Nächste Spahn-Pleite: Digitale Impfpässe in Apotheken sind kinderleicht zu fälschen

Foto: Jens Spahn (über dts Nachrichtenagentur)

Öfter mal was Neues: Es wäre ja ein echtes Wunder gewesen, wenn in der Umsetzung von Corona-Regularien und ständig neuen Verfahrensweisen auch EINmal etwas ohne Pannen geklappt hätte. Erneut nämlich behalten jene recht, die im digitalen Impfpass eine weitere betrugsanfällige, datenschutzrechtlich unausgegorene Schnapsidee eines Gesundheitsregimes im Kontrollrausch erkennen: Weil der offizielle deutsche Impfnachweis eine gravierende Sicherheitslücke aufweist, wurde seine Ausstellung über die Apotheken nun gleich wieder gestoppt.

Vorausgegangen war der erfolgreiche Versuch zweier IT-Sicherheitsspezialisten, innerhalb von 48 Stunden unbemerkt auf das Impfnachweis-Portal der Apotheken zuzugreifen und dort gültige Zertifikate zu erstellen – ohne Prüfung, ob die betreffende Person geimpft ist oder nicht. Das „Handelsblatt“ berichtet heute über den erfolgreichen Hack mit Ansage. Die angewandte Vorgehensweise war dabei denkbar simpel: Die beiden Männer hatten sich den Zugang verschafft, indem sie Daten einer fiktiven Apotheke einreichten. Für die Überprüfung verlangte der zuständige Deutsche Apothekerverband (DAV) lediglich zwei vergleichsweise leicht zu fälschende Dokumente. Vom „Handelsblatt“ mit den Mängeln konfrontiert, stoppte der DAV vorgestern prompt die Möglichkeit zur Ausstellung von digitalen Impfnachweisen.

Damit bestätigt sich, was Gegner der Impf-Apartheid als rein technische Dimension dieser permanenten Gesundheitsüberwachung früh moniert haben: Dass am Ende die Wiedererlangung von Freiheiten von leicht manipulierbaren Zertifikaten abhängig gemacht wird und somit selbst dann, wenn man diese für infektiologisch und gesundheitspolitisch für unerlässlich hält, aus den verwendeten Nachweisen gar nicht auf die „Unbedenklichkeit“ der vorzeigenden Person geschlossen werden kann, weil es sich ebensogut um Fälschungen handelt.

Damit wird die gesamte Grundidee hinter den Nachweisen, selbst nach der Logik ihrer Befürworter, zur Farce. Doch die setzen unbeirrt weiter auf das System – und reagieren nun quasi mit „Kontrolle der Kontrolle“: Die Zugänge würden mehrfach pro Woche überprüft, nun sei eine weitere Überprüfung der Impfnachweise gestartet worden, so der DAV. Diese habe jedoch bis gestern Nachmittag „keine Hinweise auf andere unberechtigte Zugänge“ ergeben. Allerdings – welche Überraschung – werden im Darknet bereits digitale Impfzertifikate aus Deutschland angeboten, wie das Schweizer Nachrichtenportal „Watson“ berichtete. An den Kennziffern ist abzulesen, dass diese durch Apotheken ausgestellt werden.

Einzige ehrliche Lösung wäre Vernichtung aller DAV-Impfnachweise

Es ist ziemlich wahrscheinlich, dass die kriminellen Anbieter eine der aufgezeigten Schwachstellen des DAV-Portals nutzen„, sagt einer der Experten laut „dts Nachrichtenagentur“. Dass alle beim Webportal angemeldeten Apotheken noch einmal fundiert geprüft werden, birgt keine hundertprozentige Sicherheit. Denn es besteht auch die Möglichkeit, dass sich Kriminelle die Anmeldedaten einer echten Apotheke erschlichen haben. Zudem gibt es keine Möglichkeit, bereits ausgestellte Impfnachweise nachträglich zu sperren. „Die einzig ehrliche Lösung wäre, die 25 Millionen Impfnachweise, die über das DAV-Portal ausgestellt wurden, allesamt für ungültig zu erklären„, sagte einer der Experten.

In der Tat: Besser wäre es, den gesamten Impfnachweis-Humbug komplett zu beenden. Ohnehin schürt dieser nur sozialen Unfrieden und bringt überhaupt keinen nachvollziehbaren Nutzen, weil Geimpfte doch eigentlich durch ihre Impfung vor möglicherweise ansteckenden Ungeimpften geschützt sein sollten – sonst bräuchte es die Impfung nicht. Schon deshalb ist die unbedingte Notwendigkeit, sich nur mit ebenfalls Geimpften oder Gesunden am selben Ort aufhalten zu dürfen (was mit der Impfnachweispflicht bzw. den „GGG“-Regeln ja bezweckt wird), völlig unlogisch – oder die Impfung macht keinen Sinn.

Wenn jetzt auch noch die Nachweise für die Mülltonne sind, könnte und sollte die Konsequenz sofort sein, nach dem Vorbild vieler US-Staaten auf jeglichen Impfnachweis ganz zu verzichten. Dann gäbe es auch keine Blamagen mehr, weil die Bundesregierung unter dem zuständigen Bankkaufmann Spahn eine funktionierende Kontrolllösung sowieso nicht gebacken bekommt. Das wurde bereits daran deutlich, dass der Weg zur Ausstellung der Impfnachweise über Apotheken ursprünglich gar nicht vorgesehen war; er wurde von Spahns Ministerium –  „aufgrund des Zeitdrucks bei dem Projekt“ –  kurzfristig eingerichtet. Mit heißer Nadel irgendetwas gestrickt, und am Ende klappt nichts und der Steuerzahler darf alles ausbaden: das kennt man von diesem Versagerminister bereits zur Genüge – Stichwort Maskenbestellung, FFP-Maskenverteilung und Schnelltests. (DM)