Staatlich verordnete Kinderexperimente: Biontech verspricht Covid-Impfstoff für Kleinkinder und Säuglinge

Impfen - keine Frage des Alters mehr (Symbolbild:Imago/Xinhua)

Wenn in der Markenforschung erfolgreiche Brands eingeführt sind, dann wird früher oder später die Produktpalette erweitert – durch neue Geschmacksrichtungen, Verpackungen oder sonstige Modifikationen, um so neue Zielgruppen zu erschließen. Das gilt für Zahnpasta, für Schokoriegel, für Erfrischungsgetränke, für Fertiggerichte – und natürlich, wie sollte es anders sein, auch für Corona-Impfstoffe. Der deutsche Pionier-Entwickler der mRNA-Impfstoffe, Biontech, verkündet nun, bereits ab Juni für ältere Kinder, ab September auch für Säuglinge einen spezielles Covid-Vakzine auf den Markt zu bringen.

Ganz verzückt reagierten die journalistischen Junkies der Impfkampagnenpresse auf entsprechende Ankündigungen von Biontech-Gründer Ugur Sahin, der im „Spiegel“ – zur herauslesbaren Begeisterung des Magazins – bekannt gab, beim Rollout für die Kinderimpfstoffe könne es „jetzt sehr schnell gehen„. Die bisherigen Studien hätten eine „hohe Wirksamkeit und Verträglichkeit“ gezeigt. In wenigen Monaten also – und somit definitiv lange, bevor überhaupt die erwachsene Bevölkerung durchgekämpft sein wird – sollen dann auch die Jüngsten mit dem Experimentalimpfstoff beglückt werden.

Überhaupt niemand mehr scheint in diesem Zusammenhang die Frage zu stellen: Wenn die Risikogruppen komplett geimpft sind und auch die zwar deutlicher seltener, aber mit durchaus erhöhter Restwahrscheinlichkeit ebenfalls erkrankenden (wenn auch von heftigen oder schweren Verlaufsformen kaum betroffenen) Menschen mittleren Alters ihren „Schuss“ erhalten haben – wieso sollten dann eigentlich auch noch die Kleinsten zwangsgeimpft werden, für die selbst Covid bis heute kein irgendwie relevantes Risiko darstellt? Bei weniger als einer Handvoll stationärer Covid-Fälle von Kindern unter 8 Jahren ist selbst ein noch so niedriges Nebenwirkungsrisiko einer Impfung immer noch deutlich größer, als dass Covid in dieser Altersstufe Schaden anrichtet.

Fragwürdiger epidemiologischer Nutzen

Jetzt auch noch die Kinder mit eigens angepassten Vakzinen zum Teil des nationalen Impfplans zu machen (und das ausgerechnet mit einem Impfstoff, der – anders als Polio- oder Tetanusimpfungen – nicht auf unbestimmte Zeit immunisiert, sondern nur für einen offenbar sehr kurzen Zeitraum, bis dann Wiederholungs- oder nötig werden), bedeutet nichts anderes, als sie zum Teil eines medizinischen Großexperiments zu machen. Hier sollte der Ethikrat schleunigst einschreiten.

Unterdessen darf man gespannt sein, was die Pharmaindustrie noch an weiteren Spezialanpassungen der Covid-Vakzine austüftelt: Vielleicht bald Impfstoffe speziell für Schwangere, für über 100-jährige, für bestimmte Volksgruppen wie Pygmäen oder sonstige Naturvölker? Impfstoffe für Nutz- und Haustiere, vielleicht auch für Fledermäuse und Gürteltiere als potentielle Überträger der Ursprungsvariante? Covid-Impfstoffe gegen Computerviren? Ein neues Zeitalter ist angebrochen – und es scheint einfach nicht mehr zu absurd, um vielleicht morgen schon Realität zu werden. (DM)