Das grüne Energiechaos wirft seine Schatten voraus: Erneuter Frequenzabfall im EU-Stromnetz

Stromausfall (Symbolbild:Imago/7aktuell)

Es war ein weiterer Vorgeschmack auf das, was uns die grüne Endstufe der Energiewende nach deren Regierungsübernahme oder -beteiligung zukünftig vermehrt bringen wird: Zum zweiten Mal in diesem Jahr kam es – kaum von der Öffentlichkeit bemerkt –  im europäischen Stromnetz zu einem temporären Abfall der Netzfrequenz; kleiner zwar als der Lapsus im Januar, aber doch empfindlich genug. Grund waren Probleme mit der Stromeinspeisung und Umspannung.

Und genau diese Störungen treten in Folge einer immer grenzwertigeren, unausgeglicheneren Stromproduktion auf, wie sie vor allem für die regenerativen Energien ohne hinreichende Transport- und Speicherkapazitäten typisch sind: Um die Grundlast zu gewährleisten (und damit die grüne Illusion vom klimaneutralen Ökostrom), müssen immer raffiniertere und komplexere Stromtransfers zwischen den europäischen Nachbarländern gemanagt werden – und das Problem wird umso mehr an Dringlichkeit zunehmen, wenn in Deutschland nach dem AKW auch die Kohlekraftwerke vom Netz gehängt wurden – und so die Abhängigkeit von ausländischen Stromimporten steigt.

Der Frequenzabfall von vorgestern Nachmittag sei, so berichtet die österreichische „Krone„, zwar deutlich kleiner gewesen als ein ähnlicher Zwischenfall zu Jahresbeginn. Laut dem deutschen Übertragungsnetzbetreiber Amprion sei die Systemsicherheit jedoch nicht gefährdet gewesen. Im Januar war es die Überlastung einer Umspannanlage in Kroatien gewesen, die eine Kettenreaktion auslöste und das europäische Stromnetz in faktisch zwei Teile aufsplittete; in Frankreich und Italien waren daraufhin –  zur Stabilisierung – die industriellen Großverbraucher automatisch vom Netz genommen worden.

Grüner Energiepfusch gefährdet Versorgungsstabilität

Diesmal war es ein Problem mit der Stromeinspeisung in Polen, die die Frequenz aus der Balance brachte; unter normalen Umständen liegt diese im kontinentaleurpäischen Wechselstromnetz zwischen 49,8 Hertz und 50,2 Hertz. Weicht sie nach oben oder unten hiervon ab, so beeinflusst dies laut Amprion die Funktion zahlreicher elektrischer Geräte und droht die Generatoren der angeschlossenen Kraftwerke zu beschädigen.

Und schlimmer noch: Das planwirtschaftliche Herumpfuschen in der eigentlich tadellos funktionierenden Infrastruktur des euroäpäischen Stromnetzes im bewährten, bisherigen Strommix durch grüne Ideologen droht auch die Feinjustierung zu gefährden – und uns eine Zukunft mit regelmäßigen Teil- oder Totalblackouts zu bescheren. (DM)