiser – Screenshot Facebook

+++  Alexander Gauland, Ehrenvorsitzender der AfD-Fraktion, zur Haltung des ungarischen Botschafters in Deutschland, Péter Györkös hinsichtlich des Ukrainekrieges. „Ungarns Haltung zum Krieg in der Ukraine deckt sich in vielen Punkten mit der Auffassung der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag. Auch wir ziehen ähnlich wie Ungarn aus der Geschichte die Lehre, dass Deutschland alles tun muss, um eine direkte Konfrontation mit Russland zu vermeiden. Auf keinen Fall dürfen wir uns in diesen Krieg hineinziehen lassen, auch wenn das verständlicher Weise im Interesse der Ukraine und des ukrainischen Präsidenten Selenskyj ist. Daher spricht sich die AfD-Fraktion gegen Waffenlieferungen an die Ukraine aus. Das ändert nichts daran, dass der Krieg Russlands gegen die Ukraine ungerecht und grausam ist. Aber wir müssen deutlich sagen: Dieser Krieg ist nicht unser Krieg. Unsere Freiheit ist von diesem Krieg nicht betroffen. Es handelt sich bei dieser Auseinandersetzung vielmehr um einen postzaristischen beziehungsweise postsowjetischen Krieg als Nachwirkung des Zerfalls der Sowjetunion. Wir dürfen keinesfalls zulassen, dass sich durch diesen Krieg das strategische Gleichgewicht in Europa grundlegend verändert und so der Keim für weitere Konflikte gelegt wird. Eine künftige europäische Friedensordnung ohne gleichberechtigte Einbeziehung Russlands wird keinen Bestand haben und neues Leid verursachen.“ – Ein inexistenter Experte für Zustimmung & Ablehnung äußerte sich überwiegend zustimmend, warf aber ein, daß jeder Krieg ungerecht und grausam sei, was aber bislang nichts an der Tatsache geändert habe, daß Kriege stattfinden, weswegen sich der Ehrenvorsitzende der AfD auch den Hinweis hätte sparen können, daß der Krieg Russlands gegen die Ukraine ungerecht und grausam sei. Krieg sei eben Krieg. Weil das so ist, hätte der Krieg unbedingt vermieden werden müssen, anstatt ihn heraufzubeschwören. Daß er nun stattfindet, sei bei weitem nicht allein Putins Schuld. Im Übrigen könnte der Krieg längst beendet sein, wenn er nicht durch westliche Waffenlieferungen in die Länge gezogen werden würde. Im Leben sei schließlich alles besser, als der Tod. Und die Einlassung der EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, daß die Ukrainer anstatt zu leben lieber sterben würden „für die europäische Perspektive„, verdiene bald noch mehr Verachtung, als die Warnung einer grün-feministischen „Pazifistin“ vor deutscher Kriegsmüdigkeit. +++

Ursula von der Leyen – Foto:Imago/Xinhua
Annalena Baerbock legt ungehemmt nach!; Bild: Startbild Youtube Tim Kellner
Gegen die Kriegsmüdigkeit: Grünpazifistische  Feministin Baerbock, deutsche Außenministerin – Bild: Startbild Youtube Tim Kellner

Themen

Nicole Höchst MdB; Bild: Nicole Höchst
AfD
Brisant
Corona
Erdingers Absacker; Bild: Collage
Deutschland
Gender
Aktuelles
Islam
Erdingers Absacker; Bild: Collage
Deutschland
Klima
Linke Nummern
Medienkritik
Migration
Erdingers Absacker; Bild: Collage
Deutschland
Ukraine
Wahlkampf
Wirtschaft