Ursula von der Leyen (Bild: shutterstock.com/Frederic Legrand - COMEO)

EU-Kommission hält Zahlen zurück: Deutschland ist mit weitem Abstand größte EU-Nettozahler

Das sind Zahlen, die dem deutsche Steuerzahler vorenthalten werden: Deutschland ist 21,4 Milliarden Euro mit weitem Abstand deer größte Nettozahler der Europäischen Union. Diese Horrorsumme veröffentlicht die EU-Kommission jedoch lieber nicht mehr. Aus gutem Grund.

Bis 2019 veröffentlichte die EU Zahlen zu den Nettopositionen der Mitgliedsländer. Dann beendete sie diese „Praxis“. Sie seien nicht aussagekräftig, hieß es aus Brüssel. Das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sieht das anders, nachgerechnet und sich dabei an die alte Methode der EU-Kommission gehalten.

Die Horrorzahl, die dabei herausgekommen ist: Im Jahr 2021 hat Deutschland insgesamt 21,4 Milliarden Euro mehr an die EU gezahlt, als aus Mitteln der EU nach Deutschland flossen. Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU stieg Deutschlands Sponsorbeitrag 5,9 Milliarden Euro an, so das IW.

Deutschland ist somit mit Abstand der größte Nettozahler der EU. Der deutsche Beitrag ist fast doppelt so hoch der des zweitgrößten Zahlers Frankreich mit 10,9 Milliarden Euro.

Demzufolge haben 2021 zehn Staaten mehr in den EU-Haushalt eingezahlt, als sie daraus erhalten haben; sie waren damit Nettozahler. 17 Staaten waren Nettoempfänger. Vergleicht man zunächst die absoluten Beträge, zeigt sich laut dem arbeitgebernahem Institut der deutschen Wirtschaft, dass Deutschland mit einem Betrag von 21,4 Milliarden Euro mit weitem Abstand der größte Nettozahler des Jahres 2021 war. Es folgen Frankreich mit 10,9 Milliarden Euro und die Niederlande mit knapp 4,1 Milliarden Euro. Die Top 5 werden durch Schweden (2,5 Milliarden Euro) und Dänemark (circa 1,5 Milliarden Euro) komplettiert. Bei den Nettoempfängern liegt Polen mit 12,9 Milliarden Euro vorn. Es folgen Griechenland mit 4,7 Milliarden Euro und Ungarn mit 4,3 Milliarden Euro. Die weiteren Plätze belegen Rumänien (4,2 Milliarden Euro) und Spanien (3,5 Milliarden Euro).

Betrachtet man die Nettopositionen relativ zum Bruttonationaleinkommen (BNE) – ehemals Bruttosozialprodukt-, so verschiebt sich das Bild etwas. Größter Nettozahler bleibt jedoch auch in dieser Betrachtung Deutschland, welches 0,58 Prozent des BNE abtritt. Es folgen die Niederlande mit 0,48 Prozent, Schweden mit 0,46 Prozent sowie Frankreich und Dänemark mit jeweils 0,43 Prozent. Bei den Nettoempfängern liegt Kroatien mit 3,08 Prozent des BNE an der Spitze. Es folgen Litauen und Ungarn mit 3,05 und 2,89 Prozent. Auf den nächsten Plätzen liegen Bulgarien (2,84 Prozent) und Lettland (2,76 Prozent).

Die Europäische Kommission veröffentlicht diese Zahlen anders als früher nicht mehr selbst. Das IW fordert die undemokratische Clique in Brüssel auf, die Zahlen wieder selbst zu veröffentlichen. Dies gebiete die Transparenz.

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