Jetzt auch gerichtlich festgestellt: Keine Normalität für Geimpfte!

Neulich beim Impftermin (Symbolfoto: Von Elnur/Shutterstock)

Angeschmiert, wie erwartet: Nachdem das Propagandaversprechen vom „Zurückimpfen in die Freiheit“ vergangenen Freitag vom Berliner Verwaltungsgerichts seine Widerlegung erfuhr, fragen sich immer mehr von der Bundesregierung und ihren Impf-Werbedrückern zur Spritze verleitete Geimpfte, wofür sie eigentlich an dieser faktischen weltweiten Großstudie teilgenommen haben – wenn ihnen auch weiterhin keine Normalität zugestanden wird.

Genau dies nämlich ist der Begründung des Ablehnungsbeschlusses gegen einen Eilantrag zum Querdenker-Demoverbot von Sonntag zu entnehmen: Wie der „Nordkurier“ (NK) zusammenfasst, wird von den Richtern argumentiert, selbst wenn mittlerweile mehr als ausreichend Impfstoff gegen das Coronavirus bereitstehe und jede Person „ein Impfangebot erhalten“ habe, sei dies kein ausreichender Anlass, eingeschränkte Grundrechte zurückzugeben. Denn eine unmittelbare Gefahr für die öffentliche Sicherheit sei durch eine Großdemonstration mit „zu erwartenden Hygieneverstößen“ trotzdem gegeben – also auch und gerade für Geimpfte.

Es müsse, so die Richter laut NK, berücksichtigt werden, dass gegenwärtig nur rund 60 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft seien (zur Einordnung: diese Größenordnung war von der Bundesregierung zu Beginn der Impfkampagne noch als unterer Wert für eine Herdenimmunität als Ziel genannt worden). „Normalität“ könne es da nicht geben, weil die Impfung nach derzeitigem Erkenntnisstand der Wissenschaft „zwar eine hohe Wirksamkeit gegen SARS-CoV-2-Infektionen, Krankheitslast und Sterbefälle“ zeige, aber nicht zu einer sogenannten sterilen Immunität führe. „Dies bedeutet, dass sich auch geimpfte Personen mit dem SARS-CoV-2-Virus infizieren, die Infektion weitergeben und auch an Covid-19 erkranken können.

Und deshalb also bleiben die Grundrechte weiter eingeschränkt – auch für Geimpfte. So wird es bleiben – und wenn die Impfquote bei 99 Prozent liegt, wird man vermutlich immer noch so  argumentieren. Spahns Impf-Verheißungen sind für die Tonne, und Söders und Merkels – nicht nur totalitär klingende – Sentenzen wie die, es gäbe „vollständige, unbeschwerte Freiheit nur mit Impfen“ oder „je mehr geimpft“ werde, „umso freier werden wir wieder sein, umso freier können wir wieder leben“, entpuppen sich mehr und mehr als schäbige Lügen. Zumal es die Kanzlerin selbst war, die im Februar versichert hatte, die Einschränkungen fänden spätestens dann ihr Ende, wenn jeder das „Impfangebot“ erhalten hätte… (DM)