Annalena Baerbock (Bild: shutterstock.com/Alexandros Michailidis)

Baerbock bei Miosga: Ein Abgrund der Peinlichkeit

Gestern abend verlief die Sendung „Caren Miosga“ wieder einmal nach den typischen ÖRR-Muster „Vier Stühle – eine Meinung“. Zu Gast waren Außenministerin Annalena Baerbock, der Journalist und Leiter des Moskauer Büros der „Zeit“, Michael Thumann und Minna Ålander, Sicherheitsexpertin vom Finnish Institute of International Affairs. Baerbock stellte durchgehend klar, dass es beim Ukraine-Krieg keine Rückkehr zur Vernunft geben wird. „Mit diesem Putin-Russland wird es leider auf absehbare Zeit keine Sicherheit geben und deswegen müssen wir uns vor diesem Putin-Russland schützen“, schwadronierte sie. Auch sonst leierte sie gnadenlos die üblichen Phrasen ab.

Von atomaren Drohgebärden dürfe man sich nicht einschüchtern lassen, dozierte sie, „wir müssen an der Seite der Ukraine stehen und alles dafür tun, dass sie sich verteidigen kann“ und natürlich: „Wenn wir jetzt nicht Stärke zeigen, dann wird es keinen Frieden geben.“ Den Verhandlungsappell von Papst Franziskus wies sie brüsk zurück. „Ich glaube, man kann manche Dinge nur verstehen, wenn man sie selbst sieht”, so Baerbock. Wenn sie mit Kindern in der Ukraine spreche, die vom Krieg betroffen seien, dann frage sie sich: „Wo ist da der Papst? Der Papst muss von diesen Dingen wissen.” Dass diese plumpe Emotionalisierung nichts an den militärischen Fakten ändert, ist ihrem infantilen Gemüt unverständlich.

Miosga wie Vorgängerin Will nichts als Stichwortgeberin

Miosga fungierte -wie ihre Vorgängerin Anne Will- vor allem als Stichwortgeberin für Gäste, mit denen sie voll übereinstimmt. Thumann und Ålander sprachen sich für die Lieferung von deutschen Taurus-Raketen an die Ukraine aus. Baerbock tat dies zwar nicht offen, ließ aber dennoch durchblicken, dass sie die Entscheidung von Bundeskanzler Olaf Scholz, die Marschflugkörper nicht zu liefern, für falsch hält. Gegenstimmen waren gar nicht erst eingeladen.

Während man sie, etwa bei „Hart aber fair” hin und wieder dazuholt, um von den Gästen im Verbund mit dem Moderator niedergebrüllt und bloßgestellt zu werden, blieb man bei Miosga gleich ganz unter sich. Dass die militärische Situation der Ukraine, auch mit immer neuen westlichen Waffenlieferungen, aussichtslos ist und Friedens- oder zumindest Waffenstillstandsverhandlungen der einzige Ausweg aus dieser Tragödie sind, sollte niemand hören. So ziehen Politik und Medien wieder einmal einträchtig am gleichen Strang, an dem das Volk letztlich aufgehängt wird, dass in jeder Hinsicht die Kosten für diese blindwütige Verbohrtheit zahlen muss. (TPL)

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