Franzosen und Italiener machen mobil gegen Impf- und Gesundheitsfaschismus, die Deutschen halten brav still

Gestrige Proteste in Paris (Foto:Imago/LePictorium)

In Frankreich gehen Hunderttausende auf die Straße und laufen Sturm gegen die geplante Gesundheits-Totalüberwachung per Impfpass. Ärzte, Pfleger und Feuerwehrleute wehren sich gegen die geplante Impfpflicht in ihren Berufsgruppen. In Italien verbrennen wütende Bürger in vielen Städten unter „Freiheit„-Rufen symbolisch ihre „Gesundheitspässe“, ohne die sie ab sofort im Alltag praktisch überall diskriminiert und ausgesperrt werden. Und in Deutschland? Da schluckt die Mehrheit brav alles – während diejenigen, die dagegen protestieren, zusammengedroschen und von zwangsgebührenfinanzierten öffentlich-rechtlichen Corona-Impfpropagandisten (etwa in den „Tagesthemen“) lächerlich gemacht werden.

Selbst wenn man in Rechnung stellt, dass die Demonstrationskultur in Frankreich traditionell eine andere ist als hierzulande, so sind die dortigen Unruhen schon deutlich härter und vehementer als etwa die der Gilet-Jeune (Gelbwestenbewegung) oder die von streikenden Schülern und Studenten der vergangenen Jahre. Das hat wohl inzwischen auch die beunruhigte Regierung in Paris eingesehen: Gestern Abend nahm sie zumindest ein wenig Druck aus dem Kessel – und lockerte einige der vorgesehen Normen; so sollen negative Tests nun doch 72 Stunden gültig sein, statt der bislang vorgesehenen 48 Stunden. Außerdem sollen neben Antigen- und Schnelltests auch Selbsttests unter medizinischer Aufsicht anerkannt werden.

Dies wird jedoch die Wut der Franzosen kaum zügeln – denn die zentralen Inhalte der Ende Juli vom Parlament abgesegneten, verschärften Corona-Regeln bleiben erhalten.Vor allem der „Gesundheitspass“, ohne den man ab morgen in keine Arztpraxis, in kein Restaurant oder Café, kein Museum und keine Kultureinrichtung mehr hineinkommt und der sogar in vielen Einkaufszentren Pflicht ist, ebenso wie bei längeren Reisen in öffentlichen Verkehrsmitteln – und der im Prinzip all das vorwegnimmt, was Jens Spahn und die Bundesregierung auch mit den Deutschen vorhaben.

Wer keine zertifizierte „Genesung“ oder einen aktuellen Negativ-Test nachweisen kann, wird ausgesperrt und ganz bewusst öffentlich zum Querulanten abgestempelt; in einem Staat, der sich Liberté, Egalité, Fraternité auf seine Fahnen schreibt, ein absolutes Unding. Das haben inzwischen 230.000 Demonstranten, die gestern landesweit auf den Straßen waren, und eine riesige Menge (noch) zurückhaltender Franzosen eingesehen.

Wo Freiheit noch wert ist, dafür zu kämpfen

Auch in Italien reicht es vielen Bürgern mit der autoritären Gesundheitsapartheid: Wie etwa Radio Savana berichtete und von diversen freien Medienportalen verbreitet wurde, verbrannten in mehreren Städten empörte Bürger unter „Liberta“-Rufen ihre grünen „Gesundheitspässe“ und bekundeten so ihre Solidarität mit den Landleuten, die von ihrer auch dort formal bestehenden „Impffreiheit“ Gebrauch machten und die Spritze verweigerten. Auch hier war die Rede von verkappten Zwangsimpfungen und einer Aushöhlung der Grundfreiheiten.

In Deutschland hingegen sieht man dies, zumindest laut „veröffentlichter“ Meinung, ganz anders: Dort treten die üblichen Framing-Verdächtigen von ARD und ZDF – nun mit spürbarem Oberwasser nach der wunschgemäßen Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, die Zwangsgebühren gegen parlamentarische Beschlusslage in Sachsen-Anhalt dennoch weiter zu erhöhen – entschlossen an, um für Impfpflicht und Folgsamkeit zu trommeln. Der fragwürdige Nutzen und massive Risiken der Impfung selbst wird hier schon gar nicht mehr thematisiert, dafür verbreitete SWR-Kommentatorin Kristina Böker vorgestern in den „Tagesthemen“ rundum vordergründig-naiven, verharmlosenden Stuss, indem sie ernsthaft die Impfpflicht beim Einkaufen oder Einkehren mit den bei Reisen in bestimmte Länder vorgeschriebenen Pflichtimpfungen etwa gegen Typhus oder Gelbfieber gleichsetzt. Auf diesem geistigen Niveau wird in Deutschland agiert – und dies auch noch mit den Gebühren der so Gehirngewaschenen. (DM)