Österreichs Kanzler Kurz mit 99,4 Prozent als Parteichef bestätigt

Foto: Sebastian Kurz (über dts Nachrichtenagentur)

In Österreich bleibt die ÖVP weiter fest in der Hand ihres mittlerweile 35-jährigen Parteichefs und Bundeskanzlers Sebastian Kurz. Der wurde auf dem Parteitag am Samstag mit 99,4 Prozent der Stimmen im Amt bestätigt.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz ist fast einstimmig als Chef der konservativen ÖVP wiedergewählt worden. Auf einem Bundesparteitag in St. Pölten gaben ihm am Samstag 99,4 Prozent der Delegierten ihre Stimme. Das waren noch mehr als die 98,7 Prozent, mit denen Kurz 2017 erstmals Obmann der Volkspartei wurde.

Zuvor hatte er vor hunderten Delegierten eingeräumt, dass in den letzten Monaten nicht alles perfekt gelaufen sei. Gleichzeitig warb er für „Klimaschutz mit Hausverstand“, versprach Steuersenkungen auf kleine und mittlere Einkommen sowie eine Erhöhung des Familienbonus. Kurz schwor die Österreichische Volkspartei zudem auf eine restriktive Migrationspolitik ein. »Für eine Demokratie ist es extrem entscheidend, wer hier lebt, und woran die Menschen glauben«, sagte er. Aus Verantwortung für das Land dürften nicht mehr Menschen aufgenommen werden als integriert werden könnten, sagte er auch im Hinblick auf die Situation in Afghanistan. Zuletzt hatte er sich dagegen ausgesprochen, Flüchtlingen aus dem Land Schutz zu gewähren.

Seit Kurz die Konservativen anführt, hat die Partei zwei Parlamentswahlen gewonnen. Laut einer Umfrage von Anfang August liegt die ÖVP derzeit mit 35 Prozent weit vor den oppositionellen Sozialdemokraten und der rechtskonservativen FPÖ, die beide auf jeweils rund 20 Prozent kommen. Die mit der ÖVP regierenden Grünen liegen bei 12 Prozent. (SB/mit dts)